Cover Yumi and the Nightmare Painter
Englisches Buch Fantasy Romantasy

Yumi and the Nightmare Painter

Rezension zu „Yumi and the Nightmare Painter” von Brandon Sanderson

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Yumi and the Nightmare Painter
Originaltitel: Yumi and the Nightmare Painter
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Paula Telge
Illustrationen: Aliya Chen
Verlag: Knaur
Seiten: 512
Kauflink: Amazon
Preis: 26,00 € (D) Gebunden; 19,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Heimlich sehnt Yumi sich nach einem einzigen Tag als normaler Mensch – doch nur durch absoluten Gehorsam kann sie die Geister beschwören, deren Hilfe für ihr Volk lebenswichtig ist. 
Während er durch dunkle Straßen patrouilliert, träumt Painter davon, ein Held zu sein. Doch dieser Wunsch hat ihm nur Herzschmerz gebracht und Einsamkeit am Rand der Gesellschaft.
Als das Schicksal Yumi und Painter zusammenführt, steht plötzlich alles auf dem Spiel: Vergangenheit und Gegenwart müssen in Einklang gebracht, begangenes Unrecht widergutgemacht und ein Geheimnis gelüftet werden. Sonst riskieren sie nicht nur, das zarte Band, das zwischen ihnen wächst, für immer zu verlieren. Sondern auch die Welten, für deren Schutz sie so verzweifelt kämpfen.

Klappentext Yumi and the Nightmare Painter
Meine Meinung:

Tag für Tag muss Yumi in Dörfern die Geister beschwören, welche lebensnotwendig für die Menschen um sie herum sind. Ihr Leben ist von Regeln geprägt, an die sie sich strikt halten muss. Gleichzeitig patrouilliert Painter durch die dunklen Straßen seiner ganz anderen, dunklen Welt, auf der Jagd nach Monstern und mit dem Wunsch, ein Held zu sein. Das Schicksal verbindet die Seelen der beiden und plötzlich muss Yumi in Painters Welt bestehen, während Painter Yumis Leben leben muss. Und während die beiden versuchen, das Geheimnis zu lüften, welches sie zusammengeführt hat, wachsen zarte Bande zwischen ihnen.

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut – romantische Fantasy von Brandon Sanderson klang, als ob es etwas ganz besonderes, vielleicht genresprengendes hätte sein können. Tatsächlich war das Ergebnis für mich dann leider eher unterwältigend, aber das Buch war dennoch alles andere als schlecht – nur einfach nicht, was ich erwartet hatte.

Illustration Vorsatzpapiere in Yumi and the Nightmare Painter

Der Aufhänger des Buches war dabei eigentlich ganz süß – Yumi und Painter leben in völlig unterschiedlichen Welten und müssen plötzlich in der Welt des jeweils anderen klarkommen. Dabei lernen sie neue Menschen, Sitten und Gebräuche kennen und finden mehr über sich selbst heraus. Sie müssen zusammenarbeiten, um ihre Situation zu lösen und dabei entwickeln sich dann eben auch Gefühle. Und ja, es ist wirklich eine süße Geschichte, aber da hörte es für mich leider auch auf.

Zunächst einmal für mich ein großes Problem in einer Romantasy: Die Liebesgeschichte fühlte sich nur sehr bedingt glaubhaft an. Gerade die erste Zeit, die die beiden zusammen verbrachten, wirkte auf mich sehr gestelzt und nicht passend zu den Charakteren. Auch als dann Gefühle aufkamen war ich so gar nicht davon überzeugt.

Illustration in Yumi and the Nightmare Painter

Die Entwicklung der beiden für sich fühlte sich ebenfalls nicht organisch an. Sanderson weiß natürlich, wie man Charakterentwicklung schreibt und es gab hier einige Momente, die einfach toll waren, aber dennoch fühlte sich gleichzeitig vieles wie aus dem Lehrbuch an. Insbesondere bei Painter ging mir hier vieles zu schnell. Dennoch muss ich Sanderson auch loben. Als ich die ersten Informationen zu seinem Handlungsstrang erhielt, war ich sicher, dass dieser in eine von zwei Richtungen gehen würde und mit beiden wäre ich unzufrieden gewesen (aus Gründen, die hier leider spoilern würde). Tatsächlich hat Sanderson jedoch eine Lösung gefunden, welche sowohl überraschend als auch schön zu lesen war.

Am Ende wurde für meinen Geschmack viel zu viel erklärt. Auch wenn die Auflösung selbst mir sehr gefallen hat, weiß ich einfach, dass der Autor so etwas viel eleganter rüberbringen kann. Es fühlte sich hier eher an, wie ein langer Erklärungstext zum Worldbuilding, der schnell eingeschoben wurde.

Abgesehen von dieser Kritik hatte ich aber dennoch viel Spaß an diesem Buch! Die beiden Welten fühlten sich wie gewohnt lebendig an, waren gut durchdacht und passten damit perfekt zur Geschichte. Beide Hauptcharaktere waren sympathisch und ich habe ihre Reise gerne mitverfolgt. Es gab dabei auch mehrere Nebencharaktere, die die Geschichte enorm bereichert haben. Alles in allem war dies eine etwas gemischte Reise – ich denke aber, dass dieses Buch vielen Lesenden sehr gut gefallen könnte!

Illustration in Yumi and the Nightmare Painter
Fazit:

„Yumi and the Nightmare Painter“ war nicht ganz, was ich erwartet hatte und konnte mich nicht vollständig überzeugen – dennoch würde ich die Geschichte insgesamt als empfehlenswerte, nette Romantasy empfehlen.

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1 Kommentar

  1. […] Autor: Brandon SandersonÜbersetzung: Paula TelgeVerlag: KnaurErscheinungstermin: 01.04.25Vorbestellen: AmazonKlappentext: Heimlich sehnt Yumi sich nach einem einzigen Tag als normaler Mensch – doch nur durch absoluten Gehorsam kann sie die Geister beschwören, deren Hilfe für ihr Volk lebenswichtig ist. Während er durch dunkle Straßen patrouilliert, träumt Maler davon, ein Held zu sein. Doch dieser Wunsch hat ihm nur Herzschmerz gebracht und Einsamkeit am Rand der Gesellschaft.Als das Schicksal Yumi und Maler zusammenführt, steht plötzlich alles auf dem Spiel: Vergangenheit und Gegenwart müssen in Einklang gebracht, begangenes Unrecht wiedergutgemacht und ein Geheimnis gelüftet werden. Sonst riskieren sie nicht nur, das zarte Band, das zwischen ihnen wächst, für immer zu verlieren. Sondern auch die Welten, für deren Schutz sie so verzweifelt kämpfen.Werde ich es mir holen? Ich habe bereits die englische Version gelesen und fand es eine nette Romantasy. Meine Rezension dazu ist bereits auf dem Blog. […]

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