In einem Bücherregal stehen nebeneinander "A Study in Drowning" und "Study for Obedience"
Rückblick

Wochenrückblick KW39 2023

Meine letzte Woche in meinem aktuellen Job stand an und dabei blieb nicht viel Zeit zum Lesen. Immerhin habe ich zwei Bücher beenden können, an denen ich schon länger saß und auch ein neues konnte ich beginnen.

Cover "Das Kloster des geheimen Baumes"
Aktuell lese ich:

Ich habe gerade angefangen mit „Das Kloster des geheimen Baumes – Die Drachenreiterin“. Dies ist der zweite Teil des Prequels zu „Der Orden des geheimen Baumes“. Band 1 hatte ich bereits hier rezensiert und war damit leider nicht ganz so glücklich wie erwartet. Ich hoffe, Band 2 schafft es, mich mehr zu begeistern, aber aktuell bin ich noch nicht weit genug gekommen, um das absehen zu können.

Auch mit “Study for Obedience” habe ich angefangen. Das war eine recht spontane Entscheidung, aber ich wollte das Buch unbedingt lesen. Darin geht es um eine Frau, die zu ihrem Bruder zieht, um seinen Haushalt zu übernehmen. Sie wurde ihr Leben lang als gute, gehorsame Frau erzogen und diese Arbeit scheint nun ihre Erfüllung zu sein. Doch im Dorf geschehen nach ihrer Ankunft Dinge, wie die Geburt eines toten Lammes und die abergläubischen Dorfbewohner machen sie dafür verantwortlich. Es geht in dem Buch um Schuld und Unschuld, um Xenophobie, um die Geschichte der Juden und so vieles mehr. Bisher finde ich das Buch sehr interessant, aber teils auch schwer zu folgen, weil es sehr im Bewusstseinsstrom geschrieben ist und sich eher wie eine Meditation über das Leben der Protagonistin liest. Ich verliere dabei leider oft den Fokus, wenn ein Buch so geschrieben ist.

Gerade beendet:
Zu sehen sind zwei Fotos nebeneinander. Links sind die beiden Bücher "Oathbringer" und "Welch trügerisches Glück" aufeinandergestapelt. Rechts sind die Buchschnitte von "Welch grausame Gnade" und den Folgebänden abgebildet.

Beenden konnte ich in diesem Monat zwei Bücher, an denen ich allerdings bereits länger saß. „Welch trügerisches Glück“ habe ich in einem Buddyread gelesen. Zur Handlung kann ich hier wenig genaues sagen, da dies ein Spin off zu „Welch grausame Gnade“ ist und schon der Klappentext leichte Spoiler für die originale Dilogie beinhaltet. Aber generell handelt es sich hier um ein Agentendrama in einem alternativen Shanghai in den 20er bis 30er Jahren. Bis etwa zur Hälfte des Buches hatte ich großen Spaß an der Geschichte. Es war actionreich und auch wenn ich vieles nicht ganz durchblickt habe, hat es einfach Spaß gemacht. Dann kippte meine Stimmung jedoch ziemlich plötzlich, als mir die vielen starken Logikfehler auffielen. Zudem habe ich gemerkt, dass die verschiedenen Seiten in dieser Geschichte einfach keine Bedeutung hatten und vollständig austauschbar waren. Es hatte einfach keine Bedeutung, wenn herauskam, dass ein Charakter in Wirklichkeit für die andere Seite gespielt hat, denn eigentlich war das beinahe unwichtig. Dazu kam, dass das Buch ab etwa der Hälfte eher langweilig wird. Ich konnte mich nicht dazu durchringen, der Geschichte mehr als 2 Sterne zu geben. Eventuell schreibe ich noch eine Rezension dazu, aber diese wird wohl nicht vor nächstem Jahr kommen.

Ebenfalls beenden konnte ich „Oathbinger – Part One“. Dieser Teil der Sturmlicht-Chroniken hat mir wieder sehr gefallen. Insbesondere Shallans Entwicklung hat mich sehr neugierig auf den nächsten Band gemacht. Ich war allerdings nicht ganz zufrieden damit, dass durch die mittlerweile massive Größe der Geschichte weniger kleine Momente gezeigt werden, wodurch ich teils das Gefühl hatte, den Charakteren nicht mehr ganz so nah zu sein. Dies betraf insbesondere Kaladin. Dennoch freue ich mich sehr, weiterzulesen, denn trotz dieses Kritikpunktes ist dies immer noch eine unglaublich geniale Geschichte, die mich wieder und wieder begeistert!

Neuzugänge:
Zu sehen sind die verschiedenen Neuzugänge, welche im Text erwähnt werden

In dieser Woche kamen drei Bücher an, auf die ich mich bereits sehr gefreut habe. „Talking to the Moon” stand bereits auf meiner Liste für die spannendsten Neuerscheinungen im Herbst. Ich hatte es über die Buchhandlung Graff signiert vorbestellt und so kam es bei mir mit einer tollen zusätzlichen Illustration an. Diese finde ich richtig süß! Ich weiß nur nicht so recht, ob ich es in diesem Jahr noch lesen möchte. In anderen Rezensionen wurde es als Buch mit Sommerstimmung beschrieben und darauf habe ich aktuell eher weniger Lust – andererseits will ich aber unter keinen Umständen, dass das Buch bis zum nächsten Sommer auf meinem SuB liegen muss.

Ein weiterer Neuzugang war “Study for Obedience”, auf welches ich durch den Booker Prize aufmerksam wurde. In diesem Jahr interessieren mich ehrlich gesagt wenig Bücher, die auf den Longlists diverser Preise standen, weshalb ich diese kaum verfolge. Aber dieses Buch hat mich neugierig gemacht und ich freue mich, dass es mittlerweile auf der Shortlist steht. Lesen will ich es definitiv bevor bekannt gegeben wird, wer den Preis erhält.

Zuletzt kam noch meine Illumicrate an und darin enthalten war „A Study in Drowning”. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es hier ein neu designtes Cover gegeben hätte, ist die Ausgabe insgesamt doch wirklich schön. Ganz besonders das Design unter der Schutzhülle liebe ich.

Leseplan Oktober:

Im Oktober ist wieder der Trick or Treatathon – ein Lesemarathon der auf einem Bingo Board beruht. Es gibt 40 Aufgaben, von denen man sich 25 aussuchen kann, die auf das Brett kommen. Für jedes gelesene Buch, für jedes Bingo usw. gibt es Punkte für das eigene Team. Auch wenn ich keine 25 Bücher schaffen werde, will ich so viel wie möglich lesen. Ich habe mir insgesamt 17 Bücher ausgesucht. Von diesen werde ich natürlich auf jeden Fall die Rezensionsexemplare und Buddyreads lesen und bei den restlichen Büchern schaue ich einfach, worauf ich spontan Lust habe und wie viel ich schaffe!

  • Das Kloster des geheimen Baumes – Die Drachenreiterin
  • Der Knochensplitterpalast – Der Krieg
  • Für den Wolf
  • Aus Sternen und Staub
  • Coming of Rage
  • Oathbringer – Part Two
  • Die Galaxie und das Licht darin
  • Rosen & Knochen
  • Dies ist mein letztes Lied
  • A Dowry of Blood
  • Lakesedge
  • The Devil Makes Three
  • Gallant
  • When Women Were Dragons
  • Study for Obedience
  • The Galactic Zookeeper’s Guide to Heists and Husbandry
  • Die Prinzessinnen von New York – Rumors
  • The Foxglove King
Aktuelle Blogbeiträge:
Cover "Pick me Girls": Die Autorin steht in seltsamer Haltung auf einem Holzboden. Sie wird von schräg oben fotografiert und sieht in die Kamera

Pick me Girls

»Ich bin nicht so wie andere Frauen«, ist der typische Satz eines pick me girls. Wahrscheinlich haben die meisten Frauen diesen Satz mal gedacht, nicht nur in der unbewusst-misogynen Abgrenzung zu einem ganzen Geschlecht, sondern als Herabwürdigung des eigenen Selbst – man ist nicht so dünn und hat keine so gute Haut wie alle anderen Frauen. Wenn man als Frau geboren wird, kommen die Selbstzweifel ab Werk. Spätestens in der Pubertät wird man mit der goldenen Regel konfrontiert, die zwar nirgendwo geschrieben steht, aber als allgemeingültig gilt: Der männliche Blick, das Begehrtwerden ist die höchste Währung.

Cover "Im Strom der Macht": In einem blauen Meer voller Pflanzen schwimmt eine Taucherin

Im Strom der Macht

In guten wie in schlechten Zeiten. In Gesundheit und Krankheit.
So lautet ein Teil des rechtlichen Fürsorgeschwurs von Familien im Jahre 2050, in einer Welt, die ständig von neuen klimatisch bedingten Katastrophen und Seuchen heimgesucht wird.
Energietechnikerin Lucía Ramirez hat ihre Familie vor langer Zeit an eine dieser Klimakatastrophen verloren – sie würde alles geben, um diesen Schwur leisten zu können. Die Power Islands geben der Menschheit eine Überlebenschance, aber Seetangfarmen zu bewirtschaften und Solarlilien zu warten ist ein einsames Unterfangen.

Und privat?

Die letzte Septemberwoche war auch meine letzte Woche in meinem Job. Ich habe als wissenschaftliche Hilfskraft für meine Uni gearbeitet und hatte auch eine Menge Spaß bei meinen Aufgaben. Auch wenn ich gerne meinen Vertrag für die letzten Monate meines Studiums verlängert hätte, habe ich mich aktiv dagegen entschieden, weil ich einfach jede verfügbare Zeit brauche, um meine Masterarbeit und die letzten Hausarbeiten bis Ende des Jahres abzuschließen. Die nächsten Monate werden dann auch so sehr arbeitsintensiv für mich und ich bin sehr gespannt, wie viel ich daneben noch zum Lesen kommen werde.

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