In dieser Woche war lesetechnisch ziemlich viel los! Ich habe so einige Bücher beendet (was vor allem daran lag, dass ich mehrere davon in der letzten Woche beinahe fertig gelesen hatte und eben nicht mehr viel fehlte). Auch einige neue Bücher durften einziehen, darunter auch eins, das schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand!
Aktuell lese ich:

Ich stehe kurz davor „A Psalm of Storms and Silence” endlich zu beenden. Ehrlicherweise hat mir das Buch nicht wirklich gefallen. Einen Großteil der Zeit habe ich mich hauptsächlich gelangweilt und ich kann nicht einmal so wirklich benennen, woran es lag. Ja, die Geschichte hat zwar einiges an unnötigem hin und her aber eigentlich bei weitem nicht genug, um so eine starke Reaktion bei mir hervorzurufen. Ich habe das Gefühl, dass mich keiner der Hauptcharaktere in irgendeiner Weise interessiert, wodurch die Geschichte eben auch keine Relevanz für mich hat. Vermutlich werde ich die Reihe auch nicht rezensieren, da ich den Inhalt von Band 1 zum größten Teil vergessen habe und ich zum zweiten Band eben wenig zu sagen habe.
In dieser Woche habe ich auch endlich mit „Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin“ begonnen. Dieses Prequel zu „Der Orden des geheimen Baumes“ spielt einige hundert Jahre zuvor und folgt anscheinend drei jungen Frauen, die sich gegen eine Bedrohung stellen. Ich bin gespannt, wie das Buch so sein wird, denn ehrlich gesagt habe ich in Rezensionen die gleichen Kritikpunkte gelesen, die ich schon zum ersten Band hatte.
Ausnahmsweise lese ich auch mal ein Sachbuch. „Das Festmahl der Eroberer“ beschäftigt sich mit der Veränderung der Esskultur durch das neue Essen, welches aus Amerika nach Europa gebracht wurde, aber auch mit der entstehenden Esskultur in Amerika. Das hätte sehr interessant sein können, wenn der Autor nicht in seinem Text so wild durch Raum und Zeit springen würde, dass ich oft nicht genau nachvollziehen kann, wie eine Entwicklung denn nun zustande kam. Zudem hält er an veraltetem falschem Allgemeinwissen fest, wodurch er falsche Informationen verbreitet, ohne dazu irgendwelche Quellen zu nennen – so etwa, dass Frauen in indigenen Gesellschaften Mesoamerikas öfter Nährstoffdefizite hatten, weil die Männer jagten und sie nicht. Dazu gibt es keine Aufzeichnungen (im Gegenteil, Studien zeigen, dass wohl in einem Großteil älterer Kulturen Frauen genauso jagten wie Männer), zudem sagt er selbst, dass die Kultur, auf die er sich bezieht, sich praktisch komplett vegetarisch ernährte, was damit ebenfalls in Widerspruch stünde. Bisher habe ich nur wenige Informationen aus dem Buch für mich mitnehmen können.
Gerade beendet:

Eines der Bücher, welches ich in der letzten Woche bereits beinahe zu Ende gelesen hatte, war „Amberlough – Stadt der Sünde“. Das Buch hat mich sehr positiv überrascht, was die Charaktere darin anging. Diese waren einfach so greifbar und echt! Meine Rezension ist bereits auf meinem Blog, also schaut dort einfach mal vorbei für mehr Informationen!
Das zweite Buch, bei dem nur noch wenig fehlte, war „Edgedancer“, die erste Novelle zu den Sturmlicht-Chroniken. Diese stellte Lift in den Fokus, ein junges Waisenmädchen mit besonderen Fähigkeiten. Es ist schwer, mehr über die einzelnen Bücher zu erklären, ohne die Handlung des ersten Bandes zu spoilern, daher verweise ich hier erstmal nur auf meine Rezension zu genau diesem.
Auch „Zwischen zwei Sternen“ habe ich in dieser Woche beenden können. Der zweite Band der Wayfarer-Reihe war zwar ziemlich süß, aber sonst eher enttäuschend. Das Buch handelt von Sidra, einer KI, die einen eigenen Körper erhalten hat, obwohl dies verboten ist. Sie versteckt sich bei den Moddern Pepper und Blue und muss langsam lernen, mit ihrem Körper zu leben. Pepper auf der anderen Seite hat ihre ganz eigene Geschichte, die mehr mit Sidra verbunden ist, als man zunächst annehmen könnte.
Die cozy Sci-fi-Geschichte hatte so einige Elemente, die ich sehr mochte und gerade wenn es darum ging, dass Sidra langsam so viel Neues entdeckte, oder wenn Charaktere besondere Momente miteinander hatten, dann habe ich diese Szenen geliebt. Aber abgesehen davon wirkte das Buch zum Teil etwas flickenartig. Elemente schienen nicht so richtig zum Rest zu passen und nur eingebracht worden zu sein, weil die Autorin diese unbedingt drin haben wollte, oder weil schnell eine Möglichkeit gebraucht wurde, aus einem Dilemma herauszukommen. Vieles ging mir einfach deutlich zu schnell, insbesondere was Charakterentwicklung anging. Ich werde die Reihe zwar weiterverfolgen, befürchte aber, dass die Werke der Autorin nicht unbedingt etwas für mich sind.
Die größte Enttäuschung in diesem Monat und eine der größten in diesem Jahr, war allerdings „We All Fall Down“. Das Buch war im Juni letzten Jahres in der Illumicrate und war eins der Bücher aus der Box, auf welche ich am gespanntesten war. Als ich es erhalten habe, habe ich leider auch erfahren, dass es in dem Buch wohl rassistische Elemente gibt, weshalb ich dann doch kein großes Interesse hatte, es zu lesen. Ich hatte zwischenzeitlich auch überlegt, es abzugeben, aber für eine Aufgabe des Magical Readathon musste ich ein Buch mit einem Schild auf dem Cover lesen und auf meinem SuB habe ich dazu kein anderes passendes gefunden.
Die Geschichte handelt von vier queeren Menschen in einer magischen Stadt im Süden der USA. Die Magie dort versiegt seitdem vor einigen Jahrzehnten während eines Putschversuchs die Maid der aktuellen Radumdrehung starb. Nun muss ein neuer Zyklus eingeleitet werden, in welchem der Held das Monster töten und die Maid für sich gewinnen muss. Die Stadt, die in einen neuen und alten Teil getrennt und voller verrückter Wissenschaftler und Hexen war, hatte so viel Potenzial. Leider hat der Autor kaum etwas beschrieben und wenn er etwas beschrieben hat, war dies extrem verwirrend. Ich habe etwa nicht verstanden, was genau das Magiesystem nun sein sollte und wie die Verbindung zur Wissenschaft aussehen sollte – und um ehrlich zu sein hatte ich auch nicht das Gefühl, dass der Autor dies selbst wirklich verstanden hat. Die Charaktere waren langweilig und flach und obwohl eigentlich so vieles geschah, hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte nur vor sich hinplätscherte. Und ja, es gibt gegen Ende etwas, was rassistisch gelesen werden kann.
Für Spoiler dazu einmal hier klicken
Auch wenn ich aufgrund von Hinweisen im Buch vermute (oder vielleicht eher hoffe), dass der Autor die entsprechenden Szenen nicht so gemeint hat und im zweiten Band in eine andere Richtung gehen möchte, ist die Optik einfach nicht gut, wenn ein Charakter, in dem sich der Autor sehr wahrscheinlich selbst sieht, einem Schwarzen Charakter etwas Schreckliches antun kann und dann trotzdem Held genannt wird, während impliziert wird, dass der Schwarze Charakter ein Monster ist, weil er sich dagegen wehrt.
Ein Buch, welches so gar nicht in mein normales Leseverhalten passt, aber von dem ich froh bin, dass ich es gelesen habe, war „I’m Glad My Mom Died“. Dies ist eine Biografie von Jennette McCurdy, der Schauspielerin von Sam in iCarly. Eigentlich interessieren mich Biografien fast nie, doch ich habe sehr viel Gutes über diese gehört. Die Autorin erzählt darin, wie ihre narzisstische Mutter sie zum Schauspielen gebracht hat und wie sie dort ausgebeutet wurde. Dies war ein Buch, welches mich enorm mitgenommen hat, denn die Autorin redet ziemlich offen über diverse Formen des Missbrauchs, über Essstörungen, Alkoholmissbrauch und so viele weitere schwierige Themen. An manchen Stellen hätte ich mir zwar gewünscht, dass dies weniger anekdotenhaft geschehen wäre und die Verbindungen teils etwas klarer gewesen wären, aber dafür hätte sie noch mehr in die Tiefe gehen müssen und ich kann mir vorstellen, dass es irgendwo auch für sie eine Grenze gab, wie vulnerabel sie sich für dieses Buch machen wollte.
Neuzugänge:

Die Juli Illumicrate kam endlich an und so durfte „The Jasad Heir“ einziehen. Dieser Auftakt einer neuen Reihe ist von ägyptischer Mythologie inspiriert und klingt sehr spannend! Außerdem ist die Edition wirklich wunderschön – wie von der Illumicrate gewohnt!
Eine weitere Spezialausgabe durfte ebenfalls einziehen. „Threads That Bind“ war in der Fairyloot YA, die ich eigentlich nicht bekomme, aber ich hatte das Glück eine bezahlbare Edition von jemandem abkaufen zu können. Das Buch ist eine Neuerzählung griechischer Mythologie, in welchem die Protagonistin eine Nachfahrin der Moiren ist.

Da eine Freundin ein paar Bücher aussortiert hat, konnte ich von ihr zwei Bücher abstauben. „Fuchs 8“ ist seit mittlerweile 3-4 Jahren auf meiner Wunschliste, ich konnte jedoch nie für mich selbst rechtfertigen so ein dünnes Buch für dafür vergleichsweise viel Geld zu kaufen. Nun werde ich es wohl für eine Aufgabe für einen zukünftigen Lesemarathon aufheben. „The Wide Starlight“ ist ein Buch von Nicole Lesperance, von der ich vor kurzem „The Depths“ gelesen hatte. Das Buch hat mich so begeistern können, dass ich unbedingt mehr von ihr lesen möchte!
Aktuelle Blogbeiträge:

The Depths
Addie versucht als Apnoetaucherin Rekorde aufzustellen. Sie ist eine der vielversprechendsten jungen Taucherinnen, bis sie unvorsichtig ist und einen Unfall erleidet, bei dem sie fast stirbt. Damit sie mit dem Heilungsprozess nicht alleine ist, nimmt ihre Mutter sie mit in ihre Flitterwochen auf die tropische Insel Eulalie Island. Auch wenn die Insel wunderschön ist, will Addie nicht dort sein und als die Blumen für sie die Farben wechseln und die Vögel ihren Namen zu singen scheinen, beginnt sie zu merken, dass etwas nicht stimmt. Ihre Begegnung mit dem Geist eines jungen Mädchens und einem rätselhaften Jungen sorgen jedoch dafür, dass Addie die Rätsel dieses Ortes ergründen möchte.

Amberlough – Stadt der Sünde
Inmitten wachsender politischer Spannungen verflechten sich in Amberlough drei Leben mit dem Schicksal der Stadt selbst. Der Schmuggler: Tagsüber ist Aristide Makricosta Conférencier des exklusivsten Nachtclub in Amberlough. Nachts hingegen schmuggelt er Drogen und Flüchtlinge direkt unter der Nase korrupter Polizisten. Der Spion: Geheimagent Cyril DePaul denkt, er könne Geheimnisse gut bewahren, doch nach einem katastrophalen Einsatz im Ausland trifft er eine gefährliche Entscheidung, um sich zu schützen … und Aristide hoffentlich ebenfalls. Die Tänzerin: Cordelia Lehane, eine gewiefte Burlesque-Tänzerin im Bumble Bee Cabaret und Aristides’ Mädchen für alles, könnte der Schlüssel zu Cyrils Plan sein … wenn ihr zu trauen ist. Während die strahlenden Neonlichter von den wachsenden Flammen einer faschistischen Revolution abgelöst werden, müssen diese drei alles und jeden benutzen, um zu überleben, einschließlich einander.
Und privat?
In dieser Woche haben wir mit unserer Gruppe wieder mal eine Runde DnD gespielt. Meine Spieler*innen sind nun in einer neuen Stadt angekommen, die sie selbst nach eigenen Vorstellungen wiederaufbauen dürfen. Bisher gab es noch keine schlimmeren Bedrohungen außer ein paar Untoten und ein paar beschworenen Elementaren – aber da wird noch so einiges auf sie zukommen!

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