Rezension zu „Wie man einen Prinzen tötet“ von T. Kingfisher
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Wie man einen Prinzen tötet
Originaltitel: Nettle & Bone
Autorin: T. Kingfisher
Übersetzung: Jasmin Schreiber
Verlag: Eichborn
Seiten: 354
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € (D) Gebunden; 19,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Die junge Marra, drittgeborene Tochter eines kleinen Königreichs, muss mitansehen, wie ihre beiden älteren Schwestern nacheinander mit dem sadistischen Prinz Vorling verheiratet werden. Nach dem mysteriösen Tod der Älteren, muss die Jüngere ihren Platz einnehmen, um Vorling endlich einen Erben zu schenken – ein Los, das auch Marra zu drohen scheint. Es sei denn, sie nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand und sucht sich ein paar schillernde Verbündete für ihren Plan – denn Marra will den Prinzen nicht küssen, sondern ihn töten!

Meine Meinung:
Marra ist die drittgeborene Tochter eines kleinen Königreiches. Nachdem ihre älteste Schwester mit dem Prinzen eines Nachbarkönigreiches verheiratet wird und kurze Zeit später auf mysteriöse Weise stirbt, ahnt sie Schlimmes und ihre Befürchtungen bestätigen sich, als ihre zweite Schwester den Prinzen heiraten muss, ihm aber keinen Erben schenken kann. Um nicht die Nächste zu sein, die verheiratet wird und um ihre Schwester zu retten, macht sie sich auf den Weg, Verbündete zu finden.
„Wie man einen Prinzen tötet“ ist ein seltsames kleines Buch, das die perfekte Mischung aus gruselig und cozy war. Wie das möglich sein soll, frage ich mich auch jetzt noch, aber diese Geschichte hat es geschafft und damit etwas getroffen, was ich unbedingt von einem Buch haben wollte, ohne dass es mir bewusst war.
Insbesondere der Schreibstil hat mir sehr gefallen und die Übersetzerin hat dabei wirklich gute Arbeit geleistet. Mir hat es sehr gefallen, diesen märchenhaften, teils leicht naiv anmutenden Stil zu lesen, der so gut Marras Weltsicht reflektierte.
Als Protagonistin war Marra sehr spannend, auch wenn sie eigentlich gar nicht so viel getan hat. Die meisten Entscheidungen kamen eher von außen, aber sie hat auf eine Weise gehandelt, die dies dennoch nie langweilig gemacht haben. Beim Lesen habe ich mich mehrfach gefragt, ob Marra ins neurodiverse Spektrum fallen könnte und sollte, allerdings wurde dies nie direkt im Text angesprochen.
Auch die Nebencharaktere konnten mich sehr verzaubern. Neben schrulligen Magierinnen und einem verzauberten Krieger gab es hier auch ein von Dämonen besessenes Huhn, welches ich sofort als Haustier übernehmen würde. Übrigens sind alle wichtigen Charaktere in diesem Buch über 30, teils auch deutlich darüber. Warum der Klappentext von Marra als „jung“ spricht, kann ich mir nicht erklären.
Mich hat „Wie man einen Prinzen tötet“ durch und durch überzeugt und zwar so sehr, dass ich T. Kingfishers Werke definitiv weiter verfolgen werde. Ich habe das Gefühl, ich könnte hier eine neue Lieblingsautorin gefunden haben.
Fazit:
Neben einem märchenhaften Schreibstil, überzeugt „Wie man einen Prinzen tötet“ mit einer bunten Gruppe an Charakteren und einer Atmosphäre, die es schafft, gleichzeitig gruselig und cozy zu sein. Dieses Buch kann ich voll und ganz weiterempfehlen!


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[…] Wizard’s Guide to Defensive Baking“ von T. Kingfisher. Ich habe vor ein paar Monaten bereits „Wie man einen Prinzen tötet“ von ihr gelesen und das Gefühl, hier vielleicht eine neue Lieblingsautorin gefunden zu haben. […]