Cover White Sand von Brandon Sanderson
Englisches Buch Fantasy Graphic Novel / Comic / Manga

Weißer Sand – Volume 1-3

Rezension zu „Weißer Sand“ Bände 1-3 von Brandon Sanderson

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: Weißer Sand
Originaltitel: White Sand
Reihe: Band 1-3
Autor: Brandon Sanderson
Illustrationen: Rik Hoskin, Isaac Stewart, Julius Gopez & Nabetse Zitro
Übersetzung: Oliver Hoffmann & Karen Gerwig
Verlag: Panini
Seiten: 192
Kauflink: Amazon
Preis: 34,00 € (D) Gebunden; 24,00 € (D) Taschenbuch; 19,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Bekannt wurde Brandons Sanderson, als er Robert Jordans inzwischen als TV-Serie adaptierten Fantasy-Zyklus Das Rad der Zeit nach dessen Tod beendete. Inzwischen ist der US-Amerikaner mit seiner eigenen High-Fantasy-Serie Nebelgeboren und vielen weiteren Romanen zu einem der meistgelesenen Fantasy-Autoren der Welt aufgestiegen. Er gehört zu den produktivsten Genre-Autoren und schuf mit dem Kosmeer ein gewaltiges Erzähluniversum, in dem Magie und Technik eine faszinierende Koexistenz eingehen. Auf einer seiner vielen Welten hat der begeisterte Comic-Fan auch den Dreiteiler Weißer Sand angesiedelt: Taldain besitzt eine Tag- und eine Nachtseite. In der Wüstenei der Tagseite leben unter anderem die legendären Sandmeister – sie nutzen arkane Kräfte, um Sand auf spektakuläre Weise zu manipulieren. Durch Verrat fallen die Meister einem gnadenlosen Feind zum Opfer – nur wenige, darunter der junge Sandmeister Kenton, überleben das Massaker. Um Rache zu üben, geht er einen gewagten Pakt mit einer mysteriösen Herzogin der Dunkelseite ein – und es scheint, dass die beiden eine ganze Welt vor dem aufkeimenden Bösen beschützen müssen. Weißer Sand beruht auf einem bislang unveröffentlichten Roman von Brandon Sanderson.

Meine Meinung:

Kenton ist ein Sandmeister und auch wenn er sich mutig jeder Prüfung stellt, ist er der Schwächste von allen. Sein Vater möchte nicht, dass er weiter Teil dieser mächtigen Organisation ist, doch Kenton weigert sich, aufzugeben. Als bei einem Massaker beinahe alle Sandmeister getötet werden, kann er jedoch entkommen. Um Rache zu nehmen und herauszufinden, was geschehen ist, braucht er die Hilfe einer Gruppe von der Nachtseite seines Planeten, doch er kann sich nicht allein darauf konzentrieren: Der Rat möchte die Sandmeister vollständig auflösen und nur, wenn Kenton sich geschickt durch die Politik des Landes manövriert, hat er eine Chance dies zu verhindern.

„Weißer Sand“ ist eine Reihe aus drei Graphic Novels, in welcher eine bisher unveröffentlichte Geschichte von Brandon Sanderson als Comic adaptiert wurde. Es gibt diese in zwei Versionen: Als drei Einzelbände und als Sammleredition, in welcher alle drei vereint abgedruckt sind. Ich habe die Geschichte als Einzelbände gelesen, habe im Nachhinein jedoch erfahren, dass im Sammelband vieles überarbeitet wurde, wodurch dieser angeblich insgesamt deutlich besser ist. Ich würde daher empfehlen, eher diese Version zu lesen. Sanderson plant jedoch auch, die Geschichte voraussichtlich im kommenden Jahr als Roman herauszubringen. Da ich sehr viel Potenzial in der Geschichte gesehen habe, freue ich mich sehr darauf.

Ein großes Problem an den Graphic Novels waren für mich vor allem, dass sich Sandersons Geschichten nicht wirklich für dieses Format eignen. Das komplexe Worldbuilding und die vielen Charaktere mit all ihren Facetten sind einfach zu viel. Ich hatte oft das Gefühl, dass jeder einzelne Aspekt hier zu kurz kam. Insbesondere für die Charaktere war einfach zu wenig Raum. Jeder einzelne hatte eine eigene Entwicklung, diese wirkten aber alle unnatürlich schnell. Dadurch funktionierte für mich auch ein eigentlich schockierender Plottwist nicht – der entsprechende Charakter kam zuvor so wenig vor, dass ich mich zunächst nicht einmal daran erinnern konnte, wer dies überhaupt war.

Ebenfalls gestört hat mich, dass ganz am Ende des zweiten Bandes der Zeichenstil plötzlich komplett wechselte und meiner Meinung nach nicht wirklich zum Besseren. Ich hätte dies verstanden, wenn er generell zu einem neuen Band hin gewechselt hätte, aber nicht so plötzlich mittendrin.

Trotz aller Kritik konnte man einfach sehen, was für ein Potenzial in dieser Geschichte steckte. Ich mochte die Welt und die Sandmagie sehr. Ebenso fand ich es insbesondere spannend zu sehen, wie ein Charakter hier in ein politisches System hineinwachsen musste. Nebenbei gab es auch einiges an Action und diese kam in dem Format tatsächlich doch ganz gut rüber. Insgesamt freue ich mich jedenfalls auf den Roman, auch wenn diese Version der Geschichte mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

Fazit:

Die Graphic Novels „Weißer Sand“ konnten mich leider nur bedingt überzeugen. Trotz einigem Potenzial funktionierten die Stärken des Autors einfach nicht gut innerhalb dieses Formats.

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