Rezension zu „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ von Walter Moers
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Weihnachten auf der Lindwurmfeste
Reihe: Zamonien, Band 8
Autor: Walter Moers
Illustration: Lydia Rode
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 114
Kauflink: Amazon
Preis: 7,99 € (D) Gebunden; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch.

Meine Meinung:
„Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ wurde mir freundlicherweise vom Penguin Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Dieses Buch besteht aus einem einzelnen, langen Brief, welchen Hildegunst von Mythenmetz an den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sendet und ihm in diesem von dem Fest „Hamoulimepp“ berichtet, welches große Ähnlichkeiten zu unserem Weihnachtsfest aufweist. Es folgt eine Auflistung von seltsamen Traditionen, in typischer Mythenmetz-Art.
„Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist ein wirklich kurzes Buch. Von den 114 Seiten sind gerade einmal 59 der eigentliche Text, der Rest sind Illustrationen und eine Leseprobe zu „Der Bücherdrache“. Dies ist tatsächlich auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt am Buch, denn es fühlt sich ehrlich gesagt nicht nach etwas an, was für sich allein genommen schon als Buch gelten kann. Andererseits ist ein kurzer Text aus Zamonien besser als gar kein Text aus Zamonien, weshalb ich mich darüber auch nicht wirklich beschweren möchte.
Das Buch ist weniger eine Geschichte und mehr ein Auseinandernehmen von Weihnachtsbräuchen, wobei diese hier in ein zamonisches Gegenstück namens „Hamoulimepp“ übersetzt werden. Dies erlaubt es dem Autor aufzuzeigen, wie seltsam einige dieser Bräuche sind. Mythenmetz selbst mag das Fest nicht wirklich und ärgert sich über so ziemlich alles, was damit zu tun hat. Aber selbst dann gibt es einige Gepflogenheiten, die ihm gefallen. So kommt im Verlauf des Textes doch noch weihnachtliche Stimmung auf.
Die Illustrationen im Buch sind, wie bei „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ aus der Feder von Lydia Rode. Sie sind farbenfroh und passen sehr gut zur Geschichte.

Fazit:
„Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist zwar ein kurzer Text, aber auch ein sehr humorvoller, der Weihnachten ein wenig genauer betrachtet, dabei dennoch weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt.

