Heute startet meine neue Blogserie „Trope-Talk“. Etwa einmal im Monat wird es mittwochs einen Beitrag dazu geben. Das Ziel ist es, ein kleines Lexikon für Tropes zu haben, auf welches ich verweisen kann, wenn ich in einer Rezension darüber spreche. So können meine Leser, die von einem gewissen Konzept in Büchern noch nichts gehört haben, einfach darauf zurückgreifen.
Was versteht man unter Tropes?
Das Wort „Trope“ kommt aus dem Englischen. Google sagt mir, man würde es mit „Stilmittel“ übersetzen, aber damit würde man nicht alles abdecken, was dieses Wort bezeichnet, weshalb ich hier den englischen Begriff verwenden werde.
Die Definition von Trope unterscheidet sich vom Verwendungskontext, aber in der Buch- und Filmwelt versteht man darunter meist ein oft genutztes Thema oder Mittel. Ein Beispiel, das man in Filmen oft sieht, ist das verregnete Begräbnis. Eine Person wird beerdigt und es beginnt zu regnen, überall sind schwarze Schirme… man kennt es.
Trope kann allerdings eben auch ein sprachliches Stilmittel meinen. Meist wird es eben in der Büchercommunity nicht dafür verwendet, allerdings werde ich in diesem Format nicht so streng damit sein.
Trope und Klischee
Auch wenn die beiden Begriffe gerne synonym verwendet werden (siehe die verregnete Beerdigung) sind sie es eigentlich nicht. Ein Trope ist grundsätzlich ein oft genutztes Thema, allerdings muss das nichts schlechtes sein. Jedes Genre hat gewisse Tropes, die oft vorkommen. Das lässt sich auch gar nicht verhindern und es hat auch positive Aspekte. Leser wissen so, was sie von einer Geschichte erwarten können und bekommen eher das, was sie sich davon erhoffen.
Klischees dagegen bezeichnen die Tropes, die so oft und immer gleich verwendet werden, dass sie irgendwann definitiv nur noch nerven. Oft geschieht dies, wenn ein Buch besonders erfolgreich war und andere Autoren und Verlage versuchen, den Erfolg zu kopieren, ohne etwas Eigenes hinzuzufügen. Nach dem Erfolg von Twilight gab es etwa eine ganze Menge an ähnlichen Büchern, immer mit einem übernatürlichen Liebesdreieck. Sicher waren nicht alle davon schlecht, aber ein großer Teil folgte einfach nur dem Schema „Twilight“. Wenn ein Trope zum Klischee wird, dann aufgrund von Einfallslosigkeit.
Was ist Trope-Talk?
Trope-Talk ist ein Format, in dem man über solche Tropes redet und sie diskutiert. Wie gesagt sehe ich das Format hier vor allem als kleines Lexikon, damit Leser meines Blogs bei Bedarf eine kleine Übersicht bekommen können. Aus diesem Grund gehe ich auch eher etwas entspannt damit um, was ich im Trope-Talk diskutiere. Alle Begriffe der Buchwelt, die in meinen Rezensionen öfter auftauchen und die meiner Meinung nach Erklärung bedürfen, werden irgendwann hier erläutert.
Ihr habt noch Fragen? Stellt sie mir gerne entweder hier als Kommentar oder auf den sozialen Medien!
Weiterführende Informationen:
“Tropes VS. Clichés: What is the difference?” von Daniel Greene (Youtube)
“What Is A Trope And Is It Bad?” von Merphy Napier (Youtube)
“Trope Talk: Anfänge!” von Overly Sarcastic Productions (Youtube)


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