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Briefroman Dystopie Romance Sci-Fi

Verlorene der Zeiten

Rezension zu „Verlorene der Zeiten“ von Amal El-Mohtar und Max Gladstone

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Verlorene der Zeiten
Originaltitel: This Is How You Lose The Time War
Autoren: Amal El-Mohtar und Max Gladstone
Übersetzung: Simon Weinert
Verlag: Piper
Seiten: 192
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 14,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Zwei Feindinnen in einer Zeit des Krieges.
Verbotene Nachrichten, heimlich ausgetauscht auf den verlassenen Schlachtfeldern.
Und eine ganz große Liebe, die Raum und Zeit überwindet.

Amal El-Mohtar und Max Gladstone verbinden in diesem Kurzroman in wunderbar poetischer Sprache eine weltumspannende Zeitreisegeschichte mit einem Liebesroman in Briefform.

Meine Bewertung:

„Verlorene der Zeiten“ wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag über NetGalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Rot und Blau sind Agentinnen, welche in einem Krieg, der alle Zeitalter umspannt, auf gegensätzlichen Seiten stehen. Die beiden sind fasziniert voneinander, da sie endlich jemanden gefunden haben, der ihnen das Wasser reichen kann. Nach einer vorsichtigen Kontaktaufnahme tauschen die beiden immer mehr Briefe aus und beginnen, Gefühle füreinander zu entwickeln.

Es gibt sie, diese Bücher, bei denen ein Aspekt so besonders, so großartig ist, dass ich am liebsten sofort 5 Sterne vergeben würde, aber dann gibt es einen anderen Aspekt, der leider alles für mich kaputt macht. Dieses Buch gehört leider dazu.

Auf der einen Seite ist die Sprache einfach wunderschön, voller Bilder und Metaphern und unterstreicht perfekt die unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Agentinnen. Auch wenn ich es manchmal ein wenig zu überladen fand, kann ich nur sagen, dass die beiden Autoren und der Übersetzer Meister ihrer Fächer sind. Ich möchte das Buch gerne noch einmal auf Englisch lesen, um die poetische Sprache auch im Original zu erleben.

Leider konnte die Geschichte ab einem gewissen Punkt nicht mehr mit der Schönheit der Sprache mithalten. Zu Beginn war es interessant zu sehen, wie die beiden Agentinnen sich auf Einsätzen umkreisten, wie sie Aufträge ausführten, sich gegenseitig sabotierten oder es nicht schafften und dabei Kontakt miteinander aufnahmen. Leider wurde dies auf Dauer repetitiv. Jedes Kapitel setzt sich zusammen aus einem Abschnitt, in dem die entsprechende Agentin in einer Zeitperiode agiert und einem Brief den sie dort von der anderen findet und liest. Leider erfährt man nur sehr wenig über den Zeitkrieg und die Methoden der beiden Seiten, wodurch sich dies alles irgendwann eher nach Kulisse als nach Handlung anfühlte.

Auch die Gefühle der beiden zueinander konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Diese entwickelten sich scheinbar aus dem Nichts und plötzlich wurde das bedrohliche Umkreisen zu einem romantischen Austausch. Und auch wenn ich einige der Briefe genial geschrieben fand, so war ich doch einfach nicht überzeugt.

Ein Punkt, der mich leider auch eher störte, waren einige Logiklücken gegen Ende. Wobei ich nicht mal sicher bin, ob das, was dort geschehen ist wirklich unlogisch war, da man einfach zu wenig Hintergrundwissen erhält, um dies wirklich beurteilen zu können.

Fazit:

Der Schreibstil dieses Buches ist ein Meisterwerk und die Idee hatte eine Menge Potential, leider konnte mich die Geschichte einfach nicht überzeugen. Wer dieses Buch jedoch mit der Erwartung, eher Poesie, getarnt als Roman, zu lesen, der wird hier ein grandioses Werk vorfinden.

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