Cover "Der Hof der Finsternis": Vor grauem Hintergrund ist eine goldene Maske zu sehen, die von Strahlen umgeben ist.
Dark Fantasy Fantasy Historisch

Vampyria – Der Hof der Finsternis

Rezension zu „Vampyria – Der Hof der Finsternis“ von Victor Dixen

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Vampyria – Der Hof der Finsternis
Originaltitel: Vampyria – Livre 1: La Cour de Tènébres
Reihe: Die Vampyria-Saga Band 1 von 3
Autor: Victor Dixen
Übersetzung: Bernd Stratthaus
Verlag: Blanvalet
Seiten: 528
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Klappenbroschur; 12,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Jeanne Froidelac wird sterben. Denn sie befindet sich gegen ihren Willen in der Kutsche eines in sie verliebten adeligen Vampirs auf dem Weg nach Versailles. Am Hof der Finsternis herrscht nämlich seit 300 Jahren Ludwig der Unwandelbare als König der Vampire. Während die Adeligen nichts mehr begehren, als durch die Gunst des einstigen Sonnenkönigs unsterblich zu werden, müssen einfache Menschen wie Jeanne ihr Blut als Steuer abgeben. Doch zum Glück wird sie für eine Adelige gehalten, die nach ihrer Ausbildung in eine Vampirin verwandelt werden soll, falls sie die gefährlichen Prüfungen besteht. Doch Jeanne hat andere Pläne: Sie wird dem König nicht dienen, sondern ihn stürzen! Denn sie kennt nur ein Ziel: Rache.

Klappentext "Der Hof der Finsternis"
Meine Meinung:

„Vampyria – Der Hof der Finsternis“ wurde mir freundlicherweise von Blanvalet als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Als Jeannes gesamte Familie ausgelöscht wird, kommt es zu einer Verwechslung. Sie wird für die letzte Überlebende einer adligen Familie gehalten und kommt so an den Hof Versailles. Dort soll sie als Mündel des Vampirkönigs Ludwig dem Unwandelbaren eine Ausbildung erhalten, um danach in die Gesellschaft der Vampire eingeführt zu werden. Schnell macht sie sich dort auch einen Namen, doch tatsächlich will sie nur Rache üben an jenen, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind.

Farbschnitt zu Vampyria: Blutrot steht auf dem Buchschnitt "Vampyria", rund herum Blutflecken

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir extrem schwer. Zum einen mochte ich den Schreibstil von Anfang an nicht. Es war ein komischer Wechsel zwischen Modern und altertümlich anmutend, der mir einfach nicht gefiel. Hier muss ich allerdings auch sagen, dass ich nicht beurteilen kann, wie sehr die Übersetzung den Schreibstil des Originals reflektiert.

Viel mehr störte mich jedoch der große Infodump zu Beginn des Buches. Die ersten etwa 50 Seiten waren überfüllt mit Informationen, die zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht benötigt wurden und die die Spannung doch sehr verringerten. Teilweise gab es sehr spannende Szenen, welche alle paar Sätze unterbrochen wurden, um eine halbe Seite Informationen zu geben, die zumindest mich in diesem Moment absolut nicht interessiert haben.

Ordnung der Sterblichen

Nach diesem ersten Abschnitt des Buches legte sich dieses Problem aber und das Buch gewann dadurch einiges an Tempo. Die Geschichte ist wirklich blutrünstig und größtenteils spannend. Mir hat es vor allem gefallen, hier mehrere graue Charaktere vorzufinden, die überzeugend geschrieben waren. Besonders Jeanne fand ich in dieser Hinsicht sehr gelungen. Ihre Handlungen sind stark davon motiviert, dass sie Rache will, gleichzeitig will sie aber überleben bis sie diese bekommt. Alles andere ist sie bereit, dafür zu opfern. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass sie ein paar mehr Schwächen gehabt hätte. Sie kommt an eine Schule, an der ihre Klassenkameradinnen bereits seit einigen Jahren sind und ist in allem entweder sofort besser als diese, oder sie schafft es innerhalb von wenigen Monaten zumindest mitzuhalten. Die Steine, die in dieser Hinsicht in ihrem Weg lagen, wurden meiner Meinung nach einfach zu leicht aus dem Weg geräumt.

Auch wenn der Infodump vom Anfang später kein Problem mehr war, mochte ich die Art, wie der Autor Informationen gab leider bis zum Ende nicht. Immer wieder mussten Charaktere eine Art Wikipedia-Beitrag aufsagen, was sich doch sehr künstlich anfühlte. Zudem gaben Charaktere oft Informationen wieder, welche in ihrer Welt überflüssig wären, da alle Beteiligten diese bereits wussten. Hier merkte man doch, dass der Autor unbedingt wollte, dass Lesende etwas erfuhren. Mich hat dies stark aus dem Lesefluss gerissen.

Besonders gefallen hat mir dann aber das Ende und trotz aller Kritik bin ich sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird.

Weltkarte von Vampyria: Zu sehen ist Europa zur Zeit des Sonnenkönigs. Die meisten Länder sind Mitgliedstaaten des Vampirreiches Magna Vampyria.
Fazit:

„Vampyria – Der Hof der Finsternis“ ist eine temporeiche, blutrünstige Geschichte, mit spannenden Charakteren und einem vielversprechenden Ende. Für den nächsten Teil wünsche ich mir allerdings weniger Infodump und eine bessere Art, Lesenden allgemein Infos zu geben.

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1 Kommentar

  1. […] der ersten Juliwoche habe ich bereits ein paar Bücher beendet! Zuerst war dabei „Vampyria – Der Hof der Finsternis“ dran. Dies ist der erste Band einer französischen Trilogie rund um Vampire. Der Sonnenkönig, […]

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