Rezension zu „Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger“ von Fredrik Backman
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger
Originaltitel: Och varje morgon blir vägen hem längre och längre
Autor: Fredrik Backman
Übersetzung: Stefanie Werner
Verlag: Goldmann
Seiten: 82
Kauflink: Amazon
Preis: 12,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Noah hatte schon immer eine besondere Beziehung zu seinem Opa. Er liebt ihn innig, hat viel von ihm gelernt, viel Zeit mit ihm verbracht. Auch heute sitzen sie nebeneinander auf einer Bank. Doch die steht an einem seltsamen Ort, umgeben von all den Dingen, mit denen Noah groß geworden ist – seinem Stofftierdrachen, Opas Schreibtisch, Omas Hyazinthen. Dort bekommen sie Besuch von den Menschen, die einen ganz besonderen Platz in Opas und Noahs Herzen haben. Zusammen reden sie. Sie lachen. Sie schweigen. Und jeden Tag verschwindet ein Stück ihrer gemeinsamen Welt im Vergessen. Nur die Liebe wird größer …

Meine Meinung:
Noah und sein Opa sitzen auf einer Bank, umgeben von Dingen, die eine Bedeutung hatten und haben. Mehr und mehr verschwinden diese Gegenstände. Opa ist verwirrt und hat Angst. Sie bekommen Besuch von anderen Menschen, die in Opas Herz einen Platz haben und gemeinsam versuchen sie diese neue Wirklichkeit zu verstehen.
Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben fällt mir sehr schwer. Dies ist ein besonderes Buch, es handelt von Demenz und davon, diese zu verstehen. Zeitweise liest es sich wie ein Kinderbuch, dann doch wieder sehr erwachsen. Manchmal schien es magische Elemente zu geben, doch diese hatten eher symbolischen Charakter. Dies ist ein besonderes Buch, das nicht immer einfach ist.
Die Geschichte behandelt vor allem, wie sich Angehörige von an Demenz erkrankten Personen fühlen und wie man damit umgehen könnte. Welche Schwierigkeiten dies mit sich bringt und auch, wie sich Beziehungen verändern können. Dies wird insbesondere durch den Sohn in der Geschichte verdeutlicht. Dieser hatte, im Gegensatz zu seinem eigenen Sohn Noah, nicht immer die beste Beziehung zu seinem Vater und dies macht es für ihn nicht leichter, mit dem Vergessen seines Vaters umzugehen. Auf der anderen Seite steht Noah, der seinen Großvater auf kindliche Art liebt, egal was geschieht, der aber dennoch nicht versteht, wieso sich dieser verändert.
Ein wenig enttäuschend fand ich dagegen, dass die Darstellung des Verlaufs der Demenzerkrankung nicht wirklich realistisch war. Insbesondere die letzte Phase wurde hier, meiner Meinung nach, fast ein wenig romantisiert, um zumindest ein bittersüßes Ende zu haben. Ich kann verstehen, weshalb der Autor sich dafür entschieden hat, allerdings wurde dabei, meiner Meinung nach, eine Chance vertan.
Dennoch glaube ich, dass dieses Buch Angehörigen helfen und auch für Menschen, die keine Erfahrungen mit Demenz gemacht haben, interessant sein kann.

Fazit:
„Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger“ ist ein besonderes kleines Buch, welches sich damit auseinandersetzt, wie es Angehörigen von an Demenz erkrankten Personen geht, wie man diese Krankheit greifen und mit der Situation umgehen kann.


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