Erklärung:
„Show don’t tell“ lautet ein bekannter Ratschlag für Autor*innen. Doch was steckt dahinter und ist dieser Ausspruch immer wahr?
Sagen und Zeigen beziehen sich auf zwei verschiedene Arten eine Situation zu beschreiben. Gesagt wird etwas geradeheraus, indem meist schlicht die Fakten wiedergegeben werden. Ein Beispiel dafür wäre der Satz „Ihr war kalt.“
Wird dagegen etwas gezeigt, so wird mit Bildern gespielt, um das Kopfkino der Lesenden anzuregen. Statt dem eben genannten Satz könnte stattdessen geschrieben werden „Sie klapperte mit den Zähnen, während sie den Raureif an ihrem Fenster betrachtete.“
Auch wenn dieses Beispiel sicher nicht das beste ist, so zeigt es doch, dass Zeigen besser dazu geeignet ist, Lesende in die Geschichte zu ziehen. Zeigen kann oft auch durch Dialoge erreicht werden.
Was ist besser?
Generell wird dazu geraten, mehr zu zeigen und weniger zu sagen. Das heißt jedoch nicht, dass Sagen generell nicht genutzt werden sollte. Es gibt spezifische Situationen, in denen der Ratschlag eher kontraproduktiv ist.
Generell ist Zeigen besonders gut dafür geeignet, Charaktere und Worldbuilding darzustellen. Besonders bei Charakteren ist es selten gut, ihnen direkt Charaktereigenschaften zuzuschreiben. Wird gesagt, dass Charakter X besonders freundlich ist, aber die meisten oder keine seiner Handlungen sind wirklich freundlich, dann gibt es dort einen merklichen Widerspruch. Wird dagegen konsequent in Szenen gezeigt, wie X freundlich ist, dann muss ihm diese Eigenschaft gar nicht explizit zugeschrieben werden, die Lesenden werden sie von selbst erkennen.
Szenen werden im Allgemeinen lebendiger, wenn mehr gezeigt als gesagt wird. Besonders Emotionen fühlen sich für Lesende dadurch greifbarer an und sollten soweit möglich immer so dargestellt werden. Dies liegt auch daran, dass die reine Aussage, dass ein Charakter eine Emotion fühlt, nur ein abstraktes Konzept beschreibt, während eine Umschreibung, etwa durch körperliche Reaktionen, das ganze verdeutlicht.
Dagegen sind Zusammenfassungen von Handlungen, oder Erklärungen von Sachverhalten oft besser verständlich, wenn weniger gezeigt wird. Hier kann es sinnvoller sein, nicht zu viel auszuschmücken, um die entsprechenden Informationen klarer zu kommunizieren.
Ein Problem von Zeigen kann ebenfalls sein, dass Szenen sich langsamer, oder sogar aufgebläht anfühlen können. Oftmals ist daher eine Kombination der beiden Erzählarten sinnvoll.
Grundsätzlich ist dennoch einer meiner häufigsten Kritikpunkte in Büchern, dass zu wenig gezeigt und zu viel gesagt wird. Für Lesende kann dies einfach schnell eintönig wirken und auch zu Widersprüchen in der Wahrnehmung führen.


[…] Persönlichkeit aufkamen, war dies für mich einfach nicht nachvollziehbar. Hier wurde vom Autor viel gesagt aber kaum etwas gezeigt, wodurch ich keinen guten Einblick in Eves Innenleben bekommen […]
[…] Grundsätzlich hat mich dies zwar manchmal etwas schmunzeln lassen und wenig gestört, allerdings hätte ich mir mehr gewünscht, dass die Autorin mehr Dinge gezeigt hätte, statt sie nur zu erzählen. […]
[…] hatte zu Beginn ein Problem damit, die Charaktere zu verstehen. Viele Emotionen, die zu ihren Handlungen führen werden nicht wirklich gezeigt, was oft dazu geführt hat, dass ich nicht ganz verstanden habe, wieso die Charaktere so handeln, […]
[…] fiel mir von Anfang an eher negativ auf, dass viele Gefühle im Buch eher erzählt werden, aber wenig gezeigt. Immer wieder reden Ri oder Darius darüber wie sie sich fühlen, aber so wirklich sehen konnte ich […]
[…] und zu hatte ich das Gefühl, dass für meinen Geschmack etwas zu viel über die Welt erzählt wurde, was vielleicht besser hätte gezeigt werden können. Andererseits muss man dazu sagen, dass es in den betroffenen Szenen um Dinge geht, die den meisten […]
[…] des Buches auf mich teilweise einen gehetzten Eindruck gemacht hat. In diesem Zusammenhang wurde viel Handlung und innere Veränderungen der Charaktere einfach nur erzählt und nicht gezeigt, wodurch oft kein wirkliches Gefühl beim Lesen […]
[…] Zeitpunkt hat mir das Buch noch insgesamt gefallen, auch wenn es einige Schwächen gab, etwa, dass erzählt wurde, dass die Königin subtil darin sei, ihre Macht auszuweiten, während gezeigt wird, …. Leider beginnt, nach der Rettung, der sehr langatmige Mittelteil des Buches. Die Charaktere, von […]
[…] hätte mir etwas gewünscht, dass Informationen eher in der Geschichte gezeigt worden wären und weniger einfach nur erzählt, allerdings denke ich, dass dies auch ein wenig zum Schreibstil und seinem Reiz gehört. Positiv […]
[…] was ich, von der Darstellung her, unglaublich gut gelöst fand. Leider werden abgesehen davon die meisten Informationen über die Welt nebenbei erzählt und eben nicht gezeigt. Und wir bekommen wirklich sehr viele Informationen über die Welt, darunter auch viele für die […]
[…] Szene wichtig und auch nur insofern, dass es ausgereicht hätte, zu wissen, dass sie existieren. Insgesamt wird vieles einfach erzählt und nicht durch die Handlung gezeigt, was schnell langweilig werden […]
[…] Fall von Naomi ist das sehr schade, da sie immer wieder als besonders intelligent beschrieben wird, dies aber fast nie zeigen kann. Dazu kommen einzelne sexistische Kommentare, wie etwa, als Naomi wütend ist und Holden nur denkt, […]
[…] in Bezug auf die Jägerin fand ich teilweise nicht nachvollziehbar. Vieles wurde hier leider nur gesagt und nicht genug gezeigt, wodurch es oft wirkte, als ob Yashas Sorgen nicht darauf basierten, was wirklich geschah. Zudem […]
[…] werden lange Zeitabschnitte einfach zusammengefasst und an vielen Stellen wurde mir hier zu viel gesagt und nicht genug gezeigt. So etwas sorgt bei mir oft dafür, dass ich die Verbindung zu den Charakteren verliere und doch […]
[…] Geschichte wird dadurch leider insgesamt eher rückblickend erzählt und nur wenige Szenen werden explizit gezeigt und beschrieben. Dies war meiner Meinung nach die einzige Schwäche des Buches und wäre es länger gewesen, hätte […]
[…] sie mich einfach nicht völlig abholen. Das lag insbesondere daran, dass für meinen Geschmack zu viel gesagt und zu wenig gezeigt wurde, wodurch ich nie eine wirkliche Verbindung zu den Charakteren entwickeln konnte. Dazu kam, […]