Rezension zu „Tiamats Zorn“ von James Corey
Dies ist der achte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler für die vorherigen Teile.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Leviathan erwacht“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Tiamats Zorn
Originaltitel: Tiamat’s Wrath
Reihe: The Expanse Band 8 von 9
Autor: James S.A. Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 608
Kauflink: Amazon
Preis: 12,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Das Tor in die Zukunft der Menschheit wurde aufgestoßen. Weit über tausend Welten sind auf einen Schlag erreichbar geworden. Auf einer von ihnen hat ein Mann namens Duarte ein Regime errichtet, mit dem er nun den Rest der Galaxis unterwerfen will. Nichts scheint ihn aufhalten zu können – selbst das Sonnensystem hat er bereits unter Kontrolle. Doch seine Tochter hat Geheimnisse, von denen Duarte nichts weiß, während die Crew der Rosinante einen gefährlichen Untergrundkampf gegen Duartes Imperium beginnt …

Meine Meinung:
Der Kampf um die Freiheit des Sonnensystems und aller anderen kolonisierten Welten ist verloren. Laconia und damit Duarte hat die Macht über die gesamte bekannte Galaxie übernommen. Doch das reicht ihm nicht und die Wissenschaftlerin Elvie ahnt, dass etwas bei ihrer Mission nicht mit rechten Dingen zugeht. Gleichzeitig führt die Crew der Rosinante einen gefährlichen Untergrundkampf gegen das Imperium, bei dem sie getrennte Wege gehen müssen.
„Tiamats Zorn“ hat sich insbesondere dadurch von den restlichen Bänden der Reihe abgehoben, dass James Holden kaum Teil der Geschichte war. Nachdem er im letzten Teil gefangen genommen wurde, lebt er nun auf Laconia. Dort trifft ihn zwar Teresa, die Tochter des Herrschers Duarte, doch wir erleben ihn fast nur durch die Augen anderer. Seine eigene Sichtweise ist in diesem Buch kaum vorhanden.
Auch ungewohnt war, dass die Crew der Rosinante eigene Wege gehen musste. Statt sich der Bedrohung gemeinsam zu stellen, müssen sie alle ihren eigenen Kampf führen. Zum Teil weil es so sicherer ist, zum Teil aber auch, weil sie sich uneinig sind, wohin der beste Weg führt. Insbesondere Naomi und Bobbie haben hier sehr unterschiedliche Meinungen.
Diese ungewohnte Situation erlaubt es aber auch, eine ganz neue Geschichte zu erzählen und das ist hier definitiv gelungen. „Tiamats Zorn“ ist für mich einer der besten Einträge in dieser Reihe. Die Action ist hier wirklich spannend und mehrere Charaktere machen überzeugende Entwicklungen durch. Und nebenbei gibt es wieder einige interessante, philosophische Überlegungen, durch die Lesende die moralischen Werte der Gegenseite besser verstehen können. Auch wenn ich mit diesen überhaupt nicht übereinstimmen konnte, wurde mir dadurch stärker bewusst, dass es sich hier ebenfalls um Menschen handelt.
Fazit:
„Tiamats Zorn“ ist ein weiterer starker Eintrag der The Expanse-Reihe. Neben Action und guten Charakteren gibt es auch interessante philosophische Überlegungen. Es lohnt sich, dieser Reihe eine Chance zu geben!


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