Rezension zu „The Wide Starlight“ von Nicole Lesperance
“The Wide Starlight” ist derzeit nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Sollte sich dies ändern werde ich die Rezension entsprechend anpassen.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Wide Starlight
Autorin: Nicole Lesperance
Verlag: Razorbill
Seiten: 310
Kauflink: Amazon
Preis: 18,60€ Gebunden; 4,25 € Taschenbuch; 7,97 € (D) E-Book
Klappentext:
Never whistle at the Northern Lights, the legend goes, or they’ll sweep down from the sky and carry you away.
Sixteen-year-old Eline Davis knows it’s true. She was there ten years ago, on a frozen fjord in Svalbard, Norway, the night her mother whistled at the lights and then vanished.
Now, Eli lives an ordinary life with her dad on Cape Cod. But when the Northern Lights are visible over the Cape for just one night, she can’t resist the possibility of seeing her mother again. So she whistles–and it works. Her mother appears, with snowy hair, frosty fingertips and a hazy story of where she’s been all these years. And she doesn’t return alone.

Meine Meinung:
Vor zehn Jahren haben die Nordlichter Elis Mutter mit sich genommen. Ihr Vater und sie sind von Norwegen nach Amerika gezogen. Als Eli nun eine rätselhafte Nachricht erhält und die Nordlichter in Cape Cod auftauchen, ruft Eli sie zu sich zurück – und es funktioniert. Doch ihre Mutter hat sich verändert und sie ist nicht die Einzige, die zurückkehrt.
„The Wide Starlight“ ist ein unglaublich atmosphärisches Buch. Die bildhafte Erzählung hat die Welt vor meinen Augen erscheinen lassen: Nordlichter, Narwale, schneebedeckte Landschaften und so viel mehr. Ich habe es geliebt, in diese Welt einzutauchen. Der Schreibstil der Autorin war meiner Meinung nach die größte Stärke dieses Buches!
Dies ist generell ein zeitgenössisches Buch, welches eine Geschichte rund um Trauer und Verlust erzählt, jedoch sind magische Elemente mit eingewoben. Diese kommen vor allem aus norwegischen Märchen, welche zu Beginn immer abwechselnd mit der eigentlichen Geschichte erzählt werden. Diese Elemente hat die Autorin immer stärker mit der Geschichte verflochten und das Ergebnis war unglaublich schön. Ich persönlich hätte es vermutlich besser gefunden, wenn die magischen Elemente auch rein symbolisch hätten funktionieren können, aber auch so hat mir die Geschichte sehr gut gefallen!
Elis Charakterentwicklung mochte ich sehr. Sie sieht sich selbst als eine schwächere Version von der Eline, die sie war, als sie in Norwegen gelebt hat. Eli hat Angst davor, im Stich gelassen zu werden und kommt dadurch teilweise sehr selbstbezogen rüber. Gerade was den Handlungsstrang mit ihrer besten Freundin angeht, hätte ich mir hier auch ein Ende gewünscht, das zeigt, dass sie sich entwickelt hat. Da der Fokus der Geschichte jedoch so stark auf den familiären Beziehungen lag, fand ich dies nicht wirklich störend.
Was mir sehr gefallen hat war, wie gezeigt wurde, dass Traumata oft über Generationen in der Familie weitergegeben werden. Jede der Frauen in Elis Familie hatte ihr eigenes Päckchen zu tragen und hat dieses, ohne es zu wollen, an die nächste Generation weitergegeben. Die Darstellung hiervon war wirklich sehr gelungen!
Fazit:
„The Wide Starlight“ ist ein atmosphärischer Roman, welcher sich mit Trauer, Verlust und Trauma beschäftigt. Die Mischung aus zeitgenössischer Geschichte und Magie aus norwegischen Märchen ist mehr als gelungen.


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