Rezension zu „The Mirror of Beasts“ von Alexandra Bracken
Dies ist der zweite Band einer Dilogie. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Silver in the Bone“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Mirror of Beasts
Originaltitel: The Mirror of Beasts
Reihe: Die Hollower-Saga
Autorin: Alexandra Bracken
Übersetzung: Sabine Schilasky
Verlag: Arena
Seiten: 616
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Zurück in der Menschenwelt, müssen Tamsin und ihre Freundinnen sich dem stellen, was sie über alle Anderswelten gebracht haben: Lord Death ist seinem Gefängnis entkommen und die Zerstörung Avalons war erst der Anfang. Doch er möchte mehr als nur Rache? die Wilde Jagd sucht etwas für ihn und hinterlässt überall eine blutige Schneise der Zerstörung. Um Lord Death aufzuhalten, müssen Tamsin und ihre Freundinnen den legendären Spiegel der Bestien finden. Dabei ist ihr Zusammenhalt wichtiger denn je. Und sie brauchen ausgerechnet die Hilfe des Jungen, der Tamsins Vertrauen missbraucht und ihr Herz gebrochen hat …
Meine Meinung:
Nachdem Lord Death aus seinem Gefängnis entkommen ist und Tamsin und die anderen zurück in der Menschenwelt gekehrt sind, ist das Chaos groß. Avalon ist plötzlich in der modernen Zeit aufgetaucht und die wilde Jagd tötet Menschen. Tamsin, ihre Freundinnen und die Priesterinnen Avalons versuchen alles, um Lord Death aufzuhalten und müssen dafür jede Spur verfolgen, die ihnen dies ermöglichen könnte. Auch wenn es bedeutet, wieder mit demjenigen zusammenzuarbeiten, der sie alle verraten hat.
Erst einmal ging dieser zweite Band in so vielen Hinsichten in eine ganz andere Richtung als der erste. Während „Silver in the Bone“ zu großen Teilen auf der magischen Insel Avalon spielte und dort auch größtenteils in einer einzigen Burg, wodurch ein großer Fokus auf den Charakteren und ihren Interaktionen lag, verschob „The Mirror of Beasts“ die Handlung wieder in die moderne Welt. Hier mussten die Charaktere verschiedenen Hinweisen hinterherjagen und ein Geheimnis lösen. Dadurch ging auch der Fokus auf die Charaktere etwas verloren. Ich persönlich fand es nicht schlimm, dass der zweite Band ein ganz anderes Gefühl vermittelte als der erste, aber ich könnte mir vorstellen, dass dies für einige Lesende abschreckend sein könnte.
Einzig den verlorenen Fokus auf die Charaktere fand ich leider gar nicht gut. Während ich es in Band 1 geliebt habe, den Charakteren zuzusehen, wie sie sich entwickeln und wie sich ihre Beziehungen zueinander entwickelten, fühlten sich diese hier teils an wie leere Hüllen. Nur die Protagonisten waren noch wirklich relevant. Alle anderen verhielten sich oft wie Roboter, die versuchten, die Charaktere nachzuahmen. Da die meisten Nebencharaktere sowieso sehr wenig vorkamen, war dies für das gesamte Buch nicht so schlimm, wie es vielleicht jetzt klingt – aber ich fand es gerade unter dem Aspekt schade, dass diese Charaktere im ersten Band so wichtig waren.
Auf der anderen Seite waren Tamsin und Emrys wieder großartige Charaktere, mit verschiedenen Seiten an sich. Gerade nach Emrys Taten im ersten Band war ich sicher, dass ich keine Sympathie für ihn haben würde. Dennoch fand ich die Auflösung in dieser Hinsicht extrem gelungen.
Insgesamt war dieser Band sehr actionreich und es ging von einer spannenden Szene direkt zur nächsten. Das hat einerseits dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Andererseits wurde es mir teilweise aber auch einfach etwas zu viel und ich hätte mir mehr Raum für die Charaktere gewünscht. Insgesamt hatte ich gerade durch die viele Spannung aber doch eine sehr unterhaltsame Zeit beim Lesen. Insbesondere das Finale hat mich auch sehr mitgerissen – so beendet man eine Reihe auf epische Weise!
Fazit:
Trotz einiger Schwächen schafft es „The Mirror of Beasts“ die Dilogie würdig abzuschließen. Das Buch geht in eine ganz andere Richtung als der erste Band, schafft es aber dennoch durch viel Action einen mitzureißen. Bloß für die Nebencharaktere hätte ich mir wieder einiges mehr an Raum gewünscht.

