Rezension zu „The Hurricane Wars“ von Thea Guanzon
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Hurricane Wars
Originaltitel: The Hurricane Wars
Reihe: The Hurricane Wars; Band 1
Autorin: Thea Guanzon
Übersetzung: Sabrina Železný
Verlag: Lyx
Seiten: 567
Kauflink: Amazon
Preis: 24,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine Exklusivausgabe aus der Fairyloot Adult Box. Sie ist in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich.
Klappentext:
Talasyn ist ein Findelkind und kannte bisher nur den alles verzehrenden Krieg gegen das Nachtimperium. Als einzige noch lebende Lichtweberin kämpft sie mit ihrer Magie an vorderster Front. Eines Tages kreuzt sich ihre Klinge mit der von Alaric, dem Kronprinzen des Nachtimperiums. Obwohl sie erbitterte Feinde sind, springt ein Funke zwischen ihnen über und beide schrecken vor dem letzten tödlichen Schlag zurück. Bald wird klar, dass Talasyns Schicksal mit dem von Alaric verwoben ist. Nur, wenn sie ihre magischen Kräfte vereinen, können sie eine nie da gewesene Bedrohung abwenden. Doch wie kann sie sich mit dem Mann verbünden, der ihr so viel Leid gebracht hat – ganz gleich, welche unerwarteten Gefühle er auch in ihr auslöst?

Meine Meinung:
Talasyn kämpft für ihr Land in dem schrecklichen Krieg gegen das Nachtimperium an vorderster Front. Als letzte Lichtweberin könnte sie eine Geheimwaffe sein, doch es gibt niemanden, der ihr den Umgang mit ihren Kräften beibringen könnte. Als sie sich in einem Duell mit Alaric, dem Kronprinzen des feindlichen Landes, wiederfindet, scheint ein Funke überzuspringen und ihre Gedanken wandern immer wieder zu ihm. Durch eine Fügung des Schicksals finden die beiden heraus, dass nur sie eine schreckliche Bedrohung für die gesamte Welt abwenden können. Doch dafür müssen sie zusammenarbeiten.
Mein erster Eindruck von dem Buch war leider kein positiver. Ich habe die englische Version gelesen und zu Beginn habe ich den Schreibstil als sehr sperrig empfunden. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte unbedingt besonders poetisch klingen, ohne die nötigen Fähigkeiten dafür mitzubringen und so musste ich Sätze manchmal mehrfach lesen, weil diese so seltsam geschachtelt waren. Im späteren Verlauf fiel es mir leichter, das Buch zu lesen. Rückblickend kann ich jedoch nicht sagen, ob ich mich an den Stil gewöhnt habe, oder ob sich dieser verbesserte. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass die deutsche Übersetzung dieses Problem nicht haben wird.
Die Geschichte ist entstanden als Star Wars Fanfiction und wenn man dies weiß, sieht man auch deutlich diese Ursprünge. Insbesondere in Alaric kann man sehr deutlich den Charakter Kylo Ren erkennen. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Übersetzung in eine Fantasywelt sehr gut gefallen hat. Die Welt war hier insbesondere sehr interessant. Ich hätte mir gewünscht, dass einige Konzepte klarer erklärt worden wären, aber auch so gefiel mir dieser Aspekt insgesamt am besten. Insbesondere die südostasiatischen Einflüsse haben mir sehr gefallen und ich hätte mir fast gewünscht, dass diese noch deutlicher hervorgehoben worden wären.

Für mich gab es insgesamt vor allem zwei große Kritikpunkte an der Geschichte selbst. Zum einen merkte man teils doch sehr stark, dass dies eine Fanfiction ist, in welcher es in erster Linie darum geht, dass die beiden entsprechenden Charaktere zusammenkommen. Gerade zu Beginn kommen Gefühle hier aus dem Nichts und es wird von Lesenden erwartet, dass sie die Lücken dazu selbst füllen. Dies ist aber auch ein Problem, welches ich oft genug mit dem Genre der Romantasy an sich habe. Ich kann mir vorstellen, dass die eigentliche Zielgruppe des Buches diesen Aspekt demnach auch als nicht so störend empfinden könnte.
Was ich in Bezug auf die sich entwickelnde Beziehung dennoch sagen muss, ist, dass sich diese gerade in der zweiten Hälfte durchaus glaubhaft und interessant entwickelt. Es gibt hier Probleme, die durch bessere Kommunikation gelöst werden könnten und auch wenn mich dieser Trope normalerweise sehr stört, ist es hier glaubhaft und passend zur Entwicklung der beiden.
Mein zweites Problem war, dass nach nicht ganz einem Drittel des Buches aus dem Nichts eine völlig andere Geschichte erzählt wird. Es wirkte, als hätte die Autorin plötzlich eine völlig andere Idee gehabt. Der Wechsel der Settings war für mich viel zu plötzlich und gefiel mir nicht wirklich. Während der Klappentext eine Geschichte rund um zwei verfeindete Länder, welche sich im Krieg befunden verspricht, geht es die meiste Zeit über eigentlich nicht so richtig darum.

Fazit:
„The Hurricane Wars“ hat einige spannende Aspekte, insbesondere was das Worldbuilding betrifft. Insgesamt gefiel mir jedoch nicht, wie plötzlich sich hier Gefühle entwickelten und dass die Geschichte von einem Moment auf den anderen eine komplett andere Richtung einschlug, als erwartet.

