Rezension zu „The Extraordinaries – Neue Helden“ von TJ Klune
Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum vorherigen Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Extraordinaries – Neue Helden
Originaltitel: The Extraordinaries – Flash Fire
Reihe: The Extraordinaries; Band 2 von 3
Autor: TJ Klune
Übersetzung: Michael Pfingstl
Verlag: Heyne
Seiten: 514
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Mit Mut, Charme und Enthusiasmus hat Nick es geschafft: Er ist endlich mit seinem ersten Freund zusammen. Und zwar nicht mit irgendeinem Jungen, sondern mit einem waschechten Superhelden. Doch dann taucht eine Gruppe neuer Extraordinaries in Nova City auf – mit Kräften, von denen bisher noch nie jemand etwas gehört hat. Die Stadt droht ins Chaos zu stürzen, und Nick und seine Freunde müssen erst einmal herausfinden, wer bei alldem eigentlich gut und wer böse ist …

Meine Meinung:
„The Extraordinaries – Neue Helden“ wurde mir freundlicherweise vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Nick ist endlich mit dem Superhelden seiner Träume zusammen. Doch sie können ihr Glück nicht in Ruhe genießen, denn ein reicher Geschäftsmann macht Jagd auf sie. Mehrere neue Superhelden tauchen dabei in der Stadt auf und Nick und seine Freunde müssen die richtigen Verbündeten gewinnen, um gegen neue und alte Feinde bestehen zu können.
Mein Einstieg in dieses Buch war leider alles andere als positiv. Im ersten Moment habe ich es sogar regelrecht bereut, die Reihe weitergelesen zu haben. Da geht es erst einmal gute 30 Seiten lang darum, dass Nicks Vater ihn und seinen Freund mit Belehrungen über Sex in eine peinliche Situation bringt. Und diese Art von sexuellem Humor, die vor allem auf Fremdschämen basiert, zog sich leider durch das ganze Buch. Im ersten Teil hat mir ja gerade der Humor gefallen, aber hier habe ich diesen nur als flach und unangenehm empfunden.
Dennoch konnte mich das Buch nach einer Weile doch ein wenig für sich gewinnen. Die Geschichte ist ziemlich temporeich, es geht alles Schlag auf Schlag und so bin ich ziemlich schnell nur so durch die Seiten geflogen.
Dabei blieb trotzdem genug Zeit, für ein paar sehr schöne Szenen zwischen Nick und seinen Freunden. Mittlerweile habe ich die Truppe wirklich liebgewonnen und ich habe mich vor allem gefreut, dass einige Dynamiken, die ich im ersten Band als leicht toxisch empfunden habe, hier wegfielen. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass dies durch charakterliche Entwicklung geschehen wäre, war dies doch eine angenehme Veränderung. Mir gefiel auch, wie die Charaktere über ihre jeweilige Zukunft reflektierten. Dies verlieh ihnen noch einmal ein wenig Tiefe.
Im letzten Band hatte ich kritisiert, dass der Autor wohl einen blinden Fleck hatte, was Machtmissbrauch bei der Polizei anging. In diesem Buch hat er versucht, dies zu beheben, aber leider war die Umsetzung doch eher unbeholfen. In mehreren Kapiteln gab es plötzlich Belehrungen darüber, wie dieses Verhalten andere, insbesondere Schwarze Menschen, beeinflusst. Diese fügten sich aber nicht organisch in die Geschichte ein und trugen auch nichts zu dieser bei. Besser hätte ich es gefunden, wenn etwa Nick über die Geschichte hinweg lernt, seine eigene Sicht auf die Polizei zu reflektieren, stattdessen tut er dies zu Beginn des Buches bereits, auf eine Weise, die insbesondere für ihn als Charakter völlig unglaubwürdig wirkte.
Trotz meiner Kritik bin ich mittlerweile sehr interessiert daran, wie die Geschichte rund um Nick und seine Freunde enden wird. Da auch nur noch ein Band fehlt, werde ich diesen auf jeden Fall auch noch lesen!

Fazit:
Auch wenn „The Extraordinaries – Neue Helden” mit einer spannenden, temporeichen Geschichte und einer süßen Freundesgruppe punkten kann, blieb dieser Band doch weit hinter seinem Vorgänger zurück. Schuld daran war insbesondere der flache Humor.

