Cover "The Devil Makes Three" Illumicrate Version
Dark Academia Englisches Buch Horror

The Devil Makes Three

Rezension zu „The Devil Makes Three” von Tori Bovalino

“The Devil Makes Three” ist derzeit nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Sollte sich dies ändern werde ich die Rezension entsprechend anpassen.

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5
Cover The Devil Makes Three

Details:
Titel: The Devil Makes Three
Autorin: Tori Bovalino
Verlag: Titan Books
Seiten: 396
Kauflink: Amazon
Preis: 20,88 € Gebunden; 9,79 € Taschenbuch; 6,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine Exklusivausgabe aus der Illumicrate. Sie ist so nicht mehr im Handel erhältlich.

Klappentext:

When Tess and Eliot stumble upon an ancient book hidden in a secret tunnel beneath the school library, they accidentally release a devil from his book-bound prison, and he’ll stop at nothing to stay free. He‘ll manipulate all the ink in the library books to do his bidding, he‘ll murder in the stacks, and he‘ll bleed into every inch of Tess‘s life until his freedom is permanent. Forced to work together, Tess and Eliot have to find a way to re-trap the devil before he kills everyone they know and love, including, increasingly, each other. And compared to what the devil has in store for them, school stress suddenly doesn‘t seem so bad after all.

Klappentext The Devil Makes Three
Meine Meinung:

Tess Leben hat eine Kehrtwende gemacht, als ihr Vater die Familie Bankrott machte. Seitdem hat sie die Verantwortung für ihre kleine Schwester übernommen und ist gezwungen, ihre eigenen Träume auf Eis zu legen, um sie zu beschützen. Eliot dagegen hat eine reiche Familie, seine Mutter liegt jedoch im Sterben und sein Vater hält das Geld für ihre Pflege über seinen Kopf, um ihn in Amerika zu halten.
Als sich die beiden in der Schulbibliothek treffen, haben sie wenig Sympathie füreinander. Doch als sie versehentlich den Teufel befreien und dieser beginnt, Menschen zu töten, sind sie gezwungen, zusammenzuarbeiten.

„The Devil Makes Three“ wurde als YA Dark Academia-Roman vermarktet. Tatsächlich würde ich dieses Buch jedoch deutlich stärker im Horrorbereich sehen. Insbesondere der Gore-Anteil war hier ziemlich hoch. Es gab zu Beginn zwar eine Inhaltswarnung, diese bezog sich aber mehr auf die mentalen Dinge, die die Charaktere durchmachen müssen und weniger auf die sehr grafischen Gore Inhalte. Meiner Meinung nach hätte dies deutlich besser kommuniziert werden müssen.

Ich muss ehrlich sagen, dass die ersten 2/3 dieses Buches für mich absolut perfekt waren. Ich habe dieses Buch geliebt und war der Meinung, hier ein ganz klares Jahreshighlight gefunden zu haben. Insbesondere die Hauptcharaktere haben mich absolut begeistern können.

Rückseite The Devil Makes Three Illumicrate Version

Sowohl Tess als auch Eliot bringen ihre eigenen Probleme mit. Tess‘ Eltern konnten nicht mit Finanzen umgehen und haben so die Zukunft ihrer Kinder in massive Gefahr gebracht. Sie selbst gibt es auf, auf eine Musikschule zu gehen, um ihre Träume als Cellistin verfolgen zu können, damit ihre Schwester eine Chance hat, auf einer guten Schule aufgenommen zu werden. Neben zwei Jobs, Schulaufgaben und ihrer Schwester bleibt ihr nun wenig Zeit und vor allem Energie, ihr Instrument zu spielen.
Eliot dagegen sieht seit Jahren dabei zu, wie seine Mutter langsam stirbt und nichts was er tut, nicht einmal seine Magie, kann sie retten. Sein Vater bezahlt ihre teure Behandlung und die Pflege, zwingt Eliot dafür aber, seine Mutter in Großbritannien zurückzulassen und bei ihm in Amerika zu leben.
Beide Charaktere gehen sehr unterschiedlich mit ihren Problemen um und durchbrechen dabei auch subtil Genderstereotype, denn während Eliot eher weich und emotional ist, umgibt sich Tess mit einer undurchdringlichen Mauer. Mich hat dieser gesamte Aspekt absolut beeindruckt und mitgenommen und ich wollte die ganze Zeit, dass die beiden ein glückliches Ende haben würden.

Die Geschichte ist zunächst auch sehr interessant. Als die beiden versehentlich ein Wesen freilassen, das sehr lange in der Bibliothek gefangen war, müssen sie um ihr Leben fürchten. Es war spannend, dies zu lesen und ich habe mitgefiebert. Der unglaublich schöne Schreibstil hat hier auch einiges zu beigetragen.

Leider wurde dann im letzten Drittel gefühlt alles über Bord geworfen, was dieses Buch interessant gemacht hat. Statt den Problemen der Charaktere ging es plötzlich nur noch um Gore. Es gab etwa eine sehr grafische Beschreibung von einer verwesenden Leiche und ähnliches. Und darüber wurden alle weiteren Themen des Buches einfach komplett vergessen. Ich hatte das Gefühl, plötzlich ein komplett anderes Buch zu lesen!

Auch wenn das Ende wieder gut war und mich ein wenig versöhnen konnte, bin ich einfach ziemlich enttäuscht von dieser plötzlichen Änderung innerhalb der Geschichte. Generell würde ich das Buch dennoch empfehlen, aber nur Menschen, die derart grafische Beschreibungen in Ordnung finden. Auch wenn ich persönlich keine Probleme damit hatte, hat mich die falsche Vermarktung des Buches und die fehlende Kommunikation über die Inhaltswarnung doch ziemlich geärgert.

Illustration der Illumicrate Ausgabe von The Devil Makes Three
Fazit:

„The Devil Makes Three“ ist ein überzeugender Horror-Roman, mit tollen Charakteren und einer spannenden Geschichte. Leider gibt es im letzten Drittel eine starke tonale Änderung und eine Menge Gore, die so im Vorfeld nicht kommuniziert wurde.

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