Cover The Burial Plot
Englisches Buch Gothic Horror Historisch Horror

The Burial Plot

Rezension zu „The Burial Plot” von Elizabeth Macneal

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: The Burial Plot
Autorin: Elizabeth Macneal
Verlag: Picador
Seiten: 332
Kauflink: Amazon
Preis: 15,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book

Klappentext:

London, 1839. With the cemeteries full and money to be made in death, tricksters Crawford and Bonnie survive on wicked schemes and ill-gotten coin. But one blistering evening, their fortunes flip. A man lies in a pool of blood at Bonnie’s feet and now she needs to disappear.
Crawford secures her a position as lady’s maid in a grand house on the Thames. As Bonnie comes to understand the family – the eccentric Mr Moncrieff, obsessively drawing mausoleums for his dead wife, and their peculiar daughter Cissie, scribbling imaginary love letters to herself – she begins to question what secrets are lying behind the house’s paper-thin walls and whether her own presence here was planned from the beginning.
Because Crawford is watching, and perhaps he is plotting his greatest trick yet . . .

Klappentext The Burial Plot
Meine Meinung:

Bonnie und Crawford überleben durch Betrügereien in den Straßen Londons. Bonnie liebt Crawford über alles und würde alles für ihn tun – was dieser immer wieder ausnutzt. Als Bonnie eines Abends einen adligen Mann bestehlen möchte geht alles schief und sie bringt ihn versehentlich um. Um sie zu beschützen besorgt Crawford ihr den Platz als Bedienstete eines großen aber abseits gelegenen Hauses. Schnell findet sie hier einen Platz zwischen dem exzentrischen Mr. Moncrieff und der einsamen Tochter Cissie. Und durch ihren Vorschlag kann sich Mr. Moncrieff vorstellen, sein riesiges Anwesen in einen Friedhof zu verwandeln – immerhin lässt sich mehr Geld mit den Toten als mit den Lebenden verdienen. Doch als plötzlich Crawford auftaucht beginnt Bonnie zu ahnen, dass ihre Ankunft im Haus vielleicht nicht so ungeplant war, wie sie zuvor dachte.

Dieses Buch begann bereits unglaublich stark. Zu Beginn lernte man hier erst einmal Bonnie und ihren Geliebten Crawford kennen und dabei erlebte man ihre Dynamik. Da viele spätere Szenen darauf basierten und nur mit diesem Wissen Sinn ergaben fand ich diesen Einstieg hier sehr gelungen, auch wenn es etwas dauerte, bis Bonnie an dem Punkt angelangte, an welchem die eigentliche Handlung beginnen konnte. Ein wenig kritisieren muss ich hier dennoch, dass mir als Leserin sofort unangenehm auffiel, wie manipulativ Crawford war. Es fiel mir schwer, Bonnies uneingeschränkte Liebe und Gehorsamkeit ihm gegenüber nachzuvollziehen und so fiel es mir auch manchmal schwer, ihre späteren Handlungen zu akzeptieren.

Klappentext The Burial Plot

Als Bonnie in Endellion House ankam, begann für mich jedoch der gute Teil! Die Atmosphäre war stark und dicht und die Charaktere greifbar und sehr passend für eine Gothic Horror Geschichte. Mr. Moncrieff etwa trauerte noch immer seiner verstorbenen Frau nach und zeichnete Pläne für große Mausoleen für sie, ohne ihren Verlust jemals überwinden zu können. Zugleich kam die Tochter, Cissie, nicht über ihre Einsamkeit hinweg und schrieb Liebesbriefe von einem erfundenen Verehrer an sich selbst. Obwohl Bonnie sich ihren Platz in diesem Haus nur erschlichen hat, wirkte sie wie ein Sonnenstrahl in dieser düsteren Umgebung – doch man wusste ständig, dass irgendwann die Wahrheit ans Licht kommen könnte. Und Bonnie war zudem selbst gefangen in ihren Lügen aber auch in Crawfords Plan.

Mir hat hier vor allem gefallen, wie das viktorianische Verhältnis zum Tod thematisiert wurde. Dass mehr Geld mit Toten als mit Lebenden gemacht werden konnte, in jeglicher Hinsicht. Aber auch Rituale und die generelle Faszination rund um den Tod kamen auf.

Ein wenig hinderte das Tempo der Geschichte mich daran, dieses Buch als Highlight zu bezeichnen. Nach etwa der Hälfte hatte ich das Gefühl, es müsse doch langsam aufs Finale zugehen, nur um festzustellen, dass da nochmal genauso viel auf mich wartete. Und insbesondere im Mittelteil hätte eindeutig einiges gekürzt werden können.

Dennoch war ich insgesamt sehr in diese Geschichte investiert und wollte wissen, wie sie endete. Ein nettes Detail ist übrigens auch die Gestaltung des Buches – hat man dieses gelesen, finden sich sowohl auf dem Cover als auch auf der Rückseite und in den Klappen kleine Details, die man wiedererkennen könnte.

Vorsatzpapiere The Burial Plot
Fazit:

Auch wenn „The Burial Plot“ etwas Kürzung im Mittelteil hätte vertragen können, ist dies doch eine atmosphärische Gothic Horror Geschichte, welche mich mitgerissen hat und welche ich sehr gerne weiterempfehlen möchte.

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