Cover "The Block"
Dystopie Jugendthriller Thriller

The Block

Rezension zu „The Block“ von Ben Oliver

Dies ist der zweite Teil einer Reihe. Die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zur Rezension zu „The Loop“.

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: The Block
Originaltitel: The Block
Reihe: The Loop Band 2
Autor: Ben Oliver
Übersetzung: Birgit Niehaus
Verlag: Carlsen
Seiten: 368
Kauflink: Amazon
Preis: 15,00 € (D) Taschenbuch; 8,99 € (D) E-Book

Klappentext:

„Luka ist wieder im Gefängnis und diesmal ist es schlimmer als jemals zuvor. Im Block kann er die manipulierten Bilder in seinem Kopf nicht länger von der Realität unterscheiden. Dennoch gelingt ein riskanter Ausbruch und führt ihn und seine Freunde wieder zusammen. Versteckt im Herzen der zerstörten Stadt wird Luka allmählich das Ausmaß ihrer Mission klar: Um den Krieg zu gewinnen, müssen sie Happy besiegen, das alles beherrschende System. Und so ziehen die Jugendlichen mit ihrer stärksten und einzigen Waffe in den Kampf gegen die künstliche Intelligenz: ihrer Freundschaft.“

Klappentext "The Block"
Zitat:

„‘Tja, Fortschritt hat schon immer Opfer gefordert, Luka.‘
‚Nein, Fortschritt hat schon immer Leid erzeugt!‘“

Meine Meinung:

Luka sitzt erneut im Gefängnis, doch diesmal ist es der Block. Dieser ist weit schlimmer als der Loop, mit vollständiger Isolation und einer viel länger andauernden Energieernte. Doch besonders nagt an ihm, dass die künstliche Intelligenz Happy versucht, sich in seinen Kopf einzuklinken und mittels diverser Bilder versucht, ihn zu manipulieren. Als seine Freunde ihn befreien weiß er somit auch nicht, ob dies real ist, oder wieder nur eine Manipulation durch Happy.

Der erste Teil dieser Reihe hat mich enorm beeindruckt! Das Buch war so spannend, dass es für mich kaum möglich war, es zur Seite zu legen. Ich war somit sehr gespannt, was im zweiten Teil geschehen wurde. Die ersten annähernd 100 Seiten waren dabei auch sehr vielversprechend. Leider ging es danach nur noch bergab…

Das größte Problem ergab sich für mich aus dem Episodenhaften Charakter des Buches. Ich hatte schnell das Gefühl, dass die Charaktere an jeweils einem Ort etwas erleben, das dann für den weiteren Verlauf des Buches keinerlei Relevanz hatte. So war etwa die Tatsache, dass Luka Angst hat, weiterhin von Happy manipuliert zu werden so schnell irrelevant, dass alles, was in diese Richtung aufgebaut worden war, vollkommen überflüssig war.

Luka als Charakter hat mich in diesem Buch enorm gestört. Er wird hier als der große Held dargestellt, der nichts falsch machen kann und alles im Alleingang schafft. Dazu hat er Phasen, in denen er von den anderen hören möchte, wie toll er doch ist, indem er wieder und wieder betont, wie nutzlos er doch sei. Damit wird zwar auf humorvolle Weise umgegangen, Konsequenzen hat dies aber keine.

Besonders eine Szene hat mich in dieser Hinsicht gestört. Dabei geht es um die schwangere Sam, mit der Luka auf eine Mission geht, auf der er ihr unter anderem sagt, dass sie ein guter Mensch sei, weil ihm aufgefallen ist, dass sie immer wieder die Hände schützend auf ihren Bauch legt. Abgesehen davon, dass die gesamte Szene in vielerlei anderer Hinsicht eher grenzwertig war, wirkt so ein Satz von einem männlichen cis Teenager ein wenig unglaubwürdig. Aber gut, wäre hieraus Charakterentwicklung für Sam hervorgegangen so hätte ich das vermutlich nicht mal kritisiert. Es ist die Tatsache, dass die Szene einzig und allein dafür im Buch ist, dass die Leser Luka als besonders toll ansehen, die mich stört.

Farbige Buchschnitte bei "The Loop" und "The Block": The Loop ist blau, The Block ist rot

Die anderen Charaktere sind leider vollkommen irrelevant für das Buch. Ich hatte zu Beginn Probleme damit, die Namen zuzuordnen. Allerdings war das im weiteren Verlauf des Buches kein Problem. Nicht, weil es nochmal Erläuterungen gab, sondern einfach, weil die anderen so unwichtig waren, dass man die Namen praktisch austauschen konnte, ohne dass sich etwas in der Geschichte geändert hätte.

Zumindest das Ende war wieder spannend und es gab einen interessanten Cliffhanger. Ich werde teilweise auch deshalb den dritten Teil noch lesen, wenn dieser erscheint. Allerdings hoffe ich sehr, dass dieser wieder mehr an den genialen ersten Band herankommt.

Fazit:

Leider kann ich diese Fortsetzung nicht weiterempfehlen. Trotz eines guten Starts schafft es das Buch einfach nicht, an seinen Vorgänger anzuknüpfen. Es gibt zu wenig Konsequenzen und die Charaktere konnten mich auf verschiedene Weisen nicht überzeugen.

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