Rezension zu „The Baby Dragon Cafe“ von A.T. Qureshi
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Baby Dragon Cafe
Reihe: The Baby Dragon; Band 1
Autorin: A.T. Qureshi
Verlag: Avon
Seiten: 314
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € Taschenbuch; 0,99 € E-Book
Klappentext:
When Saphira opens her cafe welcoming pet baby dragons, she isn’t expecting it to be quite so hard to keep the fires burning. But her young dragon patrons keep incinerating her furniture, which means selling coffee isn’t covering all her costs.
Local heart-throb Aiden is a gardener, though his disobedient baby dragon is a major distraction from his beloved plants. However, Saphira’s café gives him an idea – he’ll ask Saphira to train his dragon, and pay her enough to keep the cafe afloat.
They know they’re the answer to each other’s problems, but happy-go-lucky Saphira and gorgeous-but-grumpy Aiden couldn’t be more different. Can they find a way to work together – and maybe even ignite some fire of their own?

Meine Meinung:
Safira hat ein Café eröffnet, in dem auch Babydrachen erlaubt sind – doch als diese ihre Einrichtung regelmäßig anzünden, versteht sie, warum sie sonst überall verboten sind. Sie steht kurz davor, ihr Café schließen zu müssen, als ihr Aiden einen Deal anbietet: Sie trainiert seinen Babydrachen und er bezahlt ihr dafür genug, um das Café am Laufen zu halten. Aiden selbst möchte eigentlich nichts mit seinem Babydrachen zu tun haben und so versucht er, diesen so oft wie möglich abzugeben. Doch als die beiden es schaffen, zusammenzuarbeiten, beginnen nicht nur die Funken zwischen ihnen zu fliegen, sondern auch Aidens Mauern zu schmelzen.
Cosy Fantasy und Babydrachen – ich war mir bei dieser Kombination sicher, hier einen neuen Favoriten gefunden zu haben (oder zumindest ein unterhaltsames Buch, das mich glücklich machen würde). Stattdessen war es dann der erste Flop meines Jahres.
Ich persönlich liebe ja Cosy Fantasy. Ich kann stundenlang Charaktere in Alltagssituationen begleiten und brauche da gar keine weitere Action. Aber dafür muss ich die Charaktere auch mögen. Safira war leider langweilig und hatte kaum Charaktereigenschaften, außer dass sie Babydrachen und ihr Café geliebt hat. Aiden dagegen verhielt sich absolut daneben und ich konnte nicht verstehen, was Safira an ihm anziehend fand – außer sein immer wieder betontes Aussehen. In den Abschnitten, welche aus seiner Perspektive heraus geschrieben waren, konnte ich ihn zwar verstehen, aber selbst dann fand ich sein Verhalten nicht gut. Seine Entwicklung kam dann auch einfach zwischen den Kapiteln von einer Seite auf die andere und plötzlich war er der perfekte Book Boyfriend.
Die Drachen hätten einen Aspekt ins Buch bringen können, der interessant hätte sein können. Leider waren diese eher Accessoires und hätten (abgesehen vom Feuerspucken) eigentlich auch durch Hunde ausgetauscht werden können. Generell passten viele der Fantasyelemente nicht wirklich zur Story. Einige ergaben wenig Sinn, andere fühlten sich völlig fehl am Platz an. Dies hätte problemlos eine klassische Romancestory mit Hunden sein können – was nichts Schlechtes ist, aber eben auch nicht, was dieses Buch verspricht zu sein.
Ich war weiterhin sehr enttäuscht davon, wie die zentralen Konflikte der beiden Protagonisten gehandhabt wurden. Aidens zentraler Konflikt wird gegen Ende in einer einzigen Konversation abgehandelt und dabei wird klar, dass dieser eigentlich irrelevant war. Dagegen geht es bei Safira insbesondere darum, dass sie von der elitären Gesellschaft der Drachenreiter nicht akzeptiert wird. Dieses Problem wird aber auf sie bezogen und sie muss dieses lösen. Es gab hier einige unangenehme Situationen mit zuvor freundlichen Charakteren, die aber dann keine Auswirkungen auf die Handlung hatten. Ich fand dies generell nicht gut gelöst.
Wirklich schön fand ich eigentlich nur die kulturellen Einflüsse, die die Autorin gerade zu Beginn in die Geschichte einbrachte. Die Beschreibungen von Safiras Wohnung, dem Café, den angebotenen Speisen und Getränken und vielem mehr, waren wirklich schön und ich hätte mir gewünscht, dass diese auch nach dem ersten Drittel stärker eingebracht worden wären.
Fazit:
„The Baby Dragon Cafe“ enttäuscht leider auf ganzer Linie. Die Charaktere waren langweilig, ihre Entwicklung nicht glaubhaft und ihre Konflikte enttäuschend gelöst. Dazu kam, dass die Drachen eher nette Accessoires und weniger zentrale Elemente des Buches waren und ich mir aufgrund der Vermarktung etwas anderes versprochen hatte.

