Cover "The Atas Six" Fairyloot Edition: Das Cover ist weiß mit einem goldenen Auge darauf, durch das ein Schwert geht. Verschiedene arkane Symbole sind auf Kreisen darum herum.
Dark Academia Englisches Buch Fantasy Urban Fantasy

The Atlas Six – Wissen ist tödlich

Rezension zu „The Atlas Six – Wissen ist tödlich“ von Olivie Blake

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: The Atlas Six – Wissen ist tödlich
Originaltitel: The Atlas Six
Reihe: Atlas-Serie Band 1 von
Autorin: Olivie Blake
Übersetzung: Heide Franck; Alexandra Jordan
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 544
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine Exklusivausgabe aus der Fairyloot Adult Box und so nicht mehr im Handel erhältlich.

Klappentext:

Die Bibliothek von Alexandria ist niemals untergegangen, sie verwahrt im Verborgenen seit Jahrtausenden die dunkelsten Geheimnisse der Menschheit. Alle zehn Jahre bekommen die talentiertesten Magier*innen ihrer Generation die Möglichkeit, das uralte Wissen zu studieren: Jene, die die Initiation überstehen, erwarten ungeheurer Reichtum, Macht und Weisheit. Doch von den sechs Auserwählten werden nur fünf überleben. 
Dieses Mal sind mit dabei: Libby Rhodes und Nico de Varona, zwei begnadete Physiomagier von der New York University of Magical Arts, die einander nicht ausstehen können. Die Telepathin Parisa Kamali und der Empath Callum Nova, beide Meister der Manipulation. Tristan Caine, der zynische Sohn eines Londoner Gangsters, der jede Illusion durchschauen kann, und Reina Mori, eine mysteriöse Naturmagierin aus Japan.
Zwischen den mächtigen Adepten beginnt ein Spiel auf Leben und Tod.

Klappentext The Atlas Six
Meine Meinung:

Alle zehn Jahre werden die sechs talentiertesten Magier*innen ausgewählt. Sie bekommen die Möglichkeit, die Inhalte der Bibliothek von Alexandria zu studieren und dadurch ihre Macht zu vergrößern. Doch am Ende eines Jahres werden nur fünf initiiert. Dieses Mal ausgewählt wurden die beiden Physiomagier*innen Libby und Nico, die seit Jahren Erzfeinde sind, die Telepathin Parisa, die sich darauf versteht, Geheimnisse zu entdecken, die Naturmagierin Reina, die mit ihren Kräften hadert, Tristan, dessen Magie es ist jede Illusion zu durchschauen und zuletzt der Empath Callum, der wohl der gefährlichste von allen sein könnte. Während sich die Loyalitäten in der Gruppe immer wieder verschieben, beginnt ein gefährliches Spiel um Wissen, Macht und ums Überleben.

Als dieses Buch rauskam, hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Dark Academia mit Magie, eine Geheimgesellschaft und eine Gruppe mächtiger, diverser Magier*innen, die so dringend noch mehr Macht wollen, dass sie ihr Leben dafür aufs Spiel setzen. Klingt nach einem perfekten Buch für mich. Und insgesamt muss ich auch sagen, dass ich Spaß am Buch hatte, allerdings war es leider doch nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Für mich war der Punkt, auf den ich mich am meisten gefreut hatte, die Charaktere. Ich mag Charaktere, die nach Macht streben und dabei Grenzen überschreiten. Ich mag Charaktere, die Macht haben, aber diese nicht wollen. Generell mag ich Macht als Thematik. Und so ziemlich jede Art dieser Thematik findet sich in den Charakteren wieder. Dieser Aspekt war tatsächlich der, der den Rest des Buches für mich gerettet hat und wegen dem ich das Buch wohl auch immer in Erinnerung behalten werde, denn ich fand dies relativ gut gemacht.

Zu sehen sind drei der Charaktere auf den Endpapern der Fairyloot Edition.

Abgesehen davon waren die Charaktere aber leider eher enttäuschend. Jedes Kapitel war aus der Sicht von einem der sechs geschrieben, allerdings waren sie sich in einem sehr ähnlich: Es gab viel zu lange gedankliche Monologe. Es gab eigentlich nur wenig Handlung, stattdessen wollte die Autorin scheinbar andauernd zeigen, wie klug die Charaktere doch alle sind. Dafür nutzte sie Pseudo-Intellektuelle Sprache, die größtenteils einfach keinen Sinn ergab. Es wurden viele intelligent klingende Konzepte aufgebracht, aber ich bezweifle, dass die Autorin auch nur eines davon selbst verstanden hat. Da ich viele davon selbst nicht verstanden habe, war ich zu Beginn noch unsicher, ob diese Wahrnehmung einfach daran lag, aber je länger der Text ging, umso deutlich wurde, dass hier einfach nur viel heiße Luft war und nichts dahinter. Würde das Buch sich dabei nicht auch noch bitterernst nehmen, wäre es irgendwie fast lustig, aber so fand ich das Ganze eher seltsam.

Das Worldbuilding blieb darüber dann auch eher blass. Mehr Motive außer Macht und Geld wurden etwa nie dafür gegeben, warum jemand der Geheimgesellschaft beitreten wollen würde. Und wieso diese so operiert, wie sie es tut, wurde auch nie erklärt, wobei ich persönlich das hier entschuldigen würde, einfach weil die Protagonist*innen selbst noch Adept*innen sind und daher nicht alle Informationen erhalten.

Andere Themen als der Umgang mit Macht wurden zwar immer wieder angesprochen, aber nie weiter behandelt. Insbesondere das Thema Elitismus wurde zwar mal angesprochen, dann aber nie weiter ausgeführt. Ich vermute jedoch, dass dies auch in den Folgebänden mehr Raum einnehmen könnte.

Zu sehen sind drei der Charaktere auf den Endpapern der Fairyloot Edition.
Fazit:

„The Atlas Six“ ist ein ziemlich prätentiöser Text, der sich vollkommen ernst nimmt und dabei sowohl was die Handlung als auch das Worldbuilding angeht, eher blass bleibt. Dennoch konnte mich das Buch insgesamt unterhalten, was insbesondere an dem Umgang mit dem Thema der Macht lag.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert