Rezension zu „The Atlas Paradox – Schicksal ist eine Entscheidung“ von Olivie Blake
Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum vorherigen Teil.
Hier geht es zur Rezension zu „The Atlas Six – Wissen ist tödlich“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: The Atlas Paradox – Schicksal ist eine Entscheidung
Originaltitel: The Atlas Paradox
Reihe: Atlas-Serie Band 2 von 3
Autorin: Olivie Blake
Übersetzung: Heide Franck; Alexandra Jordan
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 560
Kauflink: Amazon
Preis: 24,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Mehr Geheimnisse. Verrat. Verführung. Herzen werden gebrochen, Allianzen geschmiedet und wieder zerbrochen, und die Alexandrinische Gesellschaft wird als das enthüllt, was sie ist: eine mächtige Organisation, die von einem Mann geführt wird, der unsere Welt revolutionieren möchte. Doch die Gesellschaft verfügt auch über mächtige Feinde, die von sich behaupten, eine bessere Alternative zu sein. Die Magier*innen werden sich für eine der beiden Seiten entscheiden müssen. Und allen ist klar: Von dieser Entscheidung hängt nicht nur ihr eigenes Schicksal ab.

Meine Meinung:
Nachdem fünf Magier*innen initiiert wurden und damit freien Zugang zur Bibliothek erhalten haben, fragen sich alle, wo die sechste im Bunde ist. Denn Libby wurde nicht getötet, was eigentlich hätte geschehen sollen, sondern entführt. Zwischen den fünf entstehen neue Allianzen, während alte zerbrechen.
„The Atlas Paradox“ ist wie ein vermeidbarer Unfall in Zeitlupe anzusehen. War Band 1 zwar wichtigtuerisch geschrieben, ohne wirklich abzuliefern, war das Buch insgesamt doch unterhaltsam. Dieser Band schaffte nicht einmal das, war aber noch einmal viel prätentiöser.
Schon im vorherigen Band merkte man leider oft, dass die Autorin keine Ahnung von den wissenschaftlichen Themen hatte, die sie besprach. Dennoch waren diese so eingewoben, dass es zumindest möglich war zu verstehen, was die Autorin sagen wollte. In diesem Teil wurden wissenschaftliche Theorien, Philosophennamen und diverse andere Dinge einfach genannt, ohne dass ein Bezug zur Geschichte verständlich wurde. Es wirkte eher so, als ob es hier darum ging, zwanghaft klug zu klingen.

Die Charaktere haben in diesem Buch nichts mehr, was für sie spricht. War es zuvor interessant zu sehen, wie sie mit Macht umgingen und auch, wie sie aufeinander reagierten, wurden die Würfel nun völlig neu gemischt – was teils sehr unlogisch war. Während es in den meisten Fällen nachvollziehbar war, warum alte Allianzen zerbrachen, waren die neu entstandenen für mich oft nicht nachvollziehbar mit dem Wissen, welches ich aus „The Atlas Six“ hatte.
Die inneren Monologe und auch die Dialoge waren in diesem Buch noch länger und noch unzusammenhängender. Ich habe weite Strecken nur noch quergelesen, weil es kaum aushaltbar war. Die tatsächliche Handlung des Buches kann man eigentlich innerhalb von wenigen Sätzen zusammenfassen.
Trotz allem gab es ein paar interessante Entwicklungen, insbesondere was einen bestimmten Charakter anging. Auch wenn ich auf diese aus Spoilergründen nicht genauer eingehen kann, kann ich sagen, dass diese Entwicklung der einzige Grund für mich wäre, zum letzten Band zu greifen. Leider ist dieser Grund definitiv nicht stark genug.

Fazit:
Leider war „The Atlas Paradox“ deutlich zu prätentiös, um noch Spaß zu machen. Die Charaktere waren nicht mehr glaubhaft und die inneren Monologe zu aufgebläht. Ich werde diese Reihe nicht weiter verfolgen.

