Cover "Stolen"
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Stolen – Verwoben in Liebe

Rezension zu „Stolen – Verwoben in Liebe“ von Emily Bold

Meine Bewertung:

1 1/2 Sterne von 5
Stolen Cover

Details:
Titel: Stolen – Verwoben in Liebe
Reihe: Stolen Band 1
Autorin: Emily Bold
Verlag: Planet!
Seiten: 432
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Hardcover; 14,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Wenn der erste Junge, den du küsst, deine Seele stehlen will, dann läuft etwas gewaltig schief. So wie bei Abby Woods. Sie hat schon viele Fehler begangen. Diese haben sie nach Darkenhall geführt, eine Londoner Schule, die sich rühmt, auch aus den unbezähmbarsten Schülern bessere Menschen zu machen. Als sie dort dem charismatischen Tristan und seinem geheimnisvollen Bruder Bastian begegnet, begeht sie einen noch viel größeren Fehler. Sie stiehlt Bastians Ring, nicht ahnend, welche Kraft sie damit entfesselt. Denn die Tremblays sind keine gewöhnlichen Schüler, und der Ring kein einfaches Schmuckstück. Abby gerät in große Gefahr und sie muss erkennen: Einen Tremblay küsst man nicht.“

Klappentext Stolen

Zitat:

„Nein, Abigail Woods trug eine echte Seelenlast. So wie einige wenige andere an dieser Schule auch. Kinder, in deren Seelen er sah, dass sie Böses in sich trugen.“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Abigail Woods, genannt Abby, steht vor ihrer letzten Chance: Entweder sie geht erfolgreich nach Darkenhall, eine Schule für schwer erziehbare Jugendliche, oder sie landet im Jugendgefängnis. Seit ihre Eltern gestorben sind, wurde sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht und hat irgendwann angefangen, zu stehlen. Dabei wird immer betont, dass sie ja so viele schlimme Dinge getan hat. Die Beispiele, die gegeben werden, sind dann aber eher Marke Robin Hood. Auf der Kirmes stiehlt sie etwa eine Marke zum Karussellfahren von einer reichen Familie und gibt sie einem armen Kind. Nicht, dass stehlen dadurch akzeptabel wäre, aber so wirklich richtig schlimme Dinge scheint sie eigentlich nicht getan zu haben.

In Darkenhall trifft sie auf Tristan und Bastian Tremblay, die Stiefsöhne der Direktorin. Beide haben besondere Kräfte – sie können die Seelenweben von Menschen sehen und in sich aufnehmen. Man bekommt ziemlich schnell eine ungefähre Vorstellung davon, was Seelenweben sind – scheinbar die Dunkelheit der Seele – aber so wirklich erklärt wird nichts dazu. So hatte ich am Ende des Buches noch eine Menge Fragen und auch ab und an das Gefühl, dass einiges unlogisch war (aber es kann auch sein, dass ich da was falsch verstanden habe…)

Die Geschichte behandelt, meiner Meinung nach zum größten Teil unnötiges Drama. Ganz vorne mit dabei ein Liebesdreieck zwischen Abby, Tristan und Bastian. Zwischendurch wird Abby von ihrem Mathelehrer beauftragt, einen Ring von Bastian zu stehlen, wodurch dann aber eine Verkettung von Dingen geschieht und zumindest etwas Spannung in die Geschichte kommt. Das letzte Drittel des Buches war von der Geschichte her deutlich interessanter zu lesen, als der Rest, auch wenn vieles doch sehr vorhersehbar ist.

Am Ende des Buches gab es einen ziemlichen Cliffhanger, der jedoch meiner Meinung nach ebenfalls nicht wirklich überraschend kam.

Die Charaktere:

Puh, wo fange ich hier an? Ich konnte mich leider gar nicht für die Charaktere begeistern. Auch wenn diese durchaus konsistent in ihren Eigenschaften waren, war hier meiner Meinung nach so viel Problematisches…

Abby selbst ist der Inbegriff von „not like other girls“. Sie betont immer und immer wieder, dass andere Mädchen ja nur blonde Barbies seien, die völlig gleich aussehen würden. Sie beschwert sich darüber, dass sie alle so viel Make-up tragen würden, was besonders ironisch ist, da sie selbst wohl täglich smokey eyes oder etwas Vergleichbares trägt. Die beiden Mädchen, mit denen sie in einem Zimmer ist, werden von ihr dargestellt, als ob sie dumm und nervig sind, dabei versuchen beide immer wieder nett zu ihr zu sein. Von Bastian wird Abbys Seelenschmerz als echt dargestellt, im Gegensatz zu all den verwöhnten Kindern, die schon zusammenbrechen „nur weil ihre Eltern sich mehr ums Geschäft als um sie kümmerten“. Also nur weil Menschen eine unterschiedliche Toleranz haben, ist ihr Schmerz scheinbar nicht echt?

Alle Charaktere im Buch scheinen zumindest teilweise dumm zu sein. Es passiert so oft, dass Unterhaltungen über ein Thema stattfinden und wenige Seiten später die Charaktere alle Informationen daraus komplett vergessen haben. Ebenso redet beinahe jeder laut mit sich selbst in der Öffentlichkeit. Statt dass die Autorin diese Aussagen als inneren Monolog verpackt, müssen die Charaktere einfach alles laut aussprechen, was ihnen in den Kopf kommt. Das ist teilweise sehr verwirrend. Dann gibt es Szenen, in denen Bastian seinem Bruder Tristan grundlegende Informationen über ihre gemeinsame Fähigkeit erklärt. Diese Unterhaltungen sind natürlich dafür da, dass der Leser Dinge versteht, aber es ergibt einfach überhaupt keinen Sinn, dass sie überhaupt so darüber sprechen. Ich könnte noch so viele weitere Beispiele aufzählen, in denen die Charaktere des Buches seltsam oder dumm handeln und leider hat dies meinen Lesefluss doch enorm gestört.

Farbiger Buchschnitt des Buches "Stolen"

Der Schreibstil:

Die Geschichte wird abwechselnd aus Abbys Sicht in der 1. Person und aus Bastians Sicht in der 3. Person beschrieben. Anfangs sind die Wechsel klar gekennzeichnet durch Kapitelwechsel, jedoch wird dies im Verlauf der Geschichte immer schwammiger und oft liegt nur ein Absatz zwischen den Wechseln. Mich persönlich hat dies leider oft rausgebracht, da viele dieser Wechsel im späteren Verlauf der Geschichte eher unnötig waren und nur dafür genutzt wurden, Szenen in die Länge zu ziehen.

Fazit:

„Stolen – Verwoben in Liebe“ konnte mich leider gar nicht überzeugen. Zwar gab es einige interessante Ideen und gegen Ende fing die Geschichte auch an, spannend zu werden, aber für mich war einfach zu viel unnötiges Drama im Buch. Zudem konnte ich keinem der Charaktere irgendetwas positives abgewinnen und der spätere ständige Wechsel zwischen den Protagonisten war eher verwirrend. Trotz eines spannenden Cliffhangers werde ich die Reihe wohl eher nicht fortsetzen.

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1 Kommentar

  1. […] gemacht, dass sich andere Mädchen mit mir eher schwertaten. Irgendwie… schreckte ich sie ab.“ (Stolen, Emily […]

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