Rezension zu „Stardust & Coffee“ von Mina Humphrey
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Stardust & Coffee
Autorin: Mina Humphrey
Seiten: 370
Kauflink: Amazon
Preis: 4,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Mein Name ist Broca Cortex, ich bin Projektleiterin von Epsilon, Liaison und Tech-Consultant für die Sonden und Proben sowie SiC, Second in Command, zum interplanetarischen Konsulat. Diese Position habe ich mir hart erarbeitet und zahlreiche Opfer dafür gebracht. Es geht darum, eine neue Welt zu finden, den Fortbestand der Menschheit zu sichern und sich an die Regeln zu halten. Eine davon verbietet jede Art von romantischem zwischenmenschlichem Kontakt. Es wäre nicht schwer, sich daran zu halten, wenn eine bestimmte Person nicht an Bord wäre.

Zitat:
„Es riecht nach Veilchen und Moos – hier, mitten in dieser Hightech Welt, unter der LED-Beleuchtung der Straße, wo keine Pflanze wachsen kann. Wie zuvor in der Bar mischt er meine Eindrücke wild durcheinander, als dürfte er gar nicht existieren, als wären er und ich hier fehl am Platz.“
Meine Meinung:
„Stardust & Coffee“ wurde mir durch die Autorin, Mina Humphrey, freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Es ist das Jahr 2383 und die Menschheit ist kurz davor, zum ersten Mal einen neuen Planeten zu kolonialisieren. Die Projektleiterin des Wissenschaftsteams auf dem Schiff zum neuen Planeten ist Broca. Sie hat viel geopfert, um diesen Posten bekleiden zu dürfen und ist bereit, sich an jede Regel zu halten. Auch an die, dass jeglicher romantischer Körperkontakt an Bord verboten ist. Am Abend vor dem Abflug lernt sie jedoch den Leiter des medizinischen Teams kennen und plötzlich fällt ihr das nicht mehr so leicht, wie gedacht.
Normalerweise mag ich ja Bücher, in denen sich Charaktere auf den ersten Blick ineinander verlieben, nicht so besonders. Aber „Stardust & Coffee“ hat mir gezeigt, dass es Ausnahmen für jede Regel gibt. Wobei Broca und Lobe sich nicht mal unbedingt sofort verlieben, sondern erstmal nur anziehend finden. Aber die Verbindung der beiden ist sofort spürbar. Das Kennenlernen ist so gelungen geschrieben, dass ich beinahe selbst die Schmetterlinge im Bauch spüren konnte.
Auch durch das Buch hinweg konnte man das Prickeln zwischen den beiden spüren. Den Wunsch nach Nähe, der ja aufgrund der Schiffsregeln verboten ist, hat die Autorin hier gut dargestellt und ich habe mitgefiebert, wie die beiden es wohl schaffen würden, zusammenzukommen.
Hier habe ich allerdings einen kleinen Kritikpunkt. Die Regel, auf der die Geschichte basiert, wird für meinen Geschmack etwas zu wenig erklärt. Meiner Meinung nach ergibt es keinen Sinn jeglichen romantischen zwischenmenschlichen Kontakt auf dem Schiff zu verbieten und das selbst für verheiratete Paare. Hier wird zwar angemerkt, dass man in solchen Fällen eine Ausnahmegenehmigung beantragen könne, dennoch war für mich nicht ganz ersichtlich, warum das überhaupt notwendig wäre. Die Geschichte funktioniert aber auch ohne, dass dies genauer erläutert wird.

Vom Genre her fällt „Stardust & Coffee“ in den Romance-Bereich, mit einigen Sci-fi Einflüssen. Mir hat diese Kombination sehr gut gefallen, man muss sich allerdings vorher klar machen, was man hier erwarten kann und was nicht. Dies ist keine harte Science-Fiction, in der es um Wissenschaft geht. In erster Linie ist es eine schöne Liebesgeschichte vor der Kulisse des Weltalls. Dennoch findet man schon einige Reflektionen zu Fragen zur Natur der Menschheit, spezifisch darauf, welchen Einfluss die fehlende Natürlichkeit in unserem Leben hat. Mir hat dies insgesamt gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, dass es ein schöner Einstieg für Romance-Fans ins Sci-fi Genre sein könnte.
Mir persönlich hat dieser außergewöhnliche Genremix jedenfalls sehr zugesagt und ich könnte mir gut vorstellen, mehr in diese Richtung zu lesen!
Fazit:
Für Romance-Fans, die mal etwas Neues erleben wollen, kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Vor der Kulisse des Weltalls geht es hier um eine Liebesgeschichte, die knistert.

