Rezension zu “Song of Silver, Flame Like Night“ von Amélie Wen Zhao
“Song of Silver, Flame Like Night” ist derzeit nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Sollte sich dies ändern werde ich die Rezension entsprechend anpassen.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Song of Silver, Flame Like Night
Reihe: Song of the Last Kingdom Band 1
Autorin: Amélie Wen Zhao
Verlag: HarperVoyager
Seiten: 470
Kauflink: Amazon
Preis: 14,99 € Gebunden; 3,99 € E-Book
Klappentext:
Once, Lan had a different name. Now, she goes by the one the Elantian colonizers gave her. She spends her days scavenging for remnants of the past. For anything that might help her understand the strange mark burned into her arm by her mother, in her last act before she died.
No one can see the mysterious mark – until the night Zen appears at the teahouse and saves her life.
Zen is a practitioner, one of the fabled magicians of the Last Kingdom, whose abilities were rumoured to be drawn from the demons they communed with. Magic believed to be long lost. Magic to be hidden at all costs.
Both Lan and Zen have secrets buried deep within. Fate has connected them, but their destiny remains unwritten. Both hold the power to liberate their land. And both hold the power to destroy the world.

Meine Meinung:
Seit Lans Land von den Elantianern kolonisiert wurde, hat sich ihr Leben verändert. Sie darf nur noch eine verkürzte Version ihres Names tragen und muss sich vor den Soldaten in Acht nehmen, die überall herumlaufen. Als ihre Mutter bei der Machtübernahme getötet wurde, brannte sie Lan ein Symbol auf den Arm, welches nur sie selbst sehen kann. Auf ihrer Suche nach Antworten, was es bedeutet, trifft sie jedoch auf Zen. Der Magier könnte ihr Antworten geben, doch er hat seine eigenen Geheimnisse.
„Song of Silver, Flame Like Night” wurde öfter mit “Im Zeichen der Mohnblume“ verglichen. Und auch wenn ich den Vergleich oberflächlich verstehe, muss ich doch sagen, dass er diesem Buch nicht unbedingt gut tut. Erwartet hatte ich so nämlich eine sehr brutale und düstere Fantasygeschichte für Erwachsene. Bekommen habe ich eher eine YA-Geschichte, die zwar teils brutal ist, aber einen deutlich lockereren Ton anschlug.

Gut gefallen hat mir, dass man in diesem Buch sofort ins Geschehen geschleudert wird. Es gab zwar recht früh so einige Infodumps, aber durch die viele Action und das hohe Tempo waren diese eher angenehm, um ein wenig zu verstehen, was um einen herum geschah.
Leider waren diese Infodumps zu Beginn auch die einzigen Stellen, an denen man größere Mengen an Informationen über die Welt und insbesondere über das Magiesystem erhielt. Gerade zweiteres hat mich ziemlich verwirrt, denn anscheinend gab es hier ganz klare Regeln, wie es funktionierte, diese wurden aber nie wirklich kommuniziert. Gerade ein Besuch an einer Art magischen Schule wäre perfekt gewesen, um hier mehr zu erfahren, aber während Lan lernen darf, was sie tun muss, machen wir stattdessen einen Zeitsprung.

Die Geschichte war dennoch spannend genug, um diese Aspekte für mich wieder wettzumachen. Gerade die Szenen, in denen es Action gab, waren unglaublich spannend und temporeich geschrieben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es gab auch ruhigere Phasen im Buch, in welchen es eher um Charakterentwicklung ging und ich mochte, wie gut sich diese ausbalanciert haben.
Insbesondere Zen fand ich als Charakter ziemlich spannend und auch wenn mir seine Entwicklung am Ende nicht so gut gefallen hat, sehe ich hier eine Menge Potenzial für das nächste Buch. Mit Lan dagegen musste ich erst einmal warm werden. Sie ist die typische YA-Protagonistin mit vielen Klischees, was ich erst einmal ziemlich enttäuschend fand. Auch dass sie oft ohne nachzudenken gehandelt hat, hat mich eher gestört. Dennoch ist mir Lan über das Buch hinweg immer mehr ans Herz gewachsen.

Fazit:
„Song of Silver, Flame Like Night” hat mich mehr als gut unterhalten und hatte so einige spannende Stellen. Streckenweise gefielen mir zwar die YA-Klischees nicht und ich hätte mir etwas bessere Informationen über das Magiesystem gewünscht, aber dennoch konnte die Geschichte dies durch interessante Charaktere und ein gutes Tempo wieder wettmachen.

