Rezension zu „Skyward Flight” von Brandon Sanderson und Janci Patterson
Dies ist eine Kollektion von Novellen zu einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler für die ersten beiden Bände.
Hier geht es zur Rezension zu „Skyward“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Skyward Flight
Originaltitel: Skyward Flight
Reihe: Claim the Stars
Autoren: Brandon Sanderson & Janci Patterson
Übersetzung: Oliver Plaschka
Verlag: Knaur
Seiten: 642
Kauflink: Amazon
Preis: 28,00 € (D) Taschenbuch; 24,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Während die Sternenjäger-Pilotin Spensa im Nirgendwo festsitzt, bleiben ihre Gefährten FM und Jorgen mit einem neuen Auftrag auf dem Planeten Detritus zurück: Sie sollen herausfinden, wie die von Spensa gestohlenen Hyperantriebe funktionieren. Denn nur so kann die Menschheit von Detritus entkommen und Verbündete unter anderen Spezies finden, die ebenfalls von der Superiority unterdrückt werden.
Dann erhalten FM und Jorgen einen Notruf der Ministerin Cuna vom verlassenen Außenposten Sunreach. Und auch Alaniks Volk auf dem Planeten ReDawn sowie die Kitsen auf Evershore brauchen dringend die Unterstützung von Skyward Flight in ihrem verzweifelten Kampf um Freiheit …

Meine Meinung:
„Skyward Flight wurde mir freundlicherweise vom Knaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Während Spensa auf einer geheimen Mission unterwegs ist, arbeitet ihre Flugstaffel daran, herauszufinden, wie die Hyperantriebe der Superiority funktionieren. Währenddessen ergeben sich Gelegenheiten, Bündnisse mit anderen Völkern zu schließen, um in Zukunft gemeinsam zu kämpfen. FM, Jorgen und die anderen müssen Ministerin Cuna von einem verlassenen Außenposten retten, Alaniks Volk auf ReDawn vor einem politischen Putsch beschützen und den Kitsen beistehen, als diese auf Evershore angegriffen werden.
„Skyward Flight“ besteht aus drei Novellen, welche hier zusammengestellt wurden. Diese drei schließen jeweils direkt aneinander an und erzählen eine zusammengehörige Geschichte, allerdings wechseln sie dabei die Hauptcharaktere.
In der ersten Novelle „Sunreach“ ist FM die Protagonistin. Diese Novelle beginnt während einer großen Raumschlacht aus dem zweiten Band. Ich fand es hier sehr interessant, diese aus einer anderen Sichtweise zu sehen, allerdings muss ich sagen, dass die Menge an Raumschlachten für diese kurze Novelle einfach zu viel war. Insgesamt war die erste Novelle für mich auch mit Abstand die schwächste, da sie doch sehr viele YA-Klischees beinhaltete und sich FM mehr damit beschäftigte, ob ein gewisser Mann sie hasst oder nicht hasst oder mag oder liebt, als mit allem anderen. Was mir hier aber sehr gefiel, waren die vielen Schnecken. Bisher war es ja nur Schreckschneck, mit der wir Bekanntschaft machen konnten und nun gab es plötzlich viele Verwandte von ihr, die das Hauptquartier ordentlich aufmischten!
Die zweite Novelle, „ReDawn“, war aus der Sicht von Alanik geschrieben. Diese kam von dem Planeten, nach dem die Novelle benannt ist und auch wenn die Superiority diesen größtenteils in Frieden ließ, wurden die Bewohner von dieser auch klein gehalten. Alanik vertraute den Menschen zwar nur bedingt, aber ein politischer Putsch zwang sie dazu, mit diesem zusammenzuarbeiten.
An dieser zweiten Novelle hat mich insbesondere die Kreativität des Worldbuildings fasziniert. Der Planet ReDawn ist so spannend und andersartig, dass ich unglaublich viel Spaß hatte, diesen zu entdecken! Auch die Geschichte war interessant und hat mir sehr gefallen. Mich hat allerdings etwas gestört, wie die politischen Dimensionen hier dargestellt wurden. Dies machte bei mir teils einen etwas unreflektierten Eindruck, allerdings muss man dazu natürlich auch sagen, dass es sich hier um eine kurze Novelle handelt, in der nicht jedes Thema tiefergehend behandelt werden kann.
In der letzten Novelle, „Evershore“, muss Jorgen mit den Ereignissen vom Ende der zweiten Novelle klarkommen und dabei reflektieren, welche Art Anführer er sein möchte. Diese Novelle hat mir mit Abstand am besten gefallen. Hier gab es Action, eine neue, spannende Welt und gleichzeitig eine Charakterentwicklung, die ich in dieser Tiefe nicht von einer Novelle erwartet hätte.
Am Ende gab es im Buch noch ein paar gelöschte Szenen aus „Skyward“ mit Kommentaren des Autors. Dies fand ich sehr interessant, denn gerade die ersten zeigten, wie unterschiedlich ein Charakter durch die Änderung eines einzelnen Kapitels von Lesenden wahrgenommen werden kann.

Fazit:
„Skyward Flight“ erzählt die Geschichte von Spensas Flugstaffel, während sie selbst nicht anwesend ist. Dabei starten die Novellen mit der schwächsten und enden mit der stärksten Novelle. Insgesamt war dies eine tolle Ergänzung zur Reihe, die man vermutlich auch lesen sollte, um Zusammenhänge zu verstehen.


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