Rezension zu „Skin of the Sea“ von Natasha Bowen
“Skin of the Sea” ist derzeit nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Sollte sich dies ändern werde ich die Rezension entsprechend anpassen.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Skin of the Sea
Reihe: Skin of the Sea Band 1 von 2
Autorin: Natasha Bowen
Verlag: Random House
Seiten: 328
Kauflink: Amazon
Preis: 18,25 € Gebunden; 8,99 € Taschenbuch; 8,49 € E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine exklusive Edition aus der Owlcrate. Sie ist so nicht mehr im Handel erhältlich.
Klappentext:
Simi prayed to the gods, once. Now she serves them as Mami Wata—a mermaid—collecting the souls of those who die at sea and blessing their journeys back home.
But when a living boy is thrown overboard, Simi goes against an ancient decree and does the unthinkable—she saves his life. And punishment awaits those who dare to defy the gods.
To protect the other Mami Wata, Simi must journey to the Supreme Creator to make amends. But all is not as it seems. There’s the boy she rescued, who knows more than he should. And something is shadowing Simi, something that would rather see her fail . . .
Danger lurks at every turn, and as Simi draws closer, she must brave vengeful gods, treacherous lands, and legendary creatures. Because if she fails, she risks not only the fate of all Mami Wata, but also the world as she knows it.

Meine Meinung:
Simi ist eine Mami Wata – eine Meerjungfrau, welche von der Göttin Yoruba damit beauftragt wurde, die Seelen der auf See ertrunkenen Sklaven zu sammeln und zu ihr zu bringen. Doch als ein Junge über Bord geworfen wird, der noch lebt, tut sie das Verbotene und rettet ihn. Um sich selbst und die anderen Mami Wata vor der Vernichtung zu retten, muss sie sich auf den Weg zum höchsten Gott selbst machen, um ihn um Vergebung zu bitten. Doch dann ist da noch der Junge, den sie gerettet hat und der zu viel zu wissen scheint.
„Skin of the Sea“ ist eins dieser Bücher, die ich seit Ewigkeiten unbedingt lesen wollte und es irgendwie nie getan habe. Jetzt habe ich es endlich geschafft – und bin leider mehr als enttäuscht.
Ich hatte bereits im Vorfeld gehört, dass das Buch, welches als Own Voices-Geschichte vermarktet wurde, keine besonders gute Darstellung der Yoruba-Kultur und Religion beinhaltete. Ich kann dazu selbst nicht viel sagen, kann aber diese Rezension für mehr Informationen empfehlen. Mir ist jedoch bereits auf den ersten Seiten anhand von anderen Aspekten aufgefallen, dass die Autorin es mit der Recherche nicht unbedingt besonders genau genommen hat, als sich dort Haie auf über Bord geschmissene Menschen stürzen.

Aber auch sonst konnte mich dieses Buch einfach so gar nicht begeistern. Der Aufbau war sehr episodenhaft und viele dieser Episoden waren einfach unnötig für die Handlung. Die Charaktere waren die meiste Zeit über damit beschäftigt, zu einem magischen MacGuffin zu reisen und die Schwierigkeiten auf diesem Weg zu bewältigen. Das große Problem, das sich mir allerdings von Anfang an stellte, war, dass diese Reise keinen Sinn ergab. So, wie die Informationen zu Beginn der Reise gegeben wurden, hätte Simi sich nie auf den Weg machen müssen, denn anscheinend bekommt der höchste Gott, bei dem sie sich entschuldigen müsste, sowieso nichts mit.
Einen Großteil des Finales habe ich als sehr vorhersehbar empfunden. Die Einführung von gewissen Charakteren war so klischeehaft, dass ich nach wenigen Absätzen bereits wusste, was ihre Rolle am Ende des Buches sein würde. Alle diese Vorhersagen haben sich bewahrheitet, was leider dazu geführt hat, dass nicht einmal dort Spannung bei mir aufkam.
Trotz allem hat mir gefallen, dass das Buch im 15. Jahrhundert angesiedelt war und die frühe Sklaverei von Schwarzen Menschen behandelte. Auch die Darstellung der dortigen Kultur (auch wenn hier einige Aspekte eben nicht gut recherchiert waren) fühlte sich lebendig an. Leider reichen mir diese Aspekte nicht aus, um die Reihe weiterlesen zu wollen.

Fazit:
„Skin of the Sea“ war für mich leider eine Enttäuschung. Neben schlechter Recherche war die Geschichte auch vorhersehbar und nicht besonders gut aufgebaut.


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