Ich liebe Buchboxen! Kaum ein Gefühl ist besser, als das einmal im Monat eine prall gefüllte Box voll Goodies und einer exklusiven Sonderedition öffnen zu können.
Doch so schön die Goodies auch immer wieder sind, sind es doch die Bücher, wegen denen ich die Boxen kaufe. Und diese müssen mich natürlich auch ansprechen, damit sich der Kauf auch wirklich lohnt. Auch wenn natürlich immer mal wieder Bücher dabei sein werden, die mich entweder gar nicht erst ansprechen (dafür kann man aber natürlich auch eine Box überspringen) oder die mich beim Lesen einfach nicht überzeugen können, erwarte ich doch, dass mich ein Großteil der Bücher begeistern kann.
Aus diesem Grund starte ich jetzt ein neues Blogformat, in dem ich jedes halbe Jahr aufliste, welche Bücher aus den Boxen ich gelesen habe und wie mir diese gefallen haben, um nachvollziehen zu können, welche Box sich jeweils für mich lohnt und welche nicht. Angelehnt ist das Format an die Youtube-Videos „Is the Goldboro Books Sci-Fi & Fantasy Subscription Worth My Money” von Becca and the Books.
Illumicrate
Die Illumicrate habe ich bereits seit April 2021 abonniert und seitdem nur dreimal eine Box übersprungen. Insgesamt habe ich also bereits 22 Bücher erhalten. Bisher ist es meine liebste Box, da sie besonders schöne Exklusivausgaben bietet und dabei hochwertige, schöne Goodies. Gerade in den letzten Monaten ist mir aufgefallen, dass die Goodies auch immer praktischer werden, was mich persönlich sehr freut.
Gelesen habe ich bisher allerdings vergleichsweise noch nicht besonders viele Bücher. Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich fünf der Bücher gelesen und muss diese Zahl dringend erhöhen. Ich bin zu diesem Zweck bereits einer Lesegruppe für die Illumicrate Bücher beigetreten.
She Who Became the Sun
1345 wird China von den Mongolen regiert. Im Süden des Landes gibt es eine große Hungersnot, während der zwei Kinder eine Prophezeiung erhalten. Während der Sohn Größe erreichen soll, heißt es, dass aus dem Mädchen Nichts wird. Doch der Sohn stirbt und das Mädchen übernimmt seine Identität. Als Zhu Chongba wird sie in einem Kloster ausgebildet und schließt sich später den Rebellen an, die das Land zurückerobern wollen. Alles, um die Größe, die ihrem Bruder versprochen wurde, selbst zu erhalten.
„She Who Became the Sun” hat von mir 3,5 Sterne erhalten (was ich für diesen Zweck auf 4 Sterne aufrunde). Das Buch hatte meiner Meinung nach zwar einige Schwächen, spezifisch in der Wahl der Sichtweisen für einzelne Kapitel, dennoch hat mich die Geschichte als Ganzes überzeugt und ich wusste direkt nach dem Beenden, dass ich auch Band 2 unbedingt lesen werde. Dieser erscheint Ende August und ich hoffe sehr, dass die Illumicrate eine passende Edition herausbringt.
Empire of the Vampire
Durch unerklärliche Magie hat die Sonne jegliche Stärke verloren. Nur wenige Pflanzen überlebten in diesen Verhältnissen und die Menschen mussten lernen, sich anzupassen. Doch die Vampire, die nun auch am Tag ins Freie können, brachten sie an den Rand der Ausrottung. Als der letzte Silberwächter, Gabriel de León, von den Vampiren gefangen genommen wird, soll er seine Geschichte für die Nachwelt erzählen. Angefangen von seiner ersten Zeit bei dem Orden, der die Welt vor den blutrünstigen Monstern retten sollte, bis hin zu seiner Suche nach dem heiligen Gral.
Ich war überglücklich, dass die Illumicrate eine Ausgabe dieses Buches herausgebracht hat und natürlich musste ich es dann auch lesen. Jay Kristoff gehört zu meinen liebsten Autor*innen und dieser Auftakt seiner neuen Reihe hat dies nur erneut bestätigt! Das Buch war ein klares Jahreshighlight und auch hier erwarte ich Band 2 sehnsüchtig! Natürlich hat es von mir 5 Sterne erhalten.
Babel
Robin Swift wurde als junges Waisenkind vom mysteriösen Professor Lovell nach London gebracht, wo er eine strenge Erziehung erhielt und schließlich nach Oxford ans Institut für Übersetzung kam. Hier befindet sich das Zentrum für Sprachen und Übersetzungen, aber auch für die Arbeit mit Silber – eine geheime Art, Magie zu wirken, durch die Macht, die bei Übersetzungen frei wird. Während Robin sein Glück zunächst kaum fassen kann, wird ihm schnell vor Augen geführt, dass er als halber Chinese niemals wirklich dazu gehören wird. Robin und die anderen Übersetzer müssen sich entscheiden, ob sie Großbritannien trotzdem weiter unterstützen, oder alles verlieren wollen.
„Babel“ war nicht nur in der Illumicrate, sondern auch in der Fairyloot Adult Box. Auch hier war ich überglücklich, sogar zwei wunderschöne Editionen zu erhalten, da R.F. Kuang ebenfalls zu meinen liebsten Autor*innen gehört! Auch wenn es das Buch nicht geschafft hat, ein Highlight für mich zu werden, habe ich es dennoch geliebt und ihm 4 Sterne gegeben. Es behandelt Kolonialismus und seine Folgen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte.
The Red Scholar’s Wake
Xích Si wurde von Piraten der „Red Banner“ Flotte gefangen genommen. Sie glaubt, sterben zu müssen, doch da bietet ihr Rice Fish, das empfindungsfähige Schiff der Piratenflotte, einen Deal an: Sie wird Xích Si beschützen, dafür soll diese herausfinden, wer die vorherige Anführerin der Piraten verraten und getötet hat. Dafür müssen die beiden jedoch heiraten. Doch obwohl Xích Si sich einredet, dass dies nur eine geschäftliche Beziehung ist, kann sie die Gefühle, die Rice Fish in ihr auslöst nicht leugnen.
Auf “The Red Scholar’s Wake” hatte ich mich ganz besonders gefreut. Das Buch spielt im vietnamesisch geprägten Weltall und beinhaltet eine große Menge an Tropes, die ich sehr liebe. Ich hatte im Vorfeld bereits gewitzelt, dass es eigentlich tun könnte, was es wollte, und ich würde es vermutlich nie als schlecht empfinden können. Dies hat sich auch bewahrheitet, leider war es genauso aber auch weit davon entfernt, wirklich gut zu sein. Als störend habe ich vor allem empfunden, dass wichtige Teile des Worldbuilding nicht wirklich beschrieben wurden, wodurch ich mir vieles einfach gar nicht vorstellen konnte. Ebenso konnten mich die Charakterentwicklung und die Beziehungen zwischen den Charakteren nicht überzeugen. Bis zum Ende habe ich geliebt, was das Buch sein wollte, aber was es war, war meiner Meinung nach einfach mittelmäßig – dazu passend hat es von mir 3 Sterne erhalten.
Song of Silver, Flame Like Night
Lans Land wurde kolonisiert und sie lebt unterdrückt in einer Art Freudenhaus. Als ein Soldat sie kaufen will, entdeckt sie eine gefährliche Magie, die irgendwie mit ihrer toten Mutter zusammenhängt. Der Magier Zen entdeckt sie und hilft ihr zu fliehen. Zwischen feindlichen Soldaten, Magiern und Dämonen kommen sich die beiden näher, doch nicht nur die Zukunft ihres Landes ist bedroht, sondern auch ihr Leben.
Dieses Buch wurde des Öfteren mit „Im Zeichen der Mohnblume“ verglichen, was mich neugierig gemacht hat. Ich kann diesen Vergleich jedoch nur sehr bedingt nachvollziehen. Mir persönlich war die Geschichte beizeiten etwas zu jung und mich hat das sehr weiche Magiesystem gestört, welches einfach nicht zum Buch passte. Dennoch habe ich mich in die Welt verliebt und war durchgehend sehr gespannt darauf, wie es weitergehen würde. Von mir hat das Buch 4 Sterne erhalten.
Zusammefassung:
Bis auf „The Red Scholar’s Wake” konnten mich alle bisherigen Bücher der Box überzeugen – es war sogar ein Jahreshighlight dabei. Ich bin mir sicher, dass mich hier in Zukunft noch viele gute Bücher erwarten werden! Einige, auf die ich mich besonders freue sind „A River Enchanted“, „The Wolf and the Woodsman“ und „Witch King“.
Owlcrate
Die Owlcrate habe ich bereits genauso lange abonniert, wie die Illumicrate, allerdings habe ich deutlich mehr Boxen übersprungen. Bisher habe ich 14 Bücher erhalten und davon erst zwei gelesen.
In der Vorschau interessieren mich die Bücher der Owlcrate oft deutlich weniger als die der anderen Boxen. Es ist eine reine YA-Box, was ein wichtiger Grund dafür ist. Dennoch sind immer mal wieder Bücher dabei, die ich unglaublich spannend finde und zudem hatte die Box lange Zeit mit Abstand die besten Goodies. Diese sind zum größten Teil praktisch und immer sehr hochwertig. Erst seit einigen Monaten empfinde ich die Goodies der Illumicrate als ungefähr gleichwertig.
Witches Steeped in Gold
Seitdem Jazmynes Mutter gewaltsam die Macht an sich gerissen hat, lebt Iraya in einer Zelle. Sie hat Rache geschworen und als sie endlich in den Besitz der Familienmagie kommt, scheint sie dieser einen Schritt näher zu sein. Eine unerwartete Partnerin in diesem Vorhaben ist Jazmyne, die die Praktiken ihrer Mutter verhindern möchte. Die beiden Hexen schließen einen Pakt, doch sie verfolgen dabei beide eigene Ziele.
Zu „Witches Steeped in Gold“ kann ich generell etwas sehr Ähnliches, wie zu „She Who Became the Sun“ schreiben. Dem Buch habe ich 3,5 Sterne gegeben (was ich hierfür ebenfalls zu 4 aufwerte). Subjektiv habe ich diese packende Geschichte voller Intrigen geliebt, doch hatte sie auch einige deutliche Schwächen. Besonders das Worldbuilding hätte eine etwas bessere Ausarbeitung gebraucht, um mich völlig überzeugen zu können. Dennoch habe ich mir hier bereits den zweiten Band geholt und werde die Geschichte noch in diesem Jahr beenden.
A Lesson in Vengeance
Vor einem Jahr musste Felicity den Tod ihrer besten Freundin Alex mit ansehen. Durch die gemeinsamen Versuche, das Erbe eines alten Hexenzirkels wieder aufleben zu lassen, ist Felicity der Meinung, ein beschworener Geist habe sie verflucht. In ihrem letzten Jahr an der Dalloway Schule, an der all dies geschah, versucht sie nun, sich auf ihre akademischen Leistungen zu konzentrieren und ihre dunkle Geschichte auszublenden. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus, als die neue Schülerin Ellis versucht, mit ihr zusammen die Geheimnisse der alten Hexen wieder auszugraben.
Dieses Buch hat es für mich geschafft, zum Jahreshighlight zu werden, ohne dass ich damit gerechnet hatte. Die Geschichte hatte für mich alles, was Dark Academia ausmacht und konnte mich von Anfang bis Ende fesseln, obwohl – oder gerade weil – sie so extrem langsam geschrieben war. Dafür hat sie natürlich 5 Sterne verdient.
Zusammenfassung:
Bisher habe ich zu wenig Bücher aus dieser Box gelesen, um klar zu sagen, ob sich das Abo für mich lohnt oder nicht. Ich freue mich jedoch darauf, weitere zu lesen. Ganz besonders gespannt bin ich dabei auf „Silver in the Bone“ und „Only a Monster“.
Fairyloot Adult
Fairyloot hat zwei verschiedene Buchboxen – eine für YA-Bücher und eine für Adult-Bücher (und bald kommt eine weitere für Romantasy hinzu). Die YA-Box hat ein ähnliches Problem für mich, wie die Owlcrate: Mich spricht die Buchauswahl zu oft nicht an. Hinzu kommt, dass die Goodies meiner Meinung nach weniger kreativ und vor allem weniger nützlich sind als die der anderen Boxen.
Die Adult-Box dagegen kommt nur mit einem Buch und auch wenn ich die Auswahl nicht immer ganz passend finde, so habe ich seit März 2022 erst dreimal übersprungen. Gelesen habe ich zum aktuellen Zeitpunkt 5 Bücher, was im Vergleich zu den anderen Boxen deutlich besser ist.
Babel
Siehe bei der Illumicrate.
The Atlas Six
Alle zehn Jahre erhalten die sechs talentiertesten Magier*innen die Chance, sich zu beweisen und zu einer Geheimgesellschaft zu gehören, welche ihnen Macht und Reichtum verspricht – und das gesamte Wissen aus der Bibliothek von Alexandria. Doch nur fünf der sechs Auserwählten überleben das erste Jahr und werden initiiert. Libby, Nico, Parisa, Callum, Tristan und Reina haben aus unterschiedlichen Gründen eingewilligt. Nun beginnt ein Wettlauf um ihr Leben.
Ich mag Geschichten über Charaktere, die nach Macht streben und so war „The Atlas Six“ eigentlich prädestiniert für mich. Und auch wenn mir dieser Aspekt gut gefallen hat, gab es doch vieles, was an diesem Buch zu gewollt rüberkam. Allen voran das Magiesystem, welches auf Wissenschaft basierte (eigentlich vielversprechend!), von der die Autorin leider selbst wenig verstand. Insgesamt hat das Buch von mir 3,5 Sterne erhalten (für die Grafik wieder auf 4 aufgerundet).
Her Majesty’s Royal Coven
Die vier Freundinnen Niamh, Leonie, Helena und Elle sind Hexen. Nachdem sie in einem Bürgerkrieg zwischen Hexen und Zauberern gekämpft haben, sehnen sie sich nach etwas Normalität. Doch dann taucht ein magisch begabtes Kind auf, welches durch die Orakel in Verbindung mit dem Ende der Welt gebracht wird. Die vier Freundinnen müssen Entscheidungen treffen, von denen nicht nur ihre Freundschaft abhängt, sondern auch, ob der Frieden hält.
„Her Majesty’s Royal Coven“ hat interessante Ansätze gehabt, was Genderthematiken anging. Dazu war die Geschichte sehr interessant und die Charaktere zum größten Teil glaubhaft. Leider fühlte sich das Buch irgendwann auch sehr belehrend an und einige Geschehnisse wirkten nicht organisch, sondern eingefügt, um gewisse Punkte zu untermauern. Spezifisch, dass das Buch irgendwann eine Antwort auf J.K. Rowling sein wollte, war zwar auf eine Weise unterhaltsam, aber meiner Meinung nach auch irgendwie unnötig. Insgesamt habe ich dem Buch ebenfalls 3,5 Sterne gegeben (wieder aufgerundet auf 4).
Emily Wilde’s Encyclopaedia of Faeries
Emily Wilde ist eine der führenden Wissenschaftler*innen was Feen angeht. Ihr aktuelles Projekt führt sie in den Norden Skandinaviens, wo sie in einem kleinen Dorf versucht, die dortigen Feen zu studieren. Doch es sind nicht diese Wesen, die ihr Probleme machen, sondern ihre Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen. Als ihr charmanter Kollege und Rivale Wendell Bambleby auftaucht, weiß Emily nicht, ob sie sich freuen oder ärgern soll. Doch auch Bambleby hat ein Geheimnis und ob Emily es aufdeckt, könnte nicht nur für ihre Forschung entscheidend sein.
Diese cozy Fantasygeschichte konnte mich sehr gut unterhalten und völlig überzeugen. Besonders mochte ich Emily, deren wissenschaftlicher Eifer und trockene Art mich begeistern konnten. Auch die Welt der Feen hat mir gefallen und ich hoffe, dass gerade dieser Aspekt im nächsten Band noch mehr Aufmerksamkeit erhält. Einzig das Ende war mir ein wenig zu schnell abgehakt. Von mir hat das Buch 4,5 Sterne bekommen (5 aufgerundet).
The Last Tale of the Flower Bride
Ein Mann verliebt sich in die schöne Indigo, die Erbin eines Vermögens. Als sie heiraten nimmt sie ihm ein Versprechen ab: Er darf niemals nach ihrer Vergangenheit suchen. Doch als ihre Tante im Sterben liegt, nimmt Indigo ihren Mann mit in das Haus der Träume, in welchem sie aufgewachsen ist. In den alten Mauern findet der Bräutigam Einblicke in die Zeit, als Indigo noch ein Kind war und seine Neugierde beginnt, Geheimnisse aufzudecken, welche vielleicht besser verborgen geblieben wären.
Dieses atmosphärische Gothic Horror Buch darf sich bei meinen Jahreshighlights einreihen. Ich habe die traumhafte Art des Schreibstils geliebt und war gefangen zwischen den Seiten, wie in einem Spinnennetz. Besonders mochte ich, wie hier unbekannte Märchen und Sagen in die Geschichte eingewoben waren und mich manchmal haben vermuten lassen, was passieren würde, manchmal aber auch einfach auf die falsche Fährte gelockt haben. Von mir erhält das Buch klare 5 Sterne.
Zusammenfassung:
Bisher konnte mich jedes Buch aus dieser Box genug begeistern, um zu sagen, dass sich das Abo lohnt. Da es auch keine Goodies gibt, ist dies gerade hier besonders wichtig. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Geschichten, die mich noch erwarten und freue mich besonders auf „A Dowry of Blood“ und „In the Lives of Puppets“.















[…] in diesem Jahr endlich alle alten Bücher aus dieser Box beenden, damit ich sie in meinem nächsten Buchboxen-Beitrag endlich abschließend bewerten kann.Bisher liest sich Buch ziemlich angenehm und zügig, die […]
[…] Zum ersten Teil der Beitragsreihe geht es übrigens hier.Und zum zweiten Teil geht es hier.Vorwissen ist für diesen Beitrag aber nicht nötig. […]