Cover "She who became the sun": Das Cover ist rot mit einem goldenen Drachen darauf, welcher sich um den goldenen Titel windet
Englisches Buch Epic Fantasy Fantasy Historisch Military Fantasy

She Who Became the Sun

Rezension zu „She Who Became the Sun” von Shelley Parker-Chan

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: She Who Became the Sun
Originaltitel: She Who Became the Sun
Reihe: Der strahlende Kaiser Band 1 von 2
Autorin: Shelley Parker-Chan
Übersetzung: Aimée de Bruyn Ouboter
Verlag: Cross Cult
Seiten: 512
Kauflink: Amazon
Preis: 29,00 € (D) Exklusives Hardcover (limitiert); 18,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Das auf den Fotos gezeigte Buch ist eine Spezialausgaben der Illumicrate. Es ist in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich.

Klappentext:

Ein Dorf im staubigen Flachland, geplagt von einer Hungersnot. Ein Seher offenbart zwei Kindern ihre Zukunft: Den Jungen erwartet ein bedeutendes Schicksal, das Mädchen dagegen – nichts. Im Jahr 1345 steht China unter der brutalen Herrschaft der Mongolen. Plünderer ziehen durch das Land und überfallen die armen Bauern. Auch ins Dorf der Kinder kommen sie und machen die beiden zu Waisen. Während Zhu Chongba verzweifelt und aufgibt, fasst das Mädchen jedoch den Entschluss, sein Schicksal zu ändern. Sie nimmt die Identität ihres toten Bruders an. Kann Zhu dem entkommen, was doch in den Sternen geschrieben steht? Oder kann sie das bedeutende Schicksal ihres Bruders für sich selbst beanspruchen – und letztlich so hoch aufsteigen, wie sie nur träumen kann? Eine epische Geschichte über Liebe, Verlust, Verrat und Triumph von einer eindringlichen neuen Erzählerstimme!

Klappentext "She who became the sun"
Meine Meinung:

1345 wird China von den Mongolen regiert. Im Süden des Landes gibt es eine große Hungersnot, während der zwei Kinder eine Prophezeiung erhalten. Während der Sohn Größe erreichen soll, heißt es, dass aus dem Mädchen Nichts wird. Doch der Sohn stirbt und das Mädchen übernimmt seine Identität. Als Zhu Chongba wird sie in einem Kloster ausgebildet und schließt sich später den Rebellen an, die das Land zurückerobern wollen. Alles, um die Größe, die ihrem Bruder versprochen wurde, selbst zu erhalten.

„She Who Became the Sun“ ist ein historischer Fantasyroman, der während der Yuan-Dynastie in China spielt. Erzählt wird der Aufstieg des späteren Kaisers und Begründers der Ming-Dynastie Zhu Yuanzhang. In der Geschichte gibt es einen starken Fokus auf Geschlechterrollen. So ist Zhu eine Frau, die sich als Mann ausgibt und dabei in keins der beiden Rollenbilder passt. Es gibt einen Eunuchen, welcher von den Männern der Mongolen oft in weibliche Stereotype gesteckt wird, obwohl er selbst ein hoher General ist und sich klar als Mann definiert. Aber auch abgesehen von diesen beiden Charakteren gibt es einige Nebencharaktere, die die gegebenen Rollen immer wieder in Frage stellen, teilweise obwohl sie den Vorstellungen der Gesellschaft zu ihrem Geschlecht entsprechen. Dies war meiner Meinung nach eine der großen Stärken des Buches.

Zu sehen ist die Rückseite der Schutzhülle des Buches mit aufgedrucktem Artwork. Darauf zu sehen sind Zhu und Ouyang.

Auch das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen. Die kulturellen Aspekte der Zeit waren schön eingefügt und ergaben ein stimmiges Bild. Ich hatte immer wieder Lust, mehr zu den tatsächlichen Geschehnissen herauszufinden und habe durch die Lektüre und meine weiterführende Recherche sehr viel Neues gelernt.

Der erste Teil des Buches ist komplett aus der Perspektive von Zhu geschrieben und erzählt, wie sie erwachsen wird. Dieser Teil hat mich sofort überzeugt. Ich fand Zhu als Charakter sehr spannend und wollte unbedingt mehr lesen. Im zweiten Teil kamen dann mehr Perspektiven dazu. Zunächst hat mir auch das gut gefallen, da alle Charaktere interessant wirkten, allerdings wurden viele Szenen meiner Meinung nach aus der falschen Perspektive erzählt, wodurch der innere Monolog von Charakteren in entscheidenden Momenten gefehlt hat. Besonders Zhu war davon betroffen und ich habe dadurch etwa nach der Hälfte des Buches den Bezug zu ihr komplett verloren und konnte ihre Entwicklung nicht mehr richtig nachvollziehen.

Zu sehen ist der farbige Buchschnitt der ausgabe. Dieser geht von gelb zu orange und hat stilisierte Wolken darauf.

Viele Dinge wurden leider nicht richtig im Text gezeigt, sondern eher im inneren Monolog gesagt. Dies hatte teilweise zur Folge, dass sich Textstellen aufgebläht und repetitiv anfühlten, während ich viele gegebene Informationen schwer glaubhaft fand. Besonders am Ende, als ein wichtiger Charakter einen Plan ausführte, hätte ich gern mehr davon im Vorfeld gesehen und nicht nur erzählt bekommen, wodurch dieser zustande kommen konnte.

Trotzdem fand ich das Ende des Buches sehr spannend und der Ausblick auf die kommenden Herausforderungen im zweiten Band hat mich mehr als neugierig gemacht. Als Debüt finde ich dieses Buch sehr gelungen, auch wenn man viele Dinge doch besser hätte lösen können.

Zu sehen ist die Rückseite der Schutzhülle mit dem nackten Hardcover darauf. Dieses zeigt foliert den Drachen, welcher auf dem eigentlichen Cover zu sehen ist
Fazit:

Auch wenn der Mittelteil sich etwas zog und die Perspektiven manchmal nicht gut passten, hat es dieses Buch doch geschafft mich mit tollem Worldbuilding und der guten Thematisierung von Geschlechterrollen zu überzeugen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!

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3 Kommentare

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