Rezension zu „Shadows of Self“ von Brandon Sanderson
Meine Bewertung:

Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „The Alloy of Law“ (Band 1).
Details:
Titel: Shadows of Self
Reihe: Mistborn Ära 2; Band 2 von 4
Autor: Brandon Sanderson
Verlag: Tor Books
Seiten: 384
Kauflink: Amazon
Preis: 9,69 € Taschenbuch; 5,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Die Stadt Elantel ist eine Metropole in Zeiten des Umbruchs, beherrscht von Technik, Magie – und dem Recht der Gesetzlosen. Hier stoßen Wax, Wayne und ihre Gefährtin Marasi auf eine dunkle Verschwörung, die ganz Elantel erschüttern kann. Und die Verbündeten machen sich daran, den Fall auf ihre ganz eigene Weise zu lösen …
Meine Meinung:
Eine Reihe blutiger Verbrechen erschüttert Elantel. Wax und Wayne versuchen, den Täter zu finden, doch alle Hinweise deuten darauf hin, dass es ein Kandra war. Wax hat keine Idee, wie er ein solches Wesen stoppen, geschweige denn überhaupt finden soll. Doch als sich abzeichnet, wer das nächste Opfer sein könnte, muss er trotzdem eine Lösung finden, damit die Stadt nicht im Chaos versinkt.
Ich habe leider ziemlich gemischte Gefühle in Bezug auf dieses Buch. Während der erste Band mich noch generell überzeugen konnte, weil es viele neue Elemente zu entdecken gab (etwa die Veränderungen im Magiesystem und in der Welt), fiel das hier fast komplett weg.
Auch die Geschichte, welche ich im ersten Buch noch ziemlich spannend fand, war hier eher mittelmäßig. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die einzelnen Stationen auf dem Weg nicht immer perfekt zueinander passten und gerade im Mittelteil habe ich begonnen, mich zu langweilen. Dennoch gab es einige wirklich gute Momente, welche das Gesamtbild dann doch für mich retteten.
Im Gegensatz dazu standen für mich jedoch viele der Charaktere. Insbesondere Marasi sorgte dafür, dass ich doch Spaß am Lesen hatte. Ihre Entwicklung zu verfolgen hat mir richtig gut gefallen. Auch Steris konnte wieder punkten und Wax hatte seine Momente. Nur Wayne verdarb mir immer wieder die Laune, insbesondere, wenn ich Abschnitte aus seiner Perspektive lesen musste. Er ist einfach ein Archetyp, mit dem ich absolut nichts anfangen kann.
Im ersten Band habe ich kritisiert, dass es den Trope des Fridgings gab, indem Wax‘ Frau direkt zu Beginn getötet wurde, nur um seine Entwicklung in Gang zu setzen. Hier hat der Autor in diesem Buch versucht, nachträglich etwas zu verbessern, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich dies gelungen fand.
Ebenso wie im ersten Band haben mich die Actionszenen hier ziemlich enttäuscht. Von dem Autor bin ich es gewöhnt, mich immer sehr gut in diese hineinversetzen zu können (etwas, das mir sonst eher schwerfällt), aber hier war ich durchgehend nur verwirrt davon, was passierte. Da es aber so viele Actionszenen gab, war dies besonders ärgerlich.
Fazit:
Trotz toller Charaktere konnte mich „Shadows of Self“ insgesamt nicht völlig überzeugen. Insbesondere die verwirrenden Actionszenen und die teils langweilige Handlung sorgten dafür.

