Rezension zu „Selection – Die Kronprinzessin“ von Kiera Cass
Dies ist der vierte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Selection“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Selection – Die Kronprinzessin
Originaltitel: The Heir
Reihe: The Selection; Band 4 von 5
Autorin: Kiera Cass
Übersetzung: Susann Friedrich, Lisa-Marie Rust
Verlag: Fischer Sauerländer
Seiten: 400
Kauflink: Amazon
Preis: 16,99 € (D) Gebunden; 8,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Die Liebesgeschichte um America, Maxon und Aspen hat ihr Ende gefunden – aber die Geschichte der ›Selection‹ ist noch lange nicht vorbei!
Nun ist es an Maxons Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin, sich ihren Prinzen aus 35 jungen Männern zu erwählen. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an die große Liebe glaubt sie sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt die Liebe ja an Eadlyn!
Meine Meinung:
Viele Jahre nachdem America und Maxon ihr Glück gefunden haben, herrschen sie über das Land. Trotz vieler Verbesserungen sind die Menschen in Aufruhr. Um sich etwas Zeit zu erkaufen und die sozioökonomische Situation des Landes zu verbessern, soll ihre Tochter Eadlyn nun einen Ehemann finden. Dazu werden viele heiratswillige Männer ins Schloss geladen und Eadlyn soll diese wie bei einer Dating-Show kennenlernen. Mit dabei ist natürlich immer die Presse. Doch Eadlyn glaubt nicht, dass sie sich auf diese Weise überhaupt verlieben kann.
Die originale Trilogie dieser Reihe zog sich schon mehr in die Länge als es nötig gewesen wäre, aber die Geschichte schaffte es dennoch größtenteils unterhaltsam zu sein. Diese Fortsetzung dagegen wirkte auf mich vollkommen unnötig und dazu ebenfalls völlig aufgeblasen. Nicht jede Reihe, die theoretisch nach ihrem Ende noch fortgesetzt werden könnte sollte dies auch werden…
Ein Großteil meiner gesamten Kritik am Buch bezieht sich dabei auf die Protagonistin Eadlyn. Es wurde schnell klar, dass die Autorin ein völlig anderes Bild von dieser hatte, als sie im Buch dann wirklich vermittelte. Sehr oft wird im Text behauptet, dass Eadlyn gewisse Eigenschaften besitzen würde, nur um in allen Handlungen genau das Gegenteil zu zeigen. Eadlyn war verzogen, von sich selbst überzeugt und faul. Sie behauptete jedoch ständig, hart zu arbeiten und so gestresst zu sein, obwohl sie sich durchgehend vor jeglicher Arbeit drückte und sich Massagen geben ließ.
Es ging viel darum, dass das Kastensystem der ersten drei Bände nun abgeschafft worden war, dies jedoch zu Unruhen innerhalb der Gesellschaft führte. Die Geschichte sollte dabei immer wieder zeigen, dass die Abschaffung gut ist, weil nun alle Menschen die gleichen Chancen haben könnten und auch Eadlyn betonte immer wieder, dass doch alle Menschen gleich seien. Gleichzeitig behandelte sie ihre Bediensteten und andere Menschen des Volkes wie es ihr gerade gefiel und hielt sich ständig für etwas Besseres.
Die restlichen Charaktere waren so schlecht geschrieben, dass ich mich an die meisten schon jetzt nicht mehr erinnern kann. Selbst Maxon und America sind in diesem Band so anders und leblos als zuvor, dass ich mir zwischenzeitlich eher vorkam, als hätte eine andere Autorin dieses Buch geschrieben.
Die Geschichte war dazu noch völlig in die Länge gezogen. Die meiste Zeit über passierte gar nichts. Eadlyn hatte immer mal wieder schlechte Ideen, nur um diese wieder zu vergessen – oder eine Idee zu haben, die in eine andere Richtung ging. So fühlte es sich teils an, als ob die Handlung einfach nicht voranschreiten wollte. So gelangweilt habe ich mich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches.
Fazit:
„Selection – Die Kronprinzessin“ ist die Art Fortsetzung, die wirklich niemand brauchte. Die Protagonistin sticht höchstens dadurch hervor, wie unangenehm sie ist, obwohl die Autorin versucht, etwas anderes zu vermitteln, während die anderen Charaktere kaum existent sind und dazu ist die Geschichte unnötig aufgebläht.

