Cover "Rumo & Die Wunder im Dunkeln": Ein roter Vorhang zieht sich über das Cover aus dem unten ein kleiner Wolpertinger herausschaut
Abenteuer Fantasy

Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Rezension zu „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Rumo & Die Wunder im Dunkeln
Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin Verlag (früher Piper)
Seiten: 704
Kauflink: Amazon
Preis: 16,00 € (D) Taschenbuch; 14,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Rumo, der junge Wolpertinger aus »Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär«, macht sich selbstständig und geht seinen eignen Weg durch den gefährlichen Kontinent Zamonien. Er folgt dem Silbernen Faden, einer Geruchsspur, die nur er wittern kann und an deren Ende Rumo das Glück vermutet. Auf seiner abenteuerlichen Reise durch zwei höchst unterschiedliche Welten begegnet er Teufelszyklopen und Mondlichtschatten, den Kupfernen Kerlen und den Toten Yetis. Rumo lernt das Kämpfen, die Liebe, die Freundschaft und das Böse kennen, es verschlägt ihn in den geheimnisvollen Nurnenwald, in die legendären Untenwelt und in das Theater der Schönen Tode; er erfährt von den Unvorhandenen Winzlingen, von den Belagerungen der Lindwurmfeste, von Professor Dr. Abdul Nachtigaller und seinem Schubladenorakel – und Rumo findet endlich zu Rala, die ihm die Wunder im Dunkeln zeigt.

Klappentext "Rumo & Die Wunder im Dunkeln"
Meine Meinung:

Als der junge Wolpertinger Rumo von Teufelszyklopen gefangen wird, beginnt seine abenteuerliche Reise. Während ihm eine Haifischmade das theoretische Wissen über das Kämpfen beibringt, muss er das Praktische selbst erlernen, um zu überleben. Auf seinem Weg muss er sich kupfernen Kerlen, toten Yetis und anderen Schrecken stellen.

„Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ war das zweite Buch von Walter Moers, welches in Zamonien spielt. Angelehnt ist es an Abenteuerromane und klassische, griechische Heldengeschichten. Zu beiden Genres finden sich viele Anlehnungen, so etwa der Aufbau. Geschichtlich spielt das Buch direkt nach „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ und erzählt die weitere Geschichte des jungen Wolpertingers Rumo, der vom Blaubär gerettet wurde.

In vielerlei Hinsicht ist dieses Buch ein klassischer Moers-Roman mit allen Elementen, die es zu einer tollen Geschichte machen. Die besondere Art zu erzählen, bei der Sprache als Werkzeug genutzt wird, um das Erlebnis zu steigern und immer ein wenig Humor mit einzubringen, die fantastische Welt und die Geschichte, die nicht so ganz den klassischen Regeln des Erzählens zu folgen scheint, es dann aber, ohne, dass man es merkt, doch tut, all dies sind Dinge, die ich an diesem Autor liebe. Und als ich das Buch vor vielen Jahren zum ersten Mal gelesen habe, habe ich es auch geliebt.

Trotzdem habe ich „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ aus meiner heutigen Perspektive als eins der schwächeren Werke des Autors wahrgenommen. Dabei ist es natürlich weit davon entfernt schlecht zu sein, aber es gab doch so einiges, was mich doch gestört hat. Da ist zum Beispiel der Anfang des Buches, welcher doch sehr lange braucht, bis die Geschichte wirklich beginnt. Rumo muss sich erst viele, viele Geschichten über andere Helden anhören, bevor er selbst einer werden kann. Und auch, wenn diese Geschichten sich alle im späteren Verlauf auszahlen, so bedeutet es doch, dass der Anfang sich ein wenig zäher liest.

Ebenso hat mich das Ende des Buches so gar nicht begeistern können. Plötzlich war die Geschichte einfach vorbei, obwohl es irgendwie noch so viele lose Fäden gab. Auch wenn die wichtigsten Dinge natürlich abgeschlossen wurden, so gab es vor allem viel was die Beziehungen zwischen den Charakteren angeht, was einfach offen gelassen wurde.

Karte der Stadt Wolperting

Mit dem Protagonisten Rumo wurde ich leider auch nicht besonders warm. Dieser ist doch sehr simpel gestrickt und teilweise sogar langweilig. Er scheint eher für uns Lesende da zu sein, damit wir die spannenderen Charaktere auf seinem Weg kennen lernen können.

Zuletzt hat mir nicht gefallen, dass mit Rala zwar ein starker weiblicher Charakter im Buch vorkam (im Übrigen war sie da allerdings auch die einzige, zwischen unzähligen männlichen Charakteren), diese am Ende aber doch wieder die Jungfrau in Nöten sein musste, damit Rumo nicht in seinem männlichen Stolz verletzt wurde. Das so zu lesen war doch eher enttäuschend.

Da es ein Buch von Walter Moers ist, würde ich gerne einfach so fünf Sterne geben und da ich diese vielen Kritikpunkte habe, würde ich ihm normalerweise deutlich weniger Sterne geben, aber dieses Buch ist im Endeffekt ziemlich unterhaltsam, voll Kreativität, Fantasie, guter Ideen und spannender Geschichten, die eigentlich mehrere Bände hätten füllen können. Auch wenn es viele Fehler hat, so ist es doch immer noch besser als vieles andere, das ich sonst so kenne.

Fazit:

„Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ ist von den Zamonien-Bänden einer der schwächsten. Dennoch ist es weiterhin ein typisches Buch des Autors, voller Sprachwitz und Kreativität, das ich trotz allem empfehlen kann.

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2 Kommentare

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