Wer im Februar (oder generell) gerne etwas Romantik in seinen Büchern hätte, kann jetzt aufatmen. Denn bei den Tipps in diesem Beitrag ist für alle was dabei! Von jung bis alt, von der Schule, über die Uni, bis rein ins Weltall – Liebe gibt es schließlich überall!
Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Olive ist Biologie-Doktorandin in Stanford. Um ihre beste Freundin davon zu überzeugen, dass diese ihren Ex daten kann, gerät sie in einige Verstrickungen, an deren Ende sie plötzlich den erstbesten Mann küsst, der ihr über den Weg läuft. Und das ist ausgerechnet Adam Carlsen, der Wissenschaftler, vor dem alle Doktoranden Angst haben. Während Olive sich immer weiter in der Situation verstrickt, um ihre wissenschaftliche Karriere nicht an den Nagel hängen zu müssen, lernt sie eine ganz andere Seite von Adam kennen.
Witzig, romantisch und mit Frauen in STEM – diese RomCom konnte mich großartig unterhalten. Ali Hazelwood arbeitet selbst als Wissenschaftlerin und kann daher aus dem Nähkästchen plaudern und das merkt man, auch wenn sie praktisch keine Fachwörter nutzt. Wer nach einer großen Portion Humor und Fake-Dating als Trope sucht, wird hier definitiv fündig.
Like Water in your hands
Arwa ist für ihr Physikstudium nach Wien gezogen. Die große Stadt überfordert sie und sie fühlt sich unwohl. Als ihre Tante sie zu einer Hochzeit mitnimmt, lernt sie viele Mitglieder der pakistanischen Gemeinschaft kennen, darunter Tariq. Zunächst ist es nur eine Schwärmerei, die allerdings schnell wächst. Doch Tariq hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen.
„Like Water in your hands” ist der erste NA-Liebesroman, der es in meine Jahreshighlights geschafft hat – und dann auch noch auf einen der obersten Plätze! Die Geschichte ist mitreißend, tragisch und bringt dabei gut Einflüsse der pakistanischen Kultur rüber. Ich werde dieses Buch wohl noch lange in Erinnerung behalten.
Love, Simon
Der Highschooler Simon schreibt Mails mit Blue. Über diesen weiß er nur, dass er auf die gleiche Schule wie er selbst geht. Und dass er sich immer mehr in ihn verliebt. Als die Mails jedoch versehentlich in die falschen Hände geraten, ist Simon klar, dass er seine Sexualität vielleicht nicht mehr lange geheim halten kann.
In diesem Jugendbuch geht es um das Finden der eigenen Sexualität und um die erste Liebe. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch zwar in erster Linie für Jugendliche geschrieben wurde, es aber auch für Erwachsene gut lesbar und nachfühlbar ist.
Was wir von Quallen lernen können
Der Literaturstudent Henry steht schon länger auf den süßen Barkeeper Max, den er bei den Quiz-Abenden im Pub regelmäßig sieht. Als er sich eines Tages einen Ruck gibt und ihm seine Nummer zuschiebt, beginnen die beiden, sich zu treffen und zu daten. Wenn sie sich sehen, scheint alles perfekt zu sein, doch Max verschwindet regelmäßig einfach von der Bildfläche und meldet sich tagelang nicht. Mehr und mehr beginnt Henry an der Beziehung zu zweifeln.
Diese queere NA-Liebesgeschichte konnte mich verzaubern, mit einer der süßesten Beziehungen überhaupt. Henry und Max sind ein unglaublich tolles Pärchen, bei denen die Chemie einfach stimmt. Auch sonst hat mir dieses Buch sehr gefallen, besonders durch die Integration von ganz viel unnützem Wissen!
Die Unzertrennlichen
Sylvie ist eine Musterschülerin und streng katholisch. Doch dann lernt sie Andrée kennen, die so lebhaft und selbstständig wirkt, dass Sylvie nicht anders kann, als sie zu bewundern und ihr nachzueifern. Die beiden werden gute Freundinnen, auch wenn Sylvie heimlich stärkere Gefühle für das andere Mädchen hegt.
Diese Geschichte hebt sich insofern von den anderen ab, als dass sie keine klassische Liebesgeschichte ist. Es geht dennoch um starke Gefühle und um das Finden der eigenen Sexualität. Die Geschichte selbst ist autobiographisch geprägt, da Simone de Beauvoir ihre eigenen komplizierten Gefühle für ihre Kindheitsfreundin verarbeitete.
Stardust & Coffee
Es ist das Jahr 2383 und die Menschheit ist kurz davor, zum ersten Mal einen neuen Planeten zu kolonialisieren. Die Projektleiterin des Wissenschaftsteams auf dem Schiff zum neuen Planeten ist Broca. Sie hat viel geopfert, um diesen Posten bekleiden zu dürfen und ist bereit, sich an jede Regel zu halten. Auch an die, dass jeglicher romantischer Körperkontakt an Bord verboten ist. Am Abend vor dem Abflug lernt sie jedoch den Leiter des medizinischen Teams kennen und plötzlich fällt ihr das nicht mehr so leicht, wie gedacht.
„Stardust & Coffee“ ist ein interessanter Genremix zwischen Romance und Sci-fi und lässt sich auch ohne größere Erfahrungen mit zweiterem problemlos lesen. Die Weltraumkulisse sorgt für ein großartiges Flair und die Charaktere haben eine Menge Chemie zwischen sich.
Ex Hex
Mixe niemals Magie mit Vodka – dieses weise Motto ihrer Familie wirft Vivienne völlig über den Haufen, als sie und Rhys sich trennen. Betrunken verflucht sie ihren Ex-Freund. Neun Jahre später kommt der zurück zum jährlichen Gründerfest der Stadt und plötzlich entfaltet der Fluch seine Wirkung. Vivi und Rhys müssen zusammenarbeiten, um ihn und die Stadt zu retten.
Diese Gelungene Mischung aus Magie, Humor und Romantik lässt sich ganz wunderbar zwischendurch lesen und macht dabei eine Menge Spaß. Die Magie nimmt nur einen kleinen, aber doch zentralen Teil des Buches ein. Vivi und Rhys sind überzeugende Charaktere, mit denen es sich gut mitfiebern lässt. Von allen Büchern dieser Liste hat dieses zudem das höchste Spice-Rating.









