Red Stars Blackout Protocol Cover auf dem Tolino E-Reader
Dystopie Jugendthriller Sci-Fi Thriller

Red Stars – Blackout Protocol

Rezension zu „Red Stars – Blackout Protocol“ von S.R. Mars

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Red Stars – Blackout Protocol
Autorin: S.R. Mars
Seiten: 369
Kauflink: Amazon
Preis: 4,99 € (D) E-Book

Klappentext:

RED STARS!
Eine neue Droge, ein Blackout und ein Pharmakonzern mit dunklen Geheimnissen.
In Großbritannien fällt der Strom aus. Mit ihm Telefon, Internet und Funk.
Flugzeuge stürzen ab. Schiffe verschwinden vor der Küste. Millionen Menschen sind von einem Moment auf den anderen von der Welt abgeschnitten.
Philadelphia: Die Historikerin Jesse verliert den Kontakt zu ihrer Familie, die im britischen Blackout gefangen ist. Als die CIA behauptet, Jesses Mann habe für sie beim Pharmariesen Vanguard spioniert, wird ihre private Rettungsmission zum Wettlauf gegen die Zeit.
London: Als Teil einer Widerstandszelle kämpft Eli gegen das totalitäre Regime und die Kontrolle durch eine allgegenwärtige virtuelle Realität.
Ausgerechnet hier, in der Simulation, soll sich die letzte Hoffnung auf Freiheit verbergen.
Was, wenn Droge, Blackout und Simulation Teil desselben Plans sind?

Meine Meinung:

Ausschreitungen, Stromausfälle und eine neue Droge: Die Lage in Großbritannien spitzt sich zu. Als Liv und ihr keiner Bruder ihren Vater besuchen wollen, landen sie direkt in einem Land, das an der Grenze zu einem Umbruch steht. Ihr Vater arbeitet für den Pharmariesen Vanguard und obwohl sie auf dem Firmengelände in Sicherheit scheinen, wird auch dort die Situation immer heikler.
Einige Jahre später kämpfen Eli und die anderen ihrer Widerstandszelle in London gegen das totalitäre Regime, welches die Kontrolle über Großbritannien und eine virtuelle Realität hat, aus der sie immer wieder Menschen retten müssen. Können sie die Droge Red Stars und einen verrückten Anführer stoppen?

Das ist eine genauso wilde Mischung wie es klingt. „Red Stars – Blackout Protocol“ verbindet Dystopie, Science-Fiction, Thriller und Verschwörungsgeschichte miteinander und dabei passiert eigentlich ständig etwas. Gerade die verschiedenen Fragen, die sich im Laufe der Handlung ergeben, haben mich immer wieder weiterlesen lassen. Wer steckt hinter Red Stars? Wie hängt die Droge, die virtuelle Realität und die Ereignisse in Großbritannien zusammen? Und wie schaffte es ein totalitäres Regime, so schnell die Macht zu übernehmen.

Besonders gut gefallen hat mir dabei der Schreibstil. Das Buch liest sich sehr flüssig und gerade bei einer Geschichte, in der so viel passiert, ist das für mich ein großer Pluspunkt. Die Handlung hat ein schnelles Tempo, ohne dass ich dabei das Gefühl hatte, den Überblick zu verlieren.

Auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Besonders Eli fand ich interessant und ich mochte, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte nachvollziehbar war. Gerade bei Geschichten, die so stark auf Action und große Ereignisse setzen, finde ich es schön, wenn die Charaktere dabei nicht völlig in den Hintergrund rücken. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren haben mir gut gefallen und haben dafür gesorgt, dass mir die Geschichte nicht nur aufgrund der Handlung im Gedächtnis geblieben ist.

Ein paar Dinge haben für mich allerdings nicht ganz so gut funktioniert. Vor allem die Gegenwartsperspektive hätte für meinen Geschmack deutlich mehr Raum bekommen können. Gerade dort hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren, wie diese Welt eigentlich funktioniert und was die Entwicklungen konkret für die Menschen bedeuten. Ich denke, insbesondere Jesses Perspektive in der Vergangenheit hätte gut gekürzt werden können, um hier noch mehr Tiefe rauszuholen.

Auch die namensgebende Technologie rund um Red Stars konnte mich nicht ganz so sehr überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Idee dahinter fand ich sehr interessant, allerdings hat sie sich für mich nicht immer ganz ideal in die Geschichte eingefügt. Teilweise hatte ich eher das Gefühl, dass hier noch ein weiterer spannender Aspekt in die ohnehin schon ziemlich umfangreiche Geschichte integriert werden sollte. Gerade weil Red Stars bereits im Titel steht, hätte ich mir gewünscht, dass dieses Element noch stärker mit dem Rest der Handlung verbunden ist.

Das sind für mich allerdings eher Punkte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass noch mehr aus der Geschichte herauszuholen gewesen wäre. Denn insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Mischung aus verschiedenen Genres funktioniert überraschend gut, die Geschichte bleibt spannend und vor allem die Charaktere konnten mich mit ihrer Entwicklung überzeugen. Dazu kommt ein Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt und das hohe Tempo der Handlung gut unterstützt.

Fazit:

„Red Stars – Blackout Protocol“ ist ein spannender und actionreicher Technothriller mit einer interessanten Mischung aus Blackout-Szenario, Verschwörung, virtueller Realität und dystopischen Elementen. Besonders der Schreibstil und die Charaktere haben mir gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich es immer sehr gerne weitergelesen habe.

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