Rezension zu „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ von Walter Moers
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr
Reihe: Zamonien Band 7
Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 346
Kauflink: Amazon
Preis: 24,99€ (D) Gebunden; 14,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Prinzessin Dylia, die sich selbst »Prinzessin Insomnia« nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal: Der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom kündigt an, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereithält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen …

Meine Meinung:
Prinzessin Dylia kann nicht schlafen und ist oft viele Tage und Nächte am Stück wach. Je länger sie wach ist, umso mehr seltsame Phänomene kann sie beobachten, wie etwa die kleinen Wesen aus Seifenblasen, die sich immer im Zwielicht in ihrem Zimmer aufhalten. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem Nachtmahr Havarius Opal, der ihr ankündigt, die in den Wahnsinn treiben zu wollen. Sie lässt sich ein auf eine Reise mit ihm durch ihr Gehirn, die vielleicht ihre einzige Chance ist, sich selbst zu retten.
Diese Geschichte entstand in Zusammenhang mit der Künstlerin Lydia Rode, welche das Buch auch illustrierte. Ihre Erkrankung am Chronischen Erschöpfungssyndrom diente als Inspiration des Autors für dieses zamonische Märchen.
Wie bei jedem Buch des Autors muss ich den Schreibstil einfach positiv hervorheben. Dieser ist gewohnt genial, sorgt an den richtigen Stellen für Humor und es gibt wie immer geniale Wortspiele und ähnliches. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen und freue mich über jedes einzelne Buch, egal wie gut die Geschichte selbst ist.

Leider ist diese in diesem Buch eben nicht so gut, wie erwartet. Zu Beginn dümpelte die Geschichte lange vor sich hin und auch wenn ich mir vorstellen kann, dass dies die Langeweile der Prinzessin in ihren Schlaflosen Nächten darstellen sollte, so war es einfach viel zu viel. Im weiteren Verlauf fühlte sich die Handlung teils sehr episodenhaft an und es passierte einfach so vieles, das keine Relevanz für den Rest des Buches hatte.
Auch die Charakterentwicklung war meiner Meinung nach nicht besonders gut. Insbesondere der Nachtmahr schien gegen Ende vom einen Extrem ins andere zu fallen, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gab. Teilweise wurden auch Erklärungen für Dinge gegeben, welche über das gesamte Buch hinweg angedeutet wurden, nur um diese wenige Seiten später wieder zu negieren. Dies sorgte dafür, dass ich von den Charakteren mit steigender Länge des Buches immer genervter war.
Trotz dieser Kritik gab es einige Aspekte im Buch, welche mir durch ihre Kreativität sehr gefallen haben. Darunter waren etwa die Pfauenwörter, die zwar zu Beginn etwas lange erläutert wurden, dann später aber einen sehr unterhaltsamen Teil der Handlung ausmachten.

Fazit:
„Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ konnte mich leider handlungsmäßig nicht wirklich überzeugen. Glücklicherweise schafften es der Schreibstil des Autors und einige Kreative Aspekte des Buches, mich dennoch genügend zu unterhalten.

