Rezension zu „Persepolis erhebt sich“ von James Corey
Dies ist der siebte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zur Rezension zu „Leviathan erwacht“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Persepolis erhebt sich
Originaltitel: Persepolis Rising
Reihe: The Expanse Band 7
Autor: James S.A. Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 640
Kauflink: Amazon
Preis: 11,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Bis weit in die Tiefen des Alls ist die Menschheit vorgedrungen. Gewaltige Tore haben den Weg in fremde Sternsysteme geöffnet, und nun wird ein Planet nach dem anderen besiedelt. Währenddessen haben sich die Erde, der Mars und der Asteroidengürtel verbündet. Doch der neu gefundene Frieden bröckelt, als auf einer der neuen Koloniewelten ein Despot seine Herrschaft um jeden Preis verlängern will und eine namenlose Macht geweckt wird, der selbst James Holden und seine Crew hilflos gegenüberstehen …

Meine Meinung:
Dreißig Jahre nach der großen Schlacht gegen Marco Inaros haben sich die Kräfte im Sonnensystem langsam wieder stabilisiert. Gleichzeitig gibt es viele neue Kolonien auf Planeten überall im Weltall. Einige davon haben sich schnell entwickelt, während andere noch nicht alleine überleben können. Nur das Tor zum Laconia-System war bisher verschlossen, nachdem einige abtrünnige Einheiten vom Mars dorthin geflogen sind. Doch nun öffnet Laconia seine Pforten und versucht, seine Macht auf den Rest der Welten auszudehnen.
Nachdem mich das große Finale der ersten sechs Bände doch eher enttäuschte, hat mich die Reihe mit „Persepolis erhebt sich“ erneut gepackt. Auch wenn mich der sehr große Zeitsprung erst verwirrt hat, fand ich es danach doch erfrischend, die gleiche Crew so gealtert wiederzutreffen. Die Veränderungen waren direkt merkbar – neben schmerzenden Knochen waren einige bereit, den Ruhestand anzutreten, während andere noch weiter mitmischen wollten.
Erzählt wird die Geschichte wieder aus mehr Perspektiven als dies in den meisten Büchern der Fall war, aber dieser Teil schaffte es, sich dennoch auf die wichtigen Charaktere zu fokussieren, wodurch ich nicht wie im letzten Band das Gefühl hatte, keine Verbindung zu diesen aufbauen zu können.
Was mir sehr gefallen hat, waren die Einblicke in die Philosophie, welche hinter dem laconischen Reich stand. Dies sorgte dafür, dass die Charaktere von dort doch sehr menschlich wirkten und sehr grau. Die Art, wie dieses Imperium versucht hat, die Macht zu ergreifen, fand ich in dieser Hinsicht auch sehr spannend!
Trotz all der technologischen Überlegenheit zeigten sich doch bereits Schwächen im laconischen System und ich bin sehr gespannt, wohin diese in den kommenden Bänden noch führen werden. Ich freue mich jedenfalls sehr auf die letzten zwei Bücher!
Fazit:
„Persepolis erhebt sich“ gehört für mich zu den besten Bänden dieser großartigen Reihe. Hier wurde wieder gezeigt, welches Potenzial das Setting und die Charaktere hergeben und ich bin so gespannt, wie diese lange und epische Reihe enden wird.

