Cover "Pantopia": Das Cover ist schwarz mit einem blau-grün-gelben Kreis in der Mitte durch den der Titel hindurchgeht
Politisch Utopie Zeitgenössisch

Pantopia

Rezension zu „Pantopia“ von Theresa Hannig

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Pantopia
Autorin: Theresa Hannig
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 464
Kauflink: Amazon
Preis: 16,99 € (D) Taschenbuch; 14,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Eigentlich wollten Patricia Jung und Henry Shevek nur eine autonome Trading-Software schreiben, die an der Börse überdurchschnittlich gut performt. Doch durch einen Fehler im Code entsteht die erste starke künstliche Intelligenz auf diesem Planeten – Einbug.

Einbug begreift schnell, dass er, um zu überleben, nicht nur die Menschen besser kennenlernen, sondern auch die Welt verändern muss. Zusammen mit Patricia und Henry gründet er deshalb die Weltrepublik Pantopia. Das Ziel: Die Abschaffung der Nationalstaaten und die universelle Durchsetzung der Menschenrechte. Wer hätte gedacht, dass sie damit Erfolg haben würden?

Meine Meinung:

„Pantopia“ wurde mir freundlicherweise vom Fischer Verlag über NetGalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Patricia und Henry machen bei einem Wettbewerb mit, für den sie eine gut funktionierende KI programmieren sollen, die an der Börse zuverlässig Gewinne erzielen kann. Dabei entsteht die erste starke künstliche Intelligenz. Einbug ist sich seiner selbst bewusst und während er immer weiter wächst, beginnt er zu verstehen, dass er die Welt verändern muss. Doch zunächst stehen Patricia und Henry vor ganz anderen Problemen, denn jegliche Software ist Teil der Firma, die den Wettbewerb gesponsert hat.

„Pantopia“ beschäftigt sich mit der Frage, wie eine gerechtere Weltordnung aussehen könnte. Dabei geht es um viele Probleme, die beseitigt werden müssen, den Klimawandel und die Ausbeutung von Menschen in Drittweltländern etwa. Dies sind Themen, über die wir alle nachdenken müssen und dieses Buch macht Mut, dass Veränderung möglich ist.

Die meisten der Lösungsansätze haben mir dabei sehr gut gefallen. Die grundlegende Idee ist es, Macht zu dezentralisieren und so viel wie möglich davon wieder den Bürger*innen zurückzugeben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen sorgt dafür, dass ein würdevolles Leben für alle möglich ist und Preise werden so berechnet, dass sie wirklich fair sind.

An einigen Stellen hätte ich mir dennoch gewünscht, dass die einzelnen Probleme etwas mehr Raum bekommen hätten. Die Autorin geht in ihrem Buch doch sehr viele Themen an. Auch wenn dies verständlich ist, da diese alle miteinander vernetzt sind und es eigentlich nicht möglich ist, eines ohne das andere zu lösen, so wäre es mir manchmal dennoch lieber gewesen, wenn sie sich auf weniger fokussiert und es genauer ausgeführt hätte.

Die Charaktere von „Pantopia“ waren interessant und lebensnah angelegt. Leider blieben sie dennoch oft unnahbar. Zu oft wurden die Motivationen und Entwicklungen entweder nicht deutlich oder aber nur gesagt und nicht gezeigt. Das hat bei mir regelmäßig dazu geführt, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass sie Charaktere wirklich die Handlung vorantreiben, sondern dass sie sich nur in dieser bewegen. Im Rahmen dieses Romans hat mich das allerdings auch deutlich weniger gestört als in anderen Büchern, da es hier mehr um die Entwicklung der Welt und weniger um einzelne Charaktere ging.

Eine sehr gute Ausnahme war hier allerdings Einbug, dessen Entwicklung ich sehr spannend fand. Während die ersten Kapitel aus seiner Sicht noch schwer verständlich waren, wurde er mit der Zeit immer wortgewandter und klüger. Dies war wirklich sehr gelungen dargestellt.

Fazit:

„Pantopia“ ist ein interessanter Roman, der eine hoffnungsvolle Zukunft aufzeigt und dabei unglaublich wichtige Themen behandelt. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es eine stärkere Fokussierung auf einzelne Themen gegeben hätte, so kann ich dieses Buch doch insgesamt sehr weiterempfehlen.

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2 Kommentare

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