Cover Overgrowth von Mira Grant, Starbright Illumicrate Edition
Body Horror Englisches Buch Horror Sci-Fi

Overgrowth

Rezension zu „Overgrowth“ von Mira Grant

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: Overgrowth
Autorin: Mira Grant
Verlag: Daphne Press
Seiten: 468
Kauflink: Amazon
Die auf den Bildern gezeigte Version ist eine Exklusivausgabe der Starbright Buchbox. Sie ist in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich.

Klappentext:

Since she was three years old, Anastasia Miller has been telling anyone who would listen that she’s an alien disguised as a human being, and that the armada that left her on Earth is coming for her. Since she was three years old, no one has believed her.
Now, with an alien signal from the stars being broadcast around the world, humanity is finally starting to realize that it’s already been warned, and it may be too late. The invasion is coming, Stasia’s biological family is on the way to bring her home, and very few family reunions are willing to cross the gulf of space for just one misplaced child.

Klappentext Overgrowth
Meine Meinung:

Als sie drei Jahre alt war, wurde Anastasia Miller durch einen Pflanzenalien ausgetauscht. Die neue Anastasia trägt ihr Gesicht und hat ihre Erinnerungen – und weiß doch mit absoluter Gewissheit, dass sie nicht von dieser Welt ist und dass ihre Familie bereits auf dem Weg ist. Viele Jahre später wird eine Nachricht von eben dieser abgefangen und die Menschheit realisiert, dass sie nicht mehr alleine ist. Anastasia muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht – auf der ihrer Familie, die sie großgezogen hat oder auf der, die Lichtjahre gereist ist, um sie abzuholen.

„Overgrowth“ fing so gut an. Die Szene, in welcher Anastasia ausgetauscht wird, war gruselig und ekelig und alles was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Danach änderte sich der Ton stark – Anatasia begann, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erzählen und obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits über 30 war, klang sie doch deutlich jünger. Trotzdem war ich auch hier noch sehr interessiert. Die Geschichte begann langsam, man lernte erst Anastasias Leben kennen, erfuhr mehr über ihre Familie und insbesondere über ihre Freunde. Die Menschen, die sie mochten, die Menschen, die sie für einen Freak hielten. Anastasia und ihr Umfeld wurden sehr interessant aufgebaut. Insbesondere auch die große Diversität im Buch fand ich sehr gut und dieser Punkt war auch einer der wenigen, die mich bis zuletzt begeistern konnten.

Illustration Vorsatzpapiere Overgrowth

Leider begann meine positive Meinung Risse zu bekommen, als die Nachricht der Aliens abgefangen wurde und Anastasia und ihr Freund Graham losreisen, um mehr herauszufinden. So vieles geschah hier einfach nur, damit die Geschichte passieren konnte. Entscheidungen wurden getroffen, die weder für die Charaktere noch generell Sinn ergaben, unnötige Risiken wurden eingegangen damit gewisse Momente passieren konnten. Ich habe gefühlt das halbe Buch mit hochgezogener Augenbraue gelesen.

Insbesondere gestört hat mich dann auch, dass hier ein paar interessante Fragen und Probleme aufgeworfen wurden, die dann aber nicht ordentlich zu Ende gedacht wurden. Teilweise wurden diese Fragen und Probleme zwischendurch einfach vergessen, teilweise auf eine Weise gelöst, die einfach nur enttäuschend war und die implizierte, dass die Autorin selbst keine Lösung mehr gefunden hat und sich einfach irgendwie rausschreiben musste. Generell kann ich mir viele Dinge in diesem Buch nur so erklären, dass die Autorin wenig bis gar nichts im Vorfeld geplant hat, einfach losgeschrieben hat und geschaut hat wohin der Weg führen würde – und dann aber im Nachhinein auch nicht so viel überarbeitet hat, wie nötig gewesen wäre. Die Weyward-Bücher der Autorin lesen sich zum Teil ähnlich. Durch die komplett fantastischen Welten, in denen diese spielen, ist dies dort aber sogar ein Vorteil – in „Overgrowth“ dagegen hat es mich extrem gestört.

Das Ende des Buches hat mich sogar etwas wütend gemacht, weil das Ende einfach so plötzlich kam, so vereinfacht wurde und ein großer Teil der vorher aufgesetzten Charakteren und Themen einfach vergessen wurde. Insbesondere darüber, dass Anastasias Katze vergessen wurde, kann ich einfach nicht hinwegkommen!

Illustration Vorsatzpapiere Overgrowth
Fazit:

„Overgrowth“ begann sehr interessant und punktete durch hohe Diversität. Leider wirkte so gut wie nichts in diesem Buch wirklich gut zu Ende durchdacht, wodurch das Buch für mich leider nicht funktionierte.

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