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Not the Hero

Rezension zu „Not the Hero” von Jeremy C. Gotzler

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Not the Hero
Reihe: Die Hangaia-Chroniken; Band 1
Autor: Jeremy C. Gotzler
Seiten: 460
Kauflink: Amazon
Preis: 19,95 € (D) Taschenbuch; 4,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Eine fremde Welt, tödliche Kreaturen und ein dämonischer Begleiter! So startet Sams unglaubliche Reise, die ihn zurück in seine eigene Welt führen soll. Doch ist das überhaupt möglich? Allein mit lustigen Sprüchen bewaffnet, muss Sam sich in einer fremden Welt, voller Dämonen und Magie, behaupten. Gerade noch auf dem Weg zur Schule, findet er sich nun in allerhand lebensbedrohlichen Situationen wieder und kämpft um sein Leben. Zumindest bis er auf den Dämon Yujin trifft und sich dessen Reise zur Rettung eines Reiches anschließt, das vom Rest der Welt im Stich gelassen wurde. Die Schmetterlingskönigin, die Herrin der Hauptstadt, die Weisen Tardors und der Usurpator des verfluchten Reiches werden dadurch gezwungen, ebenfalls zu handeln und Entscheidungen zu treffen, die über die Zukunft aller entscheiden. Erst viel zu spät erkennt Sam seine eigene Rolle auf dieser Reise durch die Welt Hangaia. Wird es Sam dennoch gelingen, Yujin in seinem Kampf beizustehen, ohne dabei alles zu riskieren? Und kann er einen Weg zurück in seine Welt finden?

Meine Meinung:

„Not the Hero“ wurde mir freundlicherweise vom Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Gerade wollte Sam noch zur Schule gehen, da findet er sich plötzlich in einer völlig fremden Welt wieder. Er trifft auf Dämonen, Magie und viele gefährliche Situationen. Seine einzige Waffe ist sein loses Mundwerk und seine offene Art – dadurch gewinnt er das Vertrauen des Dämons Yujin, der ihn mit auf eine gefährliche Reise nimmt, um ein verfluchtes Reich zu retten. Und auch wenn Sam helfen will, hofft er auch darauf, einen Weg zurück nach Hause zu finden.

Der Anfang von „Not the Hero“ hat mir ziemlich gut gefallen. Sam wird in eine ihm völlig unbekannte Welt geschleudert und seine Gedanken dabei fand ich sehr nachvollziehbar. Zu oft bin ich von Charakteren in solchen Situationen genervt, die zu lange verleugnen, dass die Magie um sie herum Realität ist, oder die sofort alles akzeptieren, ohne Fragen zu stellen. Bei Sam war es ein angenehmes Mittelding und ich fand das sehr realistisch dargestellt.

Ich muss gestehen, dass mir der Schreibstil über das Buch hinweg einige Probleme bereitet hat. Generell war dieser sehr distanziert, es wurde viel gesagt und nicht gezeigt und wenn etwas gezeigt wurde, dann oft auf etwas übertriebene Art. Zu Beginn gab es einige Szenen, die dagegen sehr schön und mit gutem Humor beschrieben wurden. In diesen Situationen habe ich mich den Charakteren näher gefühlt, aber leider wurden diese Szenen immer seltener, je weiter die Geschichte fortschritt.

Das fand ich insbesondere in der Dynamik zwischen Sam und Yujin schade. Beide waren für sich genommen sehr interessante Charaktere und zusammen ergaben sie ein sehr interessantes Duo. Theoretisch ergänzten sie sich gut, praktisch gab es dann aber auch einige Reibungsstellen. In diesem Wechselspiel habe ich zu Beginn viel Potenzial gesehen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass dieses wirklich genutzt wurde. Mehr von diesen humorvollen Szenen zwischen den beiden auch im späteren Verlauf hätten hier bestimmt geholfen.

Auch bei Sam als Charakter ging es mir so. In seiner Charakterentwicklung wurden insbesondere Themen wie Mobbing behandelt, aber ich hätte mir gewünscht, dass dies auch tiefergehend getan worden wäre. Insbesondere weil sich Sam in dieser Hinsicht in einer Position zwischen Opfer und Täter befand, die sicher noch besser hätte ausgelotet werden können.

Was ich an diesem Buch aber wirklich geliebt habe, war das Worldbuilding. Der Autor hat hier eine enorme Kreativität bewiesen und einige der Wesen, auf die ich getroffen bin, würde ich so gerne auch in der echten Welt treffen! Ich glaube dieser Tatsache ist es auch geschuldet, dass mich der eher episodenhafte Aufbau des Buches – etwas, das ich sonst so gar nicht mag – hier gar nicht gestört hat. Ich war einfach immer wieder gespannt und erstaunt, auf wen oder was ich im nächsten Abschnitt stoßen würde.

Fazit:

„Not the Hero“ konnte mich durch eine unglaublich kreative Welt und einen glaubwürdigen Protagonisten überzeugen. Leider gab es aber viele Bereiche des Buches, die sehr viel Potenzial besaßen, dieses aber nicht ausnutzten und ich persönlich fand den Schreibstil größtenteils zu distanziert.

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