Rezension zu „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ von T.J. Klune
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte
Originaltitel: The House in the Cerulean Sea
Autor: T.J. Klune
Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Kauflink: Amazon
Preis: 14,99 € (D) Taschenbuch; 11,99 € (D) E-Book
Klappentext:
„Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus’ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus’, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus’ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens …“

Zitat:
„Hass ist immer laut, aber bestimmt wirst du irgendwann erkennen, dass dem nur so ist, weil da wenige Menschen brüllen, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit suchen. Du kannst ihre Ansichten vielleicht nicht ändern, aber solange dir bewusst ist, dass du nicht allein bist, wirst du es überstehen.“
Meine Meinung:
„Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ wurde mir vom Heyne Verlag und dem Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keinen Einfluss.
Linus Baker arbeitet als Beamter in einer Sonderabteilung des Jugendamtes und ist zuständig für die Überprüfung von Heimen, in denen magisch begabte Kinder und Jugendliche untergebracht sind. Eines Tages erhält er den streng geheimen Auftrag, ein Heim auf einer abgelegenen Insel zu überprüfen. Dort steht das Waisenhaus von Mr. Parnassus, der sechs sehr spezielle Kinder bei sich aufgenommen hat – unter anderem den Sohn des Teufels.
Bestimmt kennt jeder das Gefühl, dass die Welt unfair ist. Dass man etwas tun möchte, aber man weiß irgendwie auch, dass man nicht wirklich etwas verändern kann. Für alle, die sich so schonmal gefühlt haben, ist dieses Buch das richtige! In einer englischen Rezension habe ich mal gelesen, dass sich das Lesen anfühlt, wie eine warme Umarmung und ich wüsste keine treffenderen Worte!
Die Geschichte ist eigentlich recht simpel und teilweise auch ein klein wenig vorhersehbar. Da ist ein typischer Beamter, mit grauem Alltag, der einen bunten Haufen Leute trifft und dadurch merkt, was wirklich wichtig ist im Leben. Es gibt kein unnötiges Drama und die Konflikte, die entstehen, werden angenehm schnell gelöst. Dieses Buch ist durch und durch einfach schön und macht einen glücklich.

Dafür, dass es dabei nicht langweilig wird, sorgen die wirklich großartigen Charaktere. Insgesamt gibt es neun wichtige Charaktere – Linus Baker, Arthur Parnassus, Zoe Chapelwhite und die sechs Kinder, die im Haus leben – und man könnte meinen, dass man bei dieser Menge leicht den Überblick verlieren könnte, allerdings ist dem nicht so. Jeder Charakter ist so verschieden von den anderen und wird so wunderbar eingeführt, dass ich wirklich nie den Überblick verloren habe.
Die Charaktere sind so liebevoll geschrieben und sie zeigen sich gegenseitig wieder und wieder was Liebe und Zugehörigkeit bedeutet. Es ist großartig die Interaktionen zu beobachten und zu sehen, wie hier eine Familie entsteht, aus Menschen, die sich gefunden haben. Ich wollte am Ende des Buches so gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen und war traurig, dass es bereits zuende war…
Zusätzlich dazu, dass es einfach herzerwärmend ist, kann man das Buch aber auch als Kommentar zu tatsächlichen Problemen, wie Rassismus und Ausgrenzung lesen. Es wird gezeigt, wie Angst vor dem Unbekannten entsteht und wie Hass normalisiert wird. Auch wenn hier einiges im Buch vereinfacht dargestellt wird, macht es das nicht weniger wahr oder wichtig. Ganz besonders schön ist, dass hier nie die Hoffnung verloren wird, dass egal, was kommt, es möglich ist, sich gegen Hass zu stellen.
Fazit:
„Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ ist auf so vielen Ebenen berührend und wichtig. Dieses Buch ist herzerwärmend und macht Hoffnung auf ein besseres morgen. Für mich ist es definitiv eins der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe!


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