Cover "Miez Marple und die Kralle des Bösen": Zu sehen ist eine Katze mit Monokel die vor einem gelb-blauen Hintergrund steht
Krimi Tierkrimi

Miez Marple und die Kralle des Bösen

Rezension zu „Miez Marple und die Kralle des Bösen“ von Fabian Navarro

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Miez Marple und die Kralle des Bösen
Autor: Fabian Navarro
Verlag: Goldmann
Seiten: 224
Kauflink: Amazon
Preis: 13,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Aus gutem Grund hat Katzendetektivin Miez Marple beschlossen, das komfortable Leben einer Wohnungskatze zu führen. Wäre da nicht ihr guter Freund Kater Watson, der bei seinen Ermittlungen gegen die Betreiber eines Katzengras-Onlineshops auf ein haarsträubendes Verbrechen gestoßen ist und nun in Schwierigkeiten steckt: in einer Zelle der Katzenpolizei. Als Mordverdächtiger. Schon zwitschern es die Vögel von den Dächern und auch die Bellt-Zeitung berichtet: Miez Marple ermittelt! Wird es der flauschigen Detektivin gelingen, Watson zu retten und die Stadt davor zu bewahren vor die Hunde zu gehen?

Klappentext "Miez Marple und die Kralle des Bösen"
Meine Meinung:

„Miez Marple und die Kralle des Bösen“ wurde mir freundlicherweise vom Goldmann Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Während der Kater Watson gegen einen Katzengras-Onlineshop ermittelt, wird er Zeuge eines Mordes, nur um gleich als Hauptverdächtiger festgenommen zu werden. Da muss seine Freundin Miez Marple den Ruhestand hinter sich lassen und doch wieder ermitteln. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, findet aber auch viele neue Verbündete.

Als ich das erste Mal über den Titel gestolpert bin wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss. Bücher mit Tierprotagonisten mag ich allgemein ganz gerne, seit ich vor vielen Jahren den Schafskrimi „Glennkill“ gelesen habe. „Miez Marple und die Kralle des Bösen“ ist dabei zwar nicht ganz so charmant, wie „Glennkill“ es war, behauptet sich aber dennoch mit viel Humor.

Man sieht eine Karte auf der steht "In einer Stadt, die vor die Hunde geht, willst du keine Katze sein."

Den Schreibstil des Buches würde ich grundlegend als derb, aber witzig beschreiben. Es wird auch schonmal geflucht und einige Fäkalwörter fallen, allerdings hielt es sich für mich noch im Rahmen. Das gesamte Buch hinweg gab es sehr viele Wortspiele, vor allem natürlich mit Katzen, aber manchmal auch mit anderen Tieren. Dazu wurden viele allgemeine Tierwitze gemacht. Natürlich bietet sich das an und ich erwarte es bei dem Genre auch, allerdings muss ich gestehen, dass es meiner Meinung nach manchmal zu viel wurde. Einige der Witze waren dann auch einfach nicht mehr lustig, sondern nur noch albern.

Die Charaktere verkörperten alle irgendein Klischee, was im Kontext der Geschichte aber gut funktionierte. Wirkliche Charakterentwicklung gab es nur bedingt, aber das war auch gar nicht nötig. Es ergaben sich viele witzige Situationen aus dem Aufeinandertreffen von verschiedenen Tier-Stereotypen und ganz besonders das Zusammenspiel von Mensch und Katze wurde dadurch auf die Schippe genommen.

Die Geschichte war ein interessanter Kriminalfall, bei dem man auch gut mitraten konnte. Einige Begebenheiten passten allerdings nicht ganz zum heiteren Grundton des Buches, wodurch gerade bei brutalen und tödlichen Szenen nicht immer direkt klar wurde, dass es gerade ernst war. Wenn etwa ein Tier tödlich verletzt wird und seine letzten Momente hat, dabei aber der Erzählstil nicht angepasst wird, gibt es eine seltsame Dissonanz, die diese Situationen unangenehm ins Lächerliche gezogen hat. Auch das Ende konnte ich leider nicht so richtig ernst nehmen. Auch wenn man das vermutlich gar nicht sollte, wurde es hier so abgedreht, dass es für mich einfach nicht mehr passte.

Trotzdem hatte ich großen Spaß dabei, das Buch zu lesen und habe oft genug laut losgelacht. Es war definitiv ein kurzweiliges Vergnügen, das sich insgesamt doch gelohnt hat.

Zu sehen ist das Innere der Klappenbroschur, in welcher Fotos von Katzen sind, etwas zum Inhalt und Kratzspuren. Daneben liegt ein Katzensticker
Fazit:

Wer einen witzigen, leicht abgedrehten Krimi mit Tieren in der Hauptrolle sucht, der kann mit „Miez Marple und die Kralle des Bösen“ nichts falsch machen. Auch wenn der Ton der Geschichte zeitweise etwas besser sein könnte, macht es doch Spaß, dieses Buch zu lesen.

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2 Kommentare

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