Meine 5 Flops 2024 - zu sehen sind Lakesedge und The Honey Witch
Rückblick

Meine 5 Flops 2024

Wie in jedem Jahr kann einfach nicht jedes Buch ein Volltreffer sein – viele Bücher, die ich 2024 gelesen haben, waren einfach nichts für mich. Es gab aber auch ein paar Bücher, die nicht nur nichts für mich waren, sondern bei denen ich mich im Nachhinein sogar geärgert habe, meine Zeit für sie genutzt zu haben! Natürlich heißt dies nicht, dass sie nicht die perfekten Geschichten für jemand anders sein können. Geschmäcker sind verschieden und was ich nicht mag, kann das perfekte Buch für eine andere Person sein – und andersherum. Wer jedoch einen ähnlichen Geschmack wie ich hat, sollte sich von diesen fünf Büchern eher fernhalten!

5) Selection – Die Kronprinzessin
Cover Selection - Die Kronprinzessin von Kiera Cass auf dem Tolino E-Reader

Die Selection-Reihe lese ich bereits seit 2020. Das erste Buch gehörte zu meinen ersten Rezensionen auf meinem Blog. Es ist keine meiner liebsten Reihen, sonst hätte ich schon viel früher weitergelesen, aber es war eine Reihe, die mich doch immer unterhalten hat, wenn ich zu einem neuen Band gegriffen habe. Nach dem dritten Teil endete die Geschichte rund um America und in diesem vierten Band begann ihre Tochter, das Ruder zu übernehmen.

Ich habe selten eine so unnötige Fortsetzung gelesen, wie diese! Die Reihe hätte wirklich eine Trilogie bleiben sollen. Die Geschichte wirkte nicht durchdacht, stagnierte ständig, während die Protagonistin ihre Meinung alle paar Seiten änderte. Auch die politischen Konsequenzen der meisten Handlungen waren einfach nie wirklich durchdacht. Ich konnte mir mehrfach nur an den Kopf fassen, darüber, was hier so passierte.

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4) The Honey Witch
Fairyloot Edition von The Honey Witch Cover

Dies war ein Buch aus der Fairyloot Adult und ich hatte mich unglaublich darauf gefreut. Cosy Fantasy, Cottagecore Vibes und Hexen – das konnte doch nur gut werden. Leider wurde es das dann aber so gar nicht. Ich habe das Buch als buddyread gelesen und war mit jedem Abschnitt nur noch enttäuschter. War der schöne Schreibstil anfangs noch vielversprechend, hat er doch nicht gereicht, um dieses Buch zu retten.

Alles in diesem Buch blieb einfach blass und unausgereift. Die Charaktere waren nicht greifbar, ihre Entwicklungen fühlte sich nicht organisch an und es war mir irgendwann einfach egal, was mit ihnen passierte (was so ziemlich das Schlimmste ist, was in einem Buch passieren kann). Das Worldbuilding war ebenso blass und langweilig. Nichts wurde mal wirklich beschrieben, so dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie es um die Charaktere herum aussah. Magische Elemente wurden angedeutet und dann völlig ignoriert, wodurch auch dieser Aspekt zu kurz kam. Gegen Ende gab es ein paar schöne Momente, in denen ich sehen konnte, was dieses Buch hätte sein können – aber leider eben nicht war.

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3) Gardens
Cover "Gardens" auf dem Tolino E-Reader

Die Alex Verus-Reihe hat mich nun seit vier Jahren begleitet und nachdem ich das letzte Buch gelesen habe (und nicht vom Ende begeistert war), habe ich noch die exklusive Novelle angehangen, welche nach den Ereignissen der Reihe spielt. Ich hatte mir davon versprochen, dass ich mit einem etwas positiveren Gefühl aus der Reihe herausgehe, tatsächlich hat sie aber meine gesamten Gefühle dazu und zum Autor ziemlich ins negative verschoben (seitdem habe ich auch den Start seiner neuen Reihe gelesen und werde wohl in nächster Zeit keine Bücher mehr von ihm lesen).

Mein größtes Problem war einfach, dass diese Novelle jegliche Charakterentwicklung von Anne rückblickend untergraben hat. Sie war jetzt flach, klischeehaft, unangenehm und auch ziemlich sexistisch dargestellt. Generell ging die Geschichte in die Horror-Richtung, im Gegensatz zu den restlichen Büchern, und das tat der Novelle ebenfalls nicht gut. Ich kann leider nur wenig weiteres dazu sagen, ohne massiv für das Ende der gesamten Reihe zu spoilern, kann aber definitiv nicht empfehlen, die Novelle noch zu lesen.

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2) Lakesedge
Cover Lakesedge von Lyndall Clipstone Owlcrate Edition

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, endlich alle Bücher, welche ich noch von meinem Owlcrate-Abo hatte, zu lesen. Eines dieser Bücher war „Lakesedge“ und es gehörte eigentlich zu den Büchern, auf die ich mich besonders gefreut habe! Gothic-Horror ist ein Genre, für welches ich in den letzten zwei Jahren eine große Liebe entdeckt habe und da dieses Buch in diese Richtung gehen sollte, war ich sehr gespannt darauf.

Leider war dies dann doch eher eine Monster YA-Romance mit allen Klischees. Wirklich in die versprochene Richtung ging hier sehr wenig und insbesondere die Atmosphäre, welche ich in Gothic Literatur oft so liebe, fehlte hier völlig. Der Schreibstil war hier sehr einfach gehalten. Die Liebesgeschichte, welche fast die gesamte Handlung einnahm, entwickelte sich viel zu schnell und unglaubhaft. Gerade dass die Protagonistin Violetta sich teilweise wie ein author insert anfühlte und ständig unüberlegt handelte, während sie den größten Märtyrerkomplex hatte, half nicht dabei. Die Geschichte lief dann auch noch ständig im Kreis und ich war schnell gelangweilt und genervt von diesem Buch. Tatsächlich war ich nach diesem Buch der Meinung, dass es in diesem Jahr wohl kaum schlechter werden könnte, allerdings habe ich mich da geirrt.

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1) Cruel Winter With You
Cover Cruel Winter with you von Ali Hazelwood

Ich würde mich generell als Fan der Autorin Ali Hazelwood bezeichnen. Insbesondere ihre Geschichten, welche in der STEM-Welt spielen, unterhalten mich meist sehr. Als ich also erfahren habe, dass sie eine kurze Novelle zur Weihnachtszeit geschrieben hat, habe ich zugegriffen und das obwohl ich in der Vergangenheit nicht die besten Erfahrungen mit ihren Novellen gemacht habe. Allerdings waren die Novellen in der Vergangenheit einfach ein wenig enttäuschend und nicht durchgehend schlecht …

Diese dagegen ist es. Ich weiß gar nicht, wie ich zusammenfassen soll, was mich alles gestört hat, ohne zu viel zum Buch zu spoilern. Erst einmal war der Aufbau katastrophal. Statt nach und nach über die Vorgeschichte der Protagonisten zu erfahren, wird hier an einer Stelle ein riesiger Einschub gemacht. Das große Geheimnis, welches zuvor angeteasert wurde ist dann auch ziemlich enttäuschend und lässt eher den männlichen love interest negativ rüberkommen. Insgesamt ist dies eigentlich eine Stalkergeschichte, in der weder die problematischen Aspekte angesprochen werden, noch diese irgendwie romantisch aufgegriffen werden (nicht dass dies besser gewesen wäre, aber so wirkte dieser Aspekt seltsam verloren im Buch). Der männliche love interest war für mich am Ende nur gruselig und unangenehm und ich konnte so gar nichts mit der Liebesgeschichte anfangen. Diese Novelle war eine einzige Katastrophe, die es auch nicht geschafft hat, mich in Weihnachtsstimmung zu bringen, sondern eher das Gegenteil bewirkt hat. Ich werde dazu keine ausführlichere Rezension mehr schreiben.

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