Cover Love Theoretically Afterlight Edition
Englisches Buch Lesetipp Romance Romcom

Love, Theoretically

Rezension zu „Love, Theoretically“ von Ali Hazelwood

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Love, Theoretically
Originaltitel: Love, Theoretically
Autorin: Ali Hazelwood
Übersetzung: Christine Strüh, Anna Julia Strüh
Verlag: Rütten & Loening
Seiten: 538
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine Exklusivausgabe der Afterlight Box. Sie ist in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich.

Klappentext:

Wissenschaftlerin Elsie lebt im Multiversum: Als Theoretische Physikerin quasi unbezahlt, verdient sie ihr Geld als Fake-Date-Begleitung. Bis ihre Parallelwelten kollidieren: Ausgerechnet der nervig attraktive Jack – der sie als Freundin seines Bruders und Bibliothekarin kennt – muss entscheiden, ob sie ihren Traumjob bekommt. Dazu führt er als kaltherziger Experimentalphysiker eine üble Fehde gegen die Theoretische Physik. So findet sich Elsie auf einem Wissenschaftsschlachtfeld wieder – und muss sich dagegen wehren, in Jacks Gravitationsfeld gezogen zu werden. Oder sollten etwa ganz neue Theorien über die Liebe in die Praxis umgesetzt werden? 

Klappentext Love, Theoretically
Meine Meinung:

Elsie ist theoretische Physikerin und verdient zu wenig Geld. Um überleben zu können, trifft sie sich über einen Fake-Dating-Service mit Männern und spielt vor deren Familie die liebevolle Freundin. Als sie sich auf eine neue Stelle an der Universität bewirbt, wird jedoch ihr Albtraum wahr: Der Experimentalphysiker Jack ist Teil des Komitees, das darüber bestimmt, ob sie die Stelle bekommt – er kennt sie jedoch als die Freundin seines Bruders und angebliche Bibliothekarin. Zwischen dieser peinlichen Situation und einer Menge Unipolitik fühlt sich Elsie dann aber trotzdem zu Jack hingezogen.

„Love, Theoretically“ ist ein typisches Ali Hazelwood-Buch und dann aber doch wieder nicht. Auf der einen Seite finden sich viele Tropes und Beschreibungen aus ihren vorherigen Büchern auch hier, aber es war dann doch anders genug, um es nicht als reine Kopie anzusehen (was ja durchaus ein Problem war, welches ich mit ihrem letzten Roman hatte).

Mir hat diese Geschichte unglaublich viel Spaß gemacht. Das Buch ließ sich angenehm locker und leicht lesen und war dazu gewohnt lustig. Besonders gefallen hat mir allerdings der Blick in die Politik von Universitäten, insbesondere was den Einstellungsprozess angeht. Zwischen all dem Humor zeigt das Buch auf, welche Probleme es in diesem Bereich gibt und wie unfair dieser Prozess oft für junge Wissenschaftler*innen ist.

Ein wenig gestört hat mich bloß, dass sich die Geschichte eher wie zwei verschiedene Bücher las. Der Einstellungsprozess ist nämlich nur ein Teil des Buches und als dieser vorbei ist, hatte ich fast das Gefühl, eher den zweiten Band einer Dilogie zu lesen. Mir persönlich war der Schnitt dazwischen etwas zu stark.

Richtig süß fand ich dagegen den Cameo-Auftritt von Charakteren aus ihren vorherigen Romanen. So konnte man diese auch nochmal in einem neuen Licht sehen.

Etwas gewünscht hätte ich mir einen anderen Umgang mit dem Thema Sexwork. Auf der einen Seite wurde zwar immer wieder gesagt, dass es ja keinen Unterschied machen würde, wenn Elsie nun mit ihren Klienten auch schlafen würde. Gleichzeitig wurde jedes mal übermäßig stark betont, dass sie es aber eben nicht tut. Dies fühlte sich leider sehr inauthentisch an.

Foliertes Design auf dem Hardcover von Love, Theoretically Illumicrate Edition
Fazit:

Auch „Love, Theoretically“ ist ein Roman von Ali Hazelwood, den ich gerne weiterempfehlen möchte. Das Buch ist unterhaltsam, lustig und zeigt dabei gleichzeitig, welchen Schwierigkeiten sich insbesondere junge Wissenschaftlerinnen in Universitäten stellen müssen.

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