Lord of Ruin Cover auf dem Tolino E-Reader
Dark Fantasy Englisches Buch Fantasy

Lord of Ruin

Rezension zu „Lord of Ruin“ von K.M. Enright

Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Mistress of Lies“ (Band 1).

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Lord of Ruin
Reihe: The Age of Blood; Band 2
Autor: K.M. Enright
Verlag: Orbit
Seiten: 464
Kauflink: Amazon

Klappentext:

It has been six months since the failed coup led by Isaac De La Cruz, and Shan LeClaire is struggling under the mantle of Royal Blood Worker. Left with a dwindling blood supply and a ravenous nation whose thirst will drown them, Shan is forced to turn to darker means to fill the need. And that is only the start of the horrors her Eternal King asks of her.
Now Councillor to the King, Samuel is trapped in a labyrinthine world of politics and bylaws. Crushed by the knowledge that he can never change things from within, Samuel breaks from Shan, turning to her rebellious brother to help him rescue the disgraced Isaac de la Cruz from the King’s dungeons.
Despite his newfound freedom, all is not well with Isaac. His actions have consequences, the dangerous magic he experimented with changing him from man to monster. But a monster might just be the only thing that can stand up to the Eternal King. Embracing the beast within, Isaac will see this broken nation shattered-even if it would cost the love of those he holds most dear.

Meine Meinung:

Seit Isaacs gescheitertem Coup ist Shan zum Royal Blood Worker aufgestiegen. Sie arbeitet nun direkt mit dem König zusammen und lernt die wahre Macht kennen, die er besitzt, aber auch die Schrecken, die sich dahinter verbergen. Ihre Position macht es ihr immer unmöglicher, die Rebellion zu unterstützen und sie fragt sich immer mehr, ob es nicht eine bessere Alternative gibt.
Zeitgleich haben Isaacs Experimente ihn verändert und er und Samuel müssen sich dem stellen, zu was er geworden ist …

Der erste Band dieser Reihe hat mich sehr neugierig gemacht auch wenn ich einiges zu kritisieren hatte. Umso mehr freut es mich, dass ein Großteil meiner Kritikpunkte in diesem zweiten Teil deutlich verbessert wurden. Dabei half auch, dass sich das Buch deutlich erwachsener las als „Mistress of Lies“, welches doch etwas dadurch zurückgehalten wurde, dass es sich eher so las, als sollte es YA sein, trotz der sehr brutalen Welt und der sehr graphischen Szenen.

Im ersten Band hatte ich etwa kritisiert, dass der Plot eher dünn war und die Charaktere zwar viel zu tun hätten, sich aber lieber auf unwichtige Dinge konzentrierten. Dies war hier definitiv nicht der Fall. Der Plot war hier dicht und alle drei Charaktere hatten eine Menge zu tun. Shans Handlungsstrang fand ich dabei besonders interessant, denn es gab hier stärkere Einblicke darin, welche Experimente der König betrieb. Sie musste dabei zwei Welten navigieren und hatte große Probleme dabei, ihre eigenen Überzeugungen zu vertreten.

Samuels und Isaacs Handlungsstränge hatten viel Überlappung, aber sie hatten beide auch für sich genommen eigene Ziele und Probleme. Isaacs Verwandlung hat mich dabei absolut fasziniert. Samuel dagegen kämpfte damit, dass er nicht länger die Fassade aufrecht halten konnte, gegenüber einer so brutalen Adelsschicht.

Bei aller Begeisterung hatte ich dennoch auch Kritikpunkte – so wurde auch in diesem Band wieder vieles eher gesagt als gezeigt. Der Schreibstil ist zwar wunderschön, er lässt aber auch nichts zwischen den Zeilen geschehen. Alle Emotionen, Entwicklungen und ähnliches werden ganz explizit ausgesprochen, so dass beim Lesen alles klar sein sollte. Teilweise hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich die Charaktere dann nicht dazu passend verhielten. Zudem muss ich sagen, dass mir Shans Entwicklung doch etwas schnell ging, wobei dies zum Teil auch damit zusammenhing, dass das Buch alles so genau erklären musste.

Trotz dieser Kritik sehe ich hier eine sehr starke Verbesserung zum ersten Band und ich war auch einfach völlig von dem Buch eingenommen, als ich es gelesen habe. Die Welt war so faszinierend und die Repräsentation dazu noch mehr als gelungen! Es gab so viel Queerness, die in so vielen Arten ausgelebt wurde. Dazu kamen philippinische Mythen, die ebenfalls ihren Weg in die Geschichte fanden. Ich bin absolut gespannt darauf, was der dritte und letzte Teil noch bringen wird!

Fazit:

„Lord of Ruin“ war eine absolut gelungene Fortsetzung, die sich erwachsener las als der erste Band. Die Handlung war spannend, die Repräsentation großartig und ich kann es kaum erwarten, diese Reihe zu beenden.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert