Rezension zu „Leviathan fällt“ von James Corey
Dies ist der neunte und letzte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler für die vorherigen Bände.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Leviathan erwacht“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Leviathan fällt
Originaltitel: Leviathan Falls
Reihe: The Expanse Band 9 von 9
Autor: James Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 640
Kauflink: Amazon
Preis: 11,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Wie kämpft man gegen einen scheinbar unbesiegbaren Gegner? Das Sonnensystem wurde von der mit Alien-Technologie aufgerüsteten Raumflotte erobert, und Duarte, der alleinige Herrscher unzähliger Welten, betrachtet sich selbst als neue Stufe der Evolution. Doch noch ist die Menschheit nicht am Ende – Kapitän James Holden und die Crew der Rosinante haben bereits einen Plan …

Meine Meinung:
Das laconische Imperium hat die Macht über alle Sonnensysteme übernommen und Duarte selbst betrachtet sich als eine neue Stufe der Evolution. Als er verschwindet und niemand weiß, welche Pläne er hat, wird Tanaka ausgesandt, um ihn zu finden. Gleichzeitig versucht der Untergrund noch immer, die Freiheit zurückzuerhalten, während Elvi sich die Frage stellen muss, wie weit sie bereit ist, im Namen der Wissenschaft zu gehen.
„Leviathan fällt“ hat, genau wie das letzte Finale in dieser Reihe (Band 6), eine riesige Vielzahl an Perspektiven. Statt sich, wie in den anderen Bänden, auf 4-5 zu beschränken, gibt es hier 11 Sichtweisen, ohne dabei Prolog und Epilog mitzurechnen. Doch während das beim letzten Mal dazu führte, dass ich den Bezug zu den Charakteren verloren hatte, war dies hier eine große Bereicherung. Generell hatte ich das Gefühl, dass die wichtigen Charaktere noch immer im Fokus standen und wir auch vieles an Entwicklung mitbekommen haben, aber es eben zusätzliche Perspektiven gab, um einige Geschehnisse besser einordnen zu können.
Die einzige Perspektive, die für meinen Geschmack zu viel vorkam, war Tanaka. Sie ist Teil des laconischen Imperiums und wird ausgesendet, um Duarte zu finden. Zu Beginn ist ihre Sichtweise sehr interessant, allerdings trägt sie gerade im Mittelteil doch eher wenig zum Hauptstrang der Geschichte bei. Ich hatte das Gefühl, dass hier einiges hätte gekürzt werden können, um stattdessen noch mehr Zeit mit der Crew der Rosinante zu verbringen.
Gewohnt interessant waren in diesem Buch auch wieder die aufgeworfenen Fragen und Debatten. Hier ging es etwa darum, ob es in Ordnung ist, das Leben einer Person für die potenzielle Rettung der Menschheit zu opfern und wie weit man im Namen der Wissenschaft gehen darf. Gerade weil diesmal Amos Teil dieser Diskussion war, fand ich dies besonders spannend.
Für mich war das Ende dieses Buches sehr vieles – unerwartet, spannend und ganz schön emotional. Neun Bände und sechs Serienstaffeln habe ich die Crew der Rosinante nun begleitet und es war so schwer, sie jetzt gehen zu lassen.

Fazit:
Ebenso wie die beiden Bände zuvor war „Leviathan fällt“ wieder alles, was ich von dieser Reihe erwarte: Spannend, Actionreich, mit tollen Charakteren und interessanten Fragen. Es war schwer für mich, diese liebgewonnen Charaktere gehen zu lassen und ich werde garantiert irgendwann erneut in diese Reihe abtauchen.

