Rezension zu „Leviathan erwacht“ von James Corey
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Leviathan erwacht
Originaltitel: Leviathan wakes
Reihe: The Expanse Band 1
Autor: James Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 672
Kauflink: Amazon
Preis: 11,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Stationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als James Holden, Kapitän eines kleinen Minenschiffs, ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

Meine Meinung:
Die Menschheit hat den Mars und den Asteroidengürtel kolonisiert. Während Erde und Mars zwei Supermächte mit zerbrechlichem Frieden sind, sind die Asteroiden weit draußen der Slum der Menschheit, der gnadenlos ausgebeutet wird. James Holden arbeitet auf einem Eisfrachter und wird Zeuge, wie eben dieser von unbekannten Schiffen zerstört wird. Auf seiner Suche nach der Wahrheit und Gerechtigkeit entdeckt er ein schreckliches Geheimnis, dass die Menschheit vollständig vernichten könnte.
Ich bin schon lange ein großer Fan der Show „The Expanse“, welche auf dieser Buchreihe basiert. Aus diesem Grund wollte ich nun auch die Bücher lesen. Band 1 umfasst dabei die Geschehnisse der ersten 1 ½ Staffeln, allerdings mit einer limitierteren Perspektive. In der Show erhält man etwa Einblicke in die Politik der Erde. Dieser Aspekt war im Buch dagegen nicht vorhanden.
Die Geschichte wird abwechseln aus der Perspektive von Holden und Miller erzählt. Während Holden ein Charakter ist, der immer versucht rechtschaffend zu handeln und das Richtige zu tun, ist Miller ein alkoholabhängiger Detektiv, der definitiv kein Sympathieträger ist. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen beider Charaktere an Probleme waren, auch wenn ich mir manchmal schon gewünscht hätte, dass die Unterschiede in der Stimme der Charaktere stärker ausgeprägt gewesen wären. Dies kann allerdings auch an der Übersetzung liegen.
Leider war diese allgemein nicht besonders gut. Einzelne Szenen habe ich direkt mit der englischen Version verglichen und fand, dass besonders die Sprachsituation im Gürtel nicht besonders elegant gelöst wurde. Hinzu kam, dass sich Charaktere, die enge Beziehungen zueinander haben, trotzdem siezten, sich dabei aber mit Vornamen anredeten. Dies hat einige Gespräche ziemlich seltsam klingen lassen.
Auch wenn mir die Handlung natürlich bereits bekannt war, war das Buch doch spannend genug geschrieben, um trotzdem mitzufiebern. Vor allem der Bodyhorror, den es so in der Serie nicht gab, hat mich ganz schön überrascht.
Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass die Charaktere für meinen Geschmack etwas kurz kamen. Die Handlung war oft wichtiger, als sie und auch wenn man Holdens und Millers Gedankengänge sehr gut kennenlernt, bleiben Naomi, Alex und Amos doch sehr blass. Besonders im Fall von Naomi ist das sehr schade, da sie immer wieder als besonders intelligent beschrieben wird, dies aber fast nie zeigen kann. Dazu kommen einzelne sexistische Kommentare, wie etwa, als Naomi wütend ist und Holden nur denkt, dass ihr Zorn sie hübsch macht. Wenn die Handlung aus Millers Sicht beschrieben wird, kann ich solche Kommentare verstehen, aber Holden sollte eigentlich der Sympathieträger des Buches sein. Auch wenn es glücklicherweise nur wenige Äußerungen dieser Art gab, sorgten sie doch dafür, dass Naomi irgendwo nur als nettes Beiwerk im Buch stand. Hätte sie mehr Möglichkeiten gehabt, zu zeigen was sie kann, sähe das auch wieder anders aus.
Insgesamt kann ich jedem Sci-fi Fan nur empfehlen, diese Geschichte einmal zu erleben. Ich persönlich würde tatsächlich eher dazu raten, die Serie zu sehen, da diese das Beste des Buches genommen hat und die wenigen schlechten Aspekte deutlich verbessert hat, aber auch das Buch ist definitiv ein Erlebnis und bietet an einigen Stellen mehr Hintergrundinformationen, die man sonst nicht bekommen würde.
Fazit:
„Leviathan erwacht“ ist ein spannender Reihenauftakt, mit einer vielversprechenden Handlung und interessanten Protagonisten. Von mir gibt es definitiv eine Empfehlung.


[…] Dieses Buch ist der zweite Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält minimale Spoiler zum ersten Band.Hier geht es zur Rezension zu „Leviathan erwacht“. […]
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[…] Dies ist der fünfte Band einer Reihe. Meine Rezension beinhaltet Spoiler zu den vorherigen Bänden.Hier geht es zur Rezension zu „Leviathan erwacht“ (Band 1). […]
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