Rezension zu „Krieger des Feuers“ von Brandon Sanderson
Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zur Rezension zu „Kinder des Nebels“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Krieger des Feuers
Originaltitel: The Well of Ascension
Reihe: Die Nebelgeborenen Band 2
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Piper
Seiten: 992
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Taschenbuch
Klappentext:
Dem Rebellenanführer Kelsier und seiner Armee von Nebelgeborenen ist es gelungen, endlich den tyrannischen Obersten Herrscher zu stürzen! Eine Jahrtausende währende Ära der Unterdrückung geht damit zu Ende, das Volk der Skaa ist endlich frei. Doch wie geht es weiter, wenn der Feind besiegt ist? Nach Kelsiers Tod müssen seine Nachfolgerin Vin und ihr Geliebter Elant Wager, der neue König des Zentralen Dominiums, das Land aus den Trümmern in ein neues Zeitalter führen – und sehen sich dabei vor große Herausforderungen gestellt: Denn die alten Machthaber geben nicht so einfach auf und ein sagenumwobener Schatz ruft feindliche Armeen auf den Plan. Kann die geheimnisvolle Quelle der Erhebung den Nebelgeborenen helfen?

Meine Meinung:
Vin und Kelsier haben es vollbracht und den obersten Herrscher, der seit tausend Jahren herrschte, besiegt. Nun ist es an dem jungen Adligen Elant, eine bessere Regierung aufzubauen. Doch die anderen Adligen wollen ihre bisherige Macht nicht mit den Skaa teilen und gleichzeitig marschieren mehrere Armeen auf die Hauptstadt zu, um das vermeintliche Machtvakuum zu füllen. Erneut steht die Gruppe rund um Vin vor einer beinahe unmöglichen Herausforderung.
Wie beginnt man ein Buch, nachdem im letzten Teil die Held*innen das absolut Unmögliche möglich gemacht haben? Das unbesiegbare Böse besiegt haben? Oft gibt es dann einfach eine noch größere, noch unmöglichere Bedrohung, bis es beinahe lachhaft scheinen könnte. Diese Befürchtung hatte ich, als ich mit „Krieger des Feuers“ begonnen habe, doch sie war völlig unbegründet. Statt eine noch schlimmere Bedrohung zu schaffen, zeigt der Autor stattdessen die Tücken eines Machtwechsels. Auf der einen Seite stehen mehrere Armeen von anderen Machthabern, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, auf der anderen Seite die interne Politik, die ebenfalls eine Herausforderung für sich ist.
Zwischen all diesen Wirren müssen Vin und die anderen einen Betrüger finden, sich mit einer alten Prophezeiung auseinandersetzen und die eigenen Unzulänglichkeiten ausbügeln. Es gibt also eine Menge Baustellen, ganz wie man es in einer echten Belagerungssituation erwarten würde. Leider liegt hier, meiner Meinung nach, die größte Schwäche des Buches. Es gibt einfach so viele Themen, dass die Geschichte Probleme damit hat, ihren Fokus zu setzen. Oft wird über lange Zeiträume vergessen, dass man etwas tun musste, nur damit dies plötzlich aus dem Nichts wieder aufgegriffen wird. Mehrfach hätte ich mir gewünscht, dass einige Handlungsstränge einfach rausgenommen worden wären, allerdings ist mir auch klar, dass diese für das nächste Buch benötigt wurden.

Dennoch kann ich mich, abgesehen davon, nicht wirklich über dieses Buch beschweren. Die Charakterentwicklung war besonders großartig und ich hatte sehr viel Spaß daran, den Weg aller Charaktere mitzuverfolgen. Auch die Spannung war oft genug enorm hoch, mit tollen Actionszenen, die beinahe filmreif sind.
Und nicht vergessen zu erwähnen möchte ich meine Liebe für das Magiesystem. Der Autor gibt hier auch immer wieder kleinere Erinnerungen, wie dieses funktionierte. Gerade für Leser*innen, welche eine Pause zwischen Band 1 und 2 einlegen, ist dies sicher sehr hilfreich!
Fazit:
Zwischen einer spannenden Handlung, tollen Charakteren und einem großartigen Magiesystem habe ich mich sehr wohl mit diesem Buch gefühlt. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass zeitweise der Fokus etwas klarer gewesen wäre, kann ich die Reihe dennoch sehr empfehlen!

