Rezension zu „Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns“ von Kerri Maniscalco
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
Originaltitel: Kingdom of the Wicked
Reihe: Kingdom of the Wicked Band 1 von 3
Autorin: Kerri Maniscalco
Übersetzung: Diana Bürgel und Julian Müller
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 416
Kauflink: Amazon
Preis: 17,00 € (D) Klappenbroschur; 12,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Als die junge Hexe Emilia ihre Zwillingsschwester Vittoria ermordet vorfindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Zutiefst schockiert will sie Rache üben – koste es, was es wolle. Selbst wenn sie dafür verbotene dunkle Magie einsetzen muss, die sie in die Gefahr bringt, von Hexenjägern enttarnt zu werden. Auf ihrer Suche nach dem Mörder trifft Emilia auf Wrath, einen der sieben dämonischen Höllenfürsten, vor denen sie von klein auf gewarnt wurde. Wrath behauptet, auf Emilias Seite zu stehen. Doch kann man einem leibhaftigen Höllenfürsten trauen, selbst wenn er noch so gut aussieht?

Meine Meinung:
Emilia und ihre Zwillingsschwester Vittoria sind Nachkommen einer alten Hexenfamilie in Palermo Ende des 19. Jahrhunderts. Während Emilia eher ruhig und zurückhaltend ist, sucht Vittoria das Abenteuer. Eines Nachts findet Emilia ihre Zwillingsschwester ermordet im Kloster des Ortes vor. Bei dem Versuch, herauszufinden, was geschehen ist, beschwört sie versehentlich einen der sieben Höllenfürsten, Wrath. Auch wenn dieser behauptet, ihr helfen zu wollen, wurde Emilia seit ihrer Kindheit davor gewarnt, Dämonen zu vertrauen. Und doch scheint es Wrath ernst zu meinen …
Das Buch spielt in Palermo im 19. Jahrhundert. Von ersterem erlebt man zu Beginn des Buches wirklich sehr viel. Besonders das Kloster und seine Gruft werden als Orte gut in Szene gesetzt. Wer noch nicht selbst dort war, sollte vor dem Lesen Bilder suchen, denn dieser Ort ist wirklich etwas besonderes – und besonders gruselig. Später dagegen hätte das Buch dann wieder überall spielen können. Es gab wenig Beschreibungen der Umgebung, wodurch mir die Bilder fehlten, die ich mir von einem Buch mit einem solchen Setting gewünscht hätte. Davon, dass das Buch vor etwa 150 Jahren spielt, merkt man dagegen fast gar nichts. Wenn man sich nicht mit den historischen Gegebenheiten des Ortes auskennt (z.B. dass die letzte Bestattung in der Gruft Ende des 19. Jahrhunderts stattfand), könnte man fast denken, dass die Geschichte heute spielt. Die Anspielungen auf bestimmte Kleiderstoffe könnten auch auf einen seltsamen Geschmack der Protagonistin geschoben werden. Außerdem geschehen historisch nicht ganz korrekte Dinge, wie, dass Emilia ein violettes Kleid trägt. Auch wenn es zu dem Zeitpunkt bereits entsprechende Färbemittel gab, waren die für ein einfaches Mädchen meist unerschwinglich. Zudem hätte sie diese Farbe aufgrund ihres Standes nicht getragen.

Emilia selbst ist eine Protagonistin, mit der ich leider gar nichts anfangen konnte. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wodurch wir ihren inneren Monolog mitbekommen. Leider nimmt dieser einfach alles ein und macht selbst die spannendsten und emotionalsten Momente unglaublich langweilig. Der Schreibstil wird nie angepasst und Emilia überdenkt alles. Zudem wird einem alles nur erzählt und nicht gezeigt. Emilia denkt regelmäßig, dass sie wütend ist, allerdings folgt darauf in der Regel eine langweilige Szene, in welcher sie etwa in der Küche mithilft. Zudem wechseln ihre Launen in jeder Szene. Eine wirkliche Entwicklung gibt es nicht.
Die Geschichte, die sonst eigentlich hätte interessant sein können, war am Ende leider nur langweilig. Die meiste Zeit über geschieht eigentlich nichts und wenn doch etwas passiert, dann wird es durch Emilias inneren Monolog zerstört. Zudem waren die wenigen actionreichen Szenen nicht immer ganz schlüssig, wie wenn Emilia von einem übernatürlichen Feind am helllichten Tag durch die Straßen gejagt wird und es niemanden zu interessieren scheint.
Auch die Liebesgeschichte konnte mich einfach so gar nicht überzeugen. Emilia und Wrath hatten nur wenig Chemie und wirklich interessiert war ich nicht daran, ob man ihm nun vertrauen konnte oder nicht.

Fazit:
Auch wenn das Setting so viel Potential gehabt hätte, konnte mich dieses Buch leider überhaupt nicht überzeugen. Schuld daran war vor allem Emilias innerer Monolog, welcher mich leider irgendwann nur noch gelangweilt hat. Für mich endet diese Buchreihe hier.


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