Englisches und Deutsches Cover von "Kinder des Nebels": Beide Cover sind generell in weiß, schwarz und blau tönen gehalten. Das deutsche Cover hat ein metallenes Symbol mit Steinen darin. Das englische Cover zeigt eine schwebende Gestalt vor einer Stadt, mit blauem Nebel rundherum.
Englisches Buch Epic Fantasy Fantasy High Fantasy Lesetipp

Kinder des Nebels

Rezension zu „Kinder des Nebels“ von Brandon Sanderson

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Kinder des Nebels
Originaltitel: Mistborn: The Final Empire
Reihe: Die Nebelgeborenen Band 1
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Piper
Seiten: 896
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch

Klappentext:

Die Landschaft ist von Asche bedeckt, der Himmel blutrot. Nachts steigen geheimnisvolle Nebel vom Boden auf. Über diese düstere Welt, das Letzte Reich, herrscht Lord Ruler schon seit über tausend Jahren mit eiserner Faust.
Das Volk der Skaa hält der grausame Despot als Sklaven, die Oberschicht wird von sogenannten Obligatoren und Inquisitoren kontrolliert. Es scheint, als hätte das Böse endgültig die Oberhand über die Welt gewonnen.   
Doch dann taucht ein junger Mann namens Kelsier auf, ein Nebelgeborener. Er will Lord Ruler endgültig vernichten – mithilfe der Skaa und seiner neuen Magie, der Allomantik: Nebelgeborene können mithilfe von Metallen magische Fähigkeiten entwickeln.  
Stoffe wie Eisen, Stahl, Zinn, Zink, Messing oder Bronze lassen ihre Sinne schärfen oder ihre Kräfte wachsen. Mit vereinten magischen Kräften wollen die Skaa um Kelsier und seine Partnerin Vin, das Unvorstellbare wagen und den seit Urzeiten waltenden Alleinherrscher stürzen. 

Klappentext englische Version von "Kinder des Nebels"
Meine Meinung:

Vin ist eine Skaa und somit Teil der ausgebeuteten Unterschicht Scadrials. Sie schlägt sich als Teil einer Diebesgilde durch, doch hat es als eine der wenigen Frauen dort nicht leicht. Da lernt sie Kelsier kennen, der den Herrscher der Welt vernichten und den Skaa die Freiheit schenken will. Er weist sie ein in die Macht der Allomantik, einer Magie, durch die mithilfe von Metallen Fähigkeiten verstärkt oder neu erlernt werden können.

Ich habe „Kinder des Nebels“ in der englischen Version gelesen und kann daher wenig zur Übersetzung sagen. Durch Vergleiche mit anderen Teilnehmerinnen einer Lesegruppe zum Buch weiß ich jedoch, dass die Namen der Charaktere teils sehr seltsam übersetzt wurden. Sandersons Schreibstil im englischen ist allerdings leicht zugänglich, angenehm zu lesen und zieht nicht die Aufmerksamkeit durch schnörkelige Beschreibungen auf sich.

Die Geschichte des Buches war äußerst spannend und es gab viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Generell handelt es sich hier um eine Heist-Story, auch wenn diese nicht unbedingt dem typischen Muster folgt. Dennoch gab es so viel schnelllebige Action, die das Buch sehr spannend gemacht hat.

Die Charaktere mochte ich besonders gerne. Auch wenn ich bei der großen Crew nicht immer den Überblick über alle Mitglieder hatte, so waren die tragenden Charaktere doch sehr gut ausgearbeitet. Besonders Vin mit all ihren Facetten konnte mich absolut überzeugen. Über das Buch hinweg muss sie lernen, anderen zu vertrauen und gleichzeitig herausfinden, wer sie wirklich ist. Ihre inneren Kämpfe waren sehr gut dargestellt.

Etwas gestört hat mich allerdings, dass immer wieder betont wurde, dass Vin eben nicht so ist, wie andere Frauen. Zudem gab es nur sehr wenig weibliche Charaktere und die Vorhandenen fielen meist in unangenehme Stereotype. Hier muss ich allerdings auch anmerken, dass der Autor dies selbst bereits angesprochen hat und seitdem immer wieder bewiesen hat, dass er es besser kann.

Was mir im Buch am besten gefallen hat, ist das Magiesystem. Dieses war gut durchdacht und konsequent durchgezogen. Dabei hat es die Geschichte enorm bereichert. Hier sieht man ganz klar, wie viel Überlegungen und Arbeit in diesem Buch stecken.

Die Welt in "Kinder des Nebels"
Fazit:

„Kinder des Nebels“ ist ein großartiges Beispiel für einen gelungenen High Fantasy Roman. Die Spannung ist hoch, die Charaktere großartig geschrieben und das Magiesystem passt perfekt zum Rest. Von mir gibt es eine große Empfehlung und ich freue mich bereits, mehr von diesem Autor zu lesen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

8 Kommentare

  1. […] Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.Hier geht es zur Rezension zu „Kinder des Nebels“ (Band 1). […]

  2. […] Dies ist der dritte Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den letzten Bänden.Hier geht es zu meiner Rezension zu „Kinder des Nebels“ (Band 1). […]

  3. […] kleinen Gruppe jeden Monat ein Buch von Brandon Sanderson. Begonnen haben wir im Januar mit den Mistborn-Büchern und seit April lesen wir die Sturmlicht-Chroniken. In diesem Monat haben wir mit Buch 2, […]

  4. […] Werken aus dem Cosmere hat und ich erst die Sturmlicht-Chroniken beenden und die zweite Ära von Mistborn anfangen […]

  5. […] Buch der Reihe ist „The Alloy of Law“ und spielt einige hundert Jahre nach dem letzten Band von Ära 1. Auch hier sind wir noch nicht besonders weit gekommen und mein erster Eindruck ist etwas […]

  6. […] Leserunde haben wir mit „Shadows of Self“ begonnen, dem zweiten Teil der zweiten Ära von Mistborn. Auch wenn mir der erste Teil nicht ganz so gut gefallen hat wie erwartet (weiter unten mehr dazu) […]

  7. […] 300 Jahre nach dem Ende von Vins Geschichte hat sich die Welt verändert. Eine industrielle Revolution hat das Gesicht der Hauptstadt Elantel […]

  8. […] Dies ist eine Novelle, die zu einer Reihe gehört. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.Hier geht es zu meiner Rezension zu „Kinder des Nebels“ (Band 1). […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert