Cover "Iron Widow"
Englisches Buch Feministisch Sci-Fi

Iron Widow – Rache im Herzen

Rezension zu „Iron Widow – Rache im Herzen“ von Xiran Jay Zhao

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Iron Widow – Rache im Herzen
Originaltitel: Iron Widow
Reihe: Iron Widow Band 1 von 2
Autorin: Xiran Jay Zhao
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Penhaligon
Seiten: 394
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die 18-jährige Zetian tritt der Armee bei, um Rache an dem Mörder ihrer Schwester zu nehmen. Sie wird Konkubinen-Pilotin einer Kampfmaschine, die nur von der Qi-Magie eines Mannes und einer Frau gemeinsam aktiviert werden kann. Doch die Macht des männlichen Piloten ist viel größer als die seiner Partnerin, und ist er nicht vorsichtig genug, brennt er die ihm untergeordnete Pilotin aus. Bei Zetian ist es anders, und die junge Frau erlangt ihre Rache auf spektakuläre Weise. Plötzlich ist sie eine Macht, mit der zu rechnen ist. Wird sie das Land im Kampf gegen die Bestien jenseits der Großen Mauer zerstören, wie viele fürchten? Oder ist sie die letzte Hoffnung auf den Sieg?

Klappentext "Iron Widow"
Meine Meinung:

Zetians Schwester wurde von einem Piloten von einem der Kampfroboter, welche die Sicherheit der Menschheit vor Aliens sind, ermordet. Um sie zu rächen, tritt Zetian der Armee bei. Als Konkubinen-Pilotin sollte sie eigentlich sterben, denn die Männer, welche die Maschinen steuern nutzen die Frauen nur als Batterie, doch Zetian dreht den Spieß um. Als eiserne Witwe gefürchtet, soll sie nun als Konkubinen-Pilotin des mächtigsten Piloten der Armee dienen – etwas, das noch keine Frau überlebt hat. Doch Zetian ist fest entschlossen, sich nicht besiegen zu lassen.

„Iron Widow“ ist ein actiongeladenes Debüt, das zu lesen mir extrem viel Spaß gemacht hat. Die Geschichte ist temporeich und es ist schwer, das Buch auch nur kurz wegzulegen. Ständig passiert etwas und Zetian muss wieder und wieder um ihr Leben kämpfen. Die riesigen Roboter erinnern stark an entsprechende Animes, während sich die Welt darum herum sehr dystopisch anfühlt.

Illustration der drei Hauptcharaktere in Iron Widow

Insbesondere die patriarchale Welt fand ich sehr gut dargestellt. Man konnte Zetians Wut über die Ungerechtigkeiten, welche sie und alle anderen Frauen täglich erdulden müssen, zwischen den Zeilen spüren. Besonders interessant fand ich dabei, dass Zetian selbst gebundene Füße hatte. Dies wurde in seiner gesamten Grausamkeit dargestellt.

Dennoch hätte ich mir an vielen Stellen gewünscht, dass sich die Autorin ein wenig mehr Zeit für das Worldbuilding gelassen hätte. Insbesondere die Funktionsweise der Kampfroboter und des Qis hätten besser erläutert werden können. An vielen Stellen habe ich hier einiges nicht verstanden. Dies war zwar nicht besonders schlimm, denn die Action war auch so sehr unterhaltsam, aber gewünscht hätte ich mir einfach dennoch mehr.

Auch gewünscht hätte ich mir, dass neue Fähigkeiten im Vorfeld bereits angeteasert worden wären. Wenn Zetian etwa etwas Neues macht und Lesenden dabei mitgeteilt wurde, dass sie mal Informationen zu dieser Möglichkeit erhalten hat, dann fühlt sich das ein wenig nach deus ex machina an.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch insgesamt doch überzeugt. Besonders gefallen hat mir auch, dass es hier eine polygame Beziehung gab, wodurch das klischeehafte Liebesdreieck einen neuen Twist bekommen hat.

Ich freue mich bereits auf den zweiten Band, gerade nach dem fiesen Cliffhanger am Ende, nach dem ich nun wirklich wissen will, wie es weitergeht!

Phönix auf dem Hardcover der Illumicrate Edition
Fazit:

„Iron Widow – Rache im Herzen“ ist ein actiongeladenes, temporeiches Debüt, welches trotz kleiner Schwachstellen zu begeistern weiß. Neben tollen Charakteren und einer spannenden Beziehungsdynamik, konnten mich vor allem die riesigen Roboter und die darin geführten Kämpfe überzeugen.

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